Luboš Fišer (* 30. September 1935 in Prag; † 22. Juni 1999 ebenda) war ein tschechischer Komponist und Filmkomponist.
Geboren 1935 in der tschechischen Hauptstadt, absolvierte Luboš Fišer 1960 seine Studien in Prag am Konservatorium und der Akademie der Künste und der Musik, unter anderem bei Emil Hlobil. Als Komponist von mehr als 300 Filmmusiken ist er weltweit erfolgreich. Mit seinem Werk 15 Blätter nach der Apokalypse von Albrecht Dürer aus dem Jahr 1965 wurde er 1967 in Paris mit dem UNESCO-Preis ausgezeichnet. Mit der Filmmusik zu Bludiste moci gewann er 1979 den Premio Italia Preis, mit der Filmmusik zu Zlati uhori gewann er 1980 den Prix Italia sowie 1995 für die Filmmusik zu Golet v udoli den Tschechischen Löwen.
In seinen Werken erscheinen Techniken der Avantgarde (graphische Notation und Aleatorik). Seine Originalität besteht in seiner sehr persönlichen Weise, die Themen seiner Werke mit speziellen Wiederholungs- und Abänderungstechniken zu behandeln. Zuletzt kehrte er wieder zu einer präzisen Notation zurück, die zu seinem verfeinerten, prägnanten, intensitäts- und kontrastreichen Stil passt. Als umweltbetroffener Künstler platziert er durchaus auch Warnungen in seiner Musik.
1965 15 Blätter nach der Apokalypse von Albrecht Dürer
1971 Lament for Chamber Orchestra
1974 Concerto for Galileo Galilei for strings
1978 Serenaden für Salzburg für Kammerorchester
1979 Concerto for piano and orchestra
1979 Albert Einstein – a portrait for organ and orchestra
1980 Concerto da camera für Klavier und Orchester
1980 Concerto per due pianoforti ed orchestra
1980 Romance for violin and orchestra
1983 Centaures for large Orchestra
1983 Concerto for two pianos and orchestra
1994 Sonata per Leonardo per chitarra sola ed orchestra d'archi
1995 Pastorale per Giuseppe Tartini per chitarra sola ed orchestra d'archi
1998 Concerto for violin and orchestra
1981 Sonate pour choeur mixte, piano et orchestre