An diesem Tag

Lucy Diakovska

Deutsche Sängerin

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Lucy Diakovska, eigentlich bulgarisch Людмила Любомирова Дяковска Ljudmila Ljubomirowa Djakowska (* 2. April 1976 in Plewen, Bulgarien), auch Lucy Diakowska geschrieben und zeitweise als Lucylicious aufgetreten, ist eine deutsch-bulgarische Pop- und Musicalsängerin. Sie ist Mitglied der deutschen Girlgroup No Angels. Sie erreichte am 5. Februar 2024 in der 17. Staffel der Fernsehsendung Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! den ersten Platz.

Lucy Diakovska ist das älteste Kind des bulgarischen Opernsängers Ljubomir Djakowski (* 1950) und der Konzertpianistin Rossiza Djakowska (1953 –2020). Ihr Großvater war Ivan Valev, ein bulgarischer Dichter und Komponist für Volkslieder (1928–2010). Ihr jüngerer Bruder Alexander Djakowski (* 1983) ist ehemaliger Basketballspieler und heutiger Trainer des BC Spartak Plewen.

Diakovska stand bereits im Alter von sechs Jahren das erste Mal auf einer Bühne. Nach ihrem Abitur im Jahr 1995 zog Diakovska mit lediglich 500 DM und kaum Kenntnissen der deutschen Sprache von Plewen nach Hamburg. Dort besuchte sie die Stage School of Music, Dance and Drama. Sie erhielt während der Ausbildung im Juni 1997 ein festes Engagement im Musical Buddy und verließ die Schule nach fünf Semestern.

Im Jahr 2021 pachtete Diakovska ein Vier-Sterne-Hotel mit 72 Zimmern, Restaurants und einem Pool im Naturpark Kaylaka in Bulgarien, half bei der Renovierung und eröffnete es im Frühsommer desselben Jahres mit großem wirtschaftlichem Erfolg. Für die Leitung des Hotelrestaurants konnte Diakovska den deutsch-bulgarischen Koch André Tokev gewinnen, der auch eine eigene Kochshow im bulgarischen Fernsehen hat. Im Dezember 2022 folgte die Eröffnung der hoteleigenen Bar Chertoga. Im Jahr 2025 wurde das Hotel beim Best Hotels in Bulgaria 2025-Award des Hotel & Tourism Investment Forums als eines der besten zehn Vier-Sterne-Hotels in Bulgarien ausgezeichnet.

Diakovska pflegt einen offenen Umgang mit der eigenen Homosexualität, die sie laut eigener Aussage nie in den Mittelpunkt rücke, sondern als selbstverständlichen Teil ihrer Persönlichkeit darstelle. In Bulgarien ist sie als eine der wenigen offen homosexuell lebenden Personen in der Öffentlichkeit die bekannteste homosexuelle Frau des Landes. Aufgrund ihres selbstverständlichen Umgangs mit ihrer Sexualität sieht sie sich in Bulgarien Anfeindungen ausgesetzt.

Seit 2025 ist sie mit der Musikerin Yasi Hofer liiert.

Künstlerischer Werdegang in Deutschland

Im Jahr 2000 bewarb sich Diakovska als eine von über 4.500 Kandidatinnen bei der ersten Staffel des von RTL II ausgestrahlten Gesangwettbewerbs Popstars. Beim Vorsingen in Hamburg sang sie den Titel River Deep – Mountain High von Ike & Tina Turner. Sie durchlief das Vorsingen, den Recall und den nachfolgenden Tanz- und Gesangsworkshop auf Mallorca. Im Anschluss wurde sie gemeinsam mit Nadja Benaissa, Sandy Mölling, Vanessa Petruo und Jessica Wahls als Mitglied der Girlgroup No Angels ausgewählt.

Die No Angels lösten sich Ende des Jahres 2003 mit Erscheinen von The Best of No Angels auf. Anfang 2007 starteten die No Angels auf Initiative von Diakovska mit dem Album Destiny ein Comeback. Nachdem Benaissa die Band im Jahr 2010 nach Veröffentlichung des Albums Welcome to the Dance verließ und sich die verbliebenen Mitglieder wieder auf ihre Solokarrieren konzentrierten, gab Diakovska im Juni 2014 bekannt, dass sich die Band getrennt hat. Zum 20-jährigen Bandjubiläum veröffentlichten die No Angels im Juni 2021 ihr neues Album 20, gefolgt vom Weihnachtsalbum It's Christmas im Jahr 2025.

Mit über fünf Millionen verkauften Tonträgern, vier Nummer-eins-Hits in den deutschen Singlecharts und vier Nummer-eins-Alben in den deutschen Albumcharts, vier absolvierten Tourneen und mehr als 20 Musikpreisen sind die No Angels die meistverkaufte deutsche Girlgroup aller Zeiten und die erfolgreichste Girlgroup Kontinentaleuropas. Diakovska zeigt sich für die Songs Funky Dance, Shut Your Mouth, Stay, One Life und Too Old als Songschreiberin mitverantwortlich. Den Song Confession hat sie alleine geschrieben und zusätzlich mitproduziert.

Im Sommer 2004 gründete Diakovska ihr eigenes Label Schmanky Records. Im September 2004 veröffentlichte sie darüber ihre selbstgeschriebene Solosingle Where, den Titelsong zum Kinofilm Zwei Brüder. Im November veröffentlichte sie gemeinsam mit der bulgarischen Band Ku-Ku-Band den Song The Wish auf dem Sampler Your Stars for Christmas. The Wish war ursprünglich ein bulgarisches Volkslied aus der Feder von Diakovskas Großvater. Diakovska schrieb einen englischen Text für The Wish und arrangierte und produzierte das Lied neu. Im Jahr 2005 folgte unter dem Pseudonym Lucylicious ihre zweite Solosingle The Other Side. Das gleichnamige und zum größten Teil von ihr selbstgeschriebene und gemeinsam mit Stephan Ullmann produzierte Album erschien am 5. September 2005. Das Album erreichte den 84. Platz der deutschen Albumcharts. Der Song Misunderstood wurde am 12. Dezember 2005 als Download-Single veröffentlicht.

2007 erschien eine Coverversion des Songs I hate that I love you von Luciano Pavarotti und Céline Dion als Duett von Diakovska mit ihrem Vater Ljubomir Djakowski auf dessen Album The Power of Love. 2009 sang Diakovska zum DVD- und Blu-ray-Start des Disney-Films Schneewittchen und die sieben Zwerge den Klassiker Some Day My Prince Will Come in der deutschsprachigen Version Ich wart’ auf dich, mein Prinz als Titellied ein. Im Jahr 2010 nahm sie für den Soundtrack der deutschen Jugendfilm-Komödie Hanni & Nanni den Song High on Life auf.

Im August 2011 absolvierte sie ihre erste eigene Tour unter dem Namen Summer Rocks und spielte an 14 Abenden in den Filialen der Bar Cafe & Bar Celona in ganz Deutschland. Im selben Jahr veröffentlichte sie auf einem eigens eingerichteten YouTube-Kanal Demoversionen von acht deutschsprachigen Chansons unter dem Namen Frauenherz, die sie u. a. gemeinsam mit Alex Geringas und Stephan Ullmann schrieb und produzierte. Sie stellte die Songs auf einigen Konzerten, z. B. beim Dresdner Kirchentag, vor. Eine kommerzielle Veröffentlichung wurde nicht realisiert.

Im Januar 2015 veröffentlichte sie den Song Ja lublu tebja heißt Ich liebe dich, den sie zuvor in der Show Das Fest der Besten vorgestellt hatte. Im selben Jahr tourte sie gemeinsam mit Florian Silbereisen, Voxxclub und DJ Ötzi vier Monate lang mit der Tour Das Fest der Feste 2015 – Die Party geht weiter durch Deutschland und Österreich. Im Juli 2015 begann ihre zweite eigene Tour, die Summer Disco Tour, mit 19 Auftritten in Filialen der Bar Cafe & Bar Celona in ganz Deutschland. Anlässlich der Veranstaltungsreihe Deutsche Post Ladies Run der Deutschen Post AG veröffentlichte Diakovska 2016 den Song Laufen durch die Stadt.

Im Februar 2022 erschien eine Coverversion des Rosenstolz-Songs Liebe ist alles von Diakovska gemeinsam mit Marcella Rockefeller. Produziert wurde der Song von Peter Plate, Ulf Leo Sommer und Joshua Lange als BANGERZ. In der Veröffentlichungswoche erreichte der von Kritikern gelobte Song Platz eins der iTunes Schlagercharts. Ende Mai erschien der Song Wer war nochmal Anika? auf der Deluxe Edition des Soundtracks zum Musical Ku’damm 56 – Das Musical. Mitte März 2025 erschien der Song Ich bin wie Du als Cover mit Marianne Rosenberg auf deren Album Bunter Planet.

Von 1997 bis 2000 war Diakovska im Musical Buddy zu sehen. Ab Anfang 2004 trat sie sowohl im Musical Jekyll & Hyde als auch in einem Gastspiel in Cats auf. Von Dezember 2008 bis Januar 2009 war Diakovska in dem Musical Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär in der Rolle der Fredda zu sehen. Von November 2014 bis Januar 2015 spielte sie die gute Fee Jolanda in Cinderella – das märchenhafte Popmusical. Vom 19. Juni bis zum 12. Juli 2015 spielte sie bei der Inszenierung von The Rocky Horror Show auf dem Magdeburger Domplatz die Rolle der Magenta. Im Oktober 2019 spielte sie am Kammertheater Karlsruhe sowie in Essen erstmals die Rolle der Wanda in der Karaoke-Komödie Tussipark. Seither übernahm Diakovska die Rolle in über 100 Vorstellungen: Im Oktober 2020 in Dresden, im Frühjahr 2022 erneut am Kammertheater Karlsruhe und im Sommer 2024 und 2025 wieder in Dresden.

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