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Louis-Augustin Rogeard

Französischer Journalist und Kommunarde

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Louis-Augustin Rogeard, auch Auguste Rogeard, (geboren am 26. April 1820 in Chartres; gestorben am 7. Dezember 1896 in Paris) war ein französischer Journalist und Kommunarde während der Pariser Kommune.

Louis-Augustin Rogeard war der Sohn eines pensionierten Hauptmanns, der mit dem Orden der Ehrenlegion ausgezeichnet worden war.

Als Absolvent der École normale und Doktor der Literaturwissenschaften wurde er entlassen, weil er sich weigerte, den Treueeid auf Kaiser Napoleon III. zu leisten. Er unterrichtete an einer privaten Einrichtung. Im Jahr 1863 veröffentlichte er eine Sammlung lateinischer Zitate mit republikanischer Ausrichtung. Im Jahr 1864 gründete Rogeard die Zeitung La Rive Gauche, in der er 1865 die Propos de Labienus veröffentlichte, eine Satire auf das kaiserliche Regime, die großen Einfluss auf die Studenten des Zweiten Kaiserreichs hatte. Er musste nach Belgien, dann nach Luxemburg und schließlich nach London fliehen und wurde in Abwesenheit zu fünf Jahren Haft verurteilt.

Nach der Ausrufung der Republik im September 1870 kehrte er nach Frankreich zurück. Er arbeitete für die Zeitungen von Félix Pyat, den Combat und Le Vengeur, deren Chefredakteur er war. Bei den Nachwahlen am 16. April 1871 wurde er vom 6. Arrondissement in den Rat der Kommune gewählt. Er trat jedoch zurück, da er die Zahl seiner Wähler für zu gering hielt.

Nach der Blutigen Woche, während der Rogeard als Artillerist diente, floh er ins Elsass und anschließend nach Wien in Österreich, von wo er im August 1873 ausgewiesen wurde. Er wurde Hauslehrer bei einer Adelsfamilie in der Nähe von Budapest in Ungarn. Während seines Exils in der Schweiz wirkte er an der anarchistischen Zeitung Le Travailleur mit, die in Genf von Charles Perron und Élisée Reclus herausgegeben wurde.

Das französische Kriegsgericht verurteilte Rogeard in Abwesenheit zum Tode. Erst nach der Amnestie von 1880 kehrte er nach Frankreich zurück. Dort arbeitete er für die Zeitung Ni Dieu ni Maître und als Lehrer, doch er lebte in Armut.

Le plébiscite impérial. 1870 (Werk auf Gallica).

La crise électorale de 1869. 1869 (Werk auf Gallica).

L’échéance de 1869. Parent et fils, 1866 (Werk auf Gallica).

Die Gespräche des Labienus; die historische Kritik unter Augustus. Springer Berlin Heidelberg, 1865, ISBN 978-3-642-51280-3 (google.de).

Bernard Noël: Dictionnaire de la Commune. L’Amourier Editions, 2021, ISBN 978-2-36418-060-4, S. 701 f.

ROGEARD Auguste, Louis. In: Le Maitron. Abgerufen am 16. März 2026 (französisch).

Rogeard, Auguste. In: Deutsche Biographie (Index-Eintrag).

Angaben zu Louis-Augustin Rogeard in der Datenbank der Bibliothèque nationale de France.

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