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Ludwig Hartmann (Komponist)

Deutscher Komponist und Musikkritiker (1836-1910)

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Friedrich Wilhelm Ludwig Hartmann (* 3. August 1836 in Neuss; † 14. Februar 1910 in Dresden) war ein deutscher Komponist und Musikkritiker.

Hartmann war Sohn des Musikdirektors in Neuss, Friedrich August Hartmann. Er wurde im Konservatorium zu Leipzig ausgebildet und ging anschließend als Schüler von Franz Liszt nach Weimar.

Im Jahr 1861 heirateten Ludwig Hartmann und Louise, geborene von Kirchmann (1831–1907), Tochter des Juristen Julius von Kirchmann und dessen Ehefrau Henriette.

Von 1859 bis zu seinem Tod lebte er in Dresden. Sein Grab befindet sich auf dem Johannisfriedhof im Familiengrab Hartmann. Auch seine Ehefrau Louise Hartmann fand dort ihre letzte Ruhe.

In Dresden-Blasewitz erinnert die entlang der Flurgrenze von Neugruna und Neuseidnitz verlaufende Ludwig-Hartmann-Straße an den Komponisten. Er lebte seit 1873 in Neuseidnitz, investierte sein Geld dort in die Schaffung von Bauland und ließ die Straße 1876 anlegen.

Von Hartmanns Kompositionen haben besonders seine Lieder und Balladen weite Verbreitung gefunden, doch ist er auch mit Erfolg als Klavierkomponist und Pianist aufgetreten. Als Musikschriftsteller und -kritiker erwarb er sich in Dresden einen sehr geachteten Namen. In seiner über 50-jährigen Tätigkeit setzte er sich vor allem für Richard Wagner und Richard Strauss ein und unterstützte junge Sänger der Semperoper.

op. 1 – Lieder und Gesänge, Heft 1, 1861: 1. Zieht hin, ihr lieben stillen Lieder. 2. Der Himmel hat eine Thräne geweint, 3. Im Wald, im Wald ist’s frisch und grün (Friedrich Körner), 4. Werde heiter mein Gemüthe, 5. Ich muss hinaus

op. 2 – Lieder und Gesänge, Heft 2 (für tiefe Stimme), 1861: 1. Es fällt ein Stern herunter (Heinrich Heine), 2. Ein Fichtenbaum steht einsam, 3. Aus den Himmelsaugen droben (Heinrich Heine), 4. Nacht liegt auf fremden Wegen (Heinrich Heine)

op. 3 – Lieder und Gesänge, Heft 3, 1861: 1. Leise zieht durch mein Gemüt (Heinrich Heine), 2. Durch den Wald wie schimmert es, 3. Ich will meine Seele tauchen (Heinrich Heine), 4. Unter allen Wipfeln ist Ruh’, 5. Aus meinen Tränen sprießen (Heinrich Heine)

op. 4 – Lieder, Heft 4, 1861: 1. Wie ist doch die Erde so schön, 2. Schwanenlied (Wilhelmine Schröder-Devrient), 3. Nicht mit Engeln im blauen Himmelszelt

op. 5 – Drei Lieder: 1. Scheiden – Leiden (Emanuel Geibel), 2. Rosenzeit (Emanuel Geibel), 3. Lehn deine Wang’ an meine Wang’ (Heinrich Heine)

op. 5 – Der Geisterkönig, Ballade

op. 6 – 6 Lieder für Sopran, 1862: 1. Die linden Lüfte sind erwacht (Ludwig Uhland), 2. Sterne mit den gold’nen Füßchen (Heinrich Heine), 3. Die stille Wasserrose, 4. Das ist ein Brausen und Heulen (Heinrich Heine), 5. Ich stand in dunklen Träumen (Heinrich Heine), 6. Die Höh’n und Wälder steigen

op. 7 – Notturno in Des-Dur für Klavier

op. 8 – Polonaise in B-Dur für Klavier

op. 9 – Der Postillon „Lieblich war die Maiennacht“, Ballade für gemischten Chor, Bariton-Solo und Pianoforte

op. 10 – Sechs Concertlieder: 1. Ja, du bist elend und ich grolle nicht (Heinrich Heine), 2. Wahrhaftig (Heinrich Heine), 3. Spätherbstnebel, kalte Träume (Heinrich Heine), 4. An des Busens dunkle Zelle, 5. Lehn deine Wang’ (Heinrich Heine), 6. Laue Luft kommt blau geflossen (Joseph von Eichendorff)

op. 10 – 1864: 2. Wenn der Frühling auf die Berge steigt (Friedrich von Bodenstedt)

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