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Louis Röhr

Deutscher Pianist, Musiklehrer und Komponist

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Ludwig „Louis“ Röhr (* 1821 in Bernstadt, Provinz Schlesien; † 8. April 1875 in Leitmeritz, Leitmeritzer Kreis) war ein deutscher Pianist, Musikdirektor, Musikpädagoge, Dirigent, Kantor und Komponist.

Röhr begann seine öffentliche musikalische Laufbahn in Groß Strehlitz, wo er als Kantor an der dortigen Kirche tätig war. Im Anschluss zog er nach Görlitz und übernahm die Stelle des Musikdirektors am dortigen Städtischen Theater.

In den 1850er Jahren verlagerte Röhr seinen Lebensmittelpunkt nach Dresden, wo er sich über die Zeit als eine feste Größe im Musikleben etablierte. Er erwarb sich einen Ruf als versierter Musiklehrer und leitete als Dirigent namhafte Ensembles, darunter den Neustädter Chorgesangverein sowie der Männergesangsverein Tannhäuser. Bei seinem Weggang aus Dresden im Jahr 1870 ernannte ihn der Dresdner Männergesangsverein Tannhäuser in Anerkennung seiner Verdienste zum „Ehrendirektor“.

Im Jahr 1870 siedelte Röhr in das böhmische Leitmeritz über. Dort gründete er eine private Musikschule, die rasch expandierte und hohes gesellschaftliches Ansehen genoss. Seine Schülerkonzerte galten als Fixpunkte im kulturellen Leben der Stadt. Röhr engagierte sich zudem stark im lokalen Gemeinwesen: Er leitete Wohltätigkeitskonzerte zugunsten von Schulzwecken, für die örtliche Mädchenschule und die Freitisch-Stiftung. Zudem übernahm er für ein Jahr die Leitung des Leitmeritzer Musikvereins, der stark von Absolventen seiner Schule profitierte.

Röhr, der bis zu seinen letzten Lebenstagen als Musiklehrer aktiv war, litt im letzten Lebenshalbjahr an einem chronischen Lungenkatarrh sowie einem Magenleiden. Er verstarb am 8. April 1875 an den Folgen eines akuten Lungenkatarrhs und eines Lungenödems. Seine Beisetzung erfolgte am Sonntag, dem 11. April 1875, unter großer Anteilnahme auf dem Friedhof in Leitmeritz.

Mit seiner Frau hatte Röhr drei Kinder, die das Erwachsenenalter erreichten. Seine beiden Söhne Arthur und Hugo wurden auch Musiker.

Röhr war langjähriger Mitarbeiter der Neuen Zeitschrift für Musik.

Werke und Bearbeitungen (Auswahl)

Röhr trat sowohl als Schöpfer eigener instruktiver Klavierstücke und Salonmusik als auch überregional als Bearbeiter und Arrangeur klassischer Meisterwerke (zumeist für Klavier zu zwei und vier Händen) in Erscheinung. Seine Bearbeitungen wurden in namhaften Verlagen wie C. F. Peters, Breitkopf & Härtel sowie Friedrich Hofmeister verlegt.

Bilder aus heiterem Leben, op. 11 (Klavierzyklus)

Valse de Salon, op. 16 (Walzer für Klavier)

Valse gracieuse, op. 17 (Walzer für Klavier)

Sechs Lieder, op. 19 (für Singstimme und Klavier)

2 Paraphrasen über Lieder von Mendelssohn-Bartholdy, op. 20

3 Paraphrasen über Lieder von Robert Schumann, op. 21

Der Triller, op. 24 (Instruktives Klavierstück / Etüde)

Serenade, op. 27 (Salonstück für Klavier)

Bearbeitungen verschiedener Werke u. a. von

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