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Loudun

Gemeinde in Frankreich

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Loudun (lat. Iuliodunum) ist eine Stadt mit 6.839 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im französischen Département Vienne in der Region Nouvelle-Aquitaine.

Bis 1789 gehörte Loudun zur historischen Provinz Anjou. In den Hugenottenkriegen der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts war Loudun einer der Sicherheitsplätze für die Hugenotten.

Bekannt wurde die Stadt 1633, als der Ortspriester Urbain Grandier und mehrere Nonnen der Hexenverfolgung zum Opfer fielen und der Priester schließlich nach einem Aufsehen erregenden Schauprozess um die „Teufel von Loudun“ 1634 hingerichtet wurde. Die Geschichte wurde u. a. von Aldous Huxley aufgegriffen und von Krzysztof Penderecki für die Oper Die Teufel von Loudun verarbeitet, sowie von Ken Russell 1971 für seinen Film Die Teufel.

Die Dolmen von Briande liegen bei Arçay, südlich von Loudun.

Belgien Leuze, Belgien, seit 1961

Burkina Faso Ouagadougou, Burkina Faso, seit 1967

Vereinigte Staaten Thibodaux, USA, seit 1978

Kanada Shippagan, Kanada, seit 1981

Spanien Burgos, Spanien, seit 1985

Frankreich Audun-le-Tiche, Frankreich, seit 2007

Bemerkenswert ist, dass Ouagadougou eine deutlich über hundertmal höhere Einwohnerzahl hat als Loudun, und zwischen Ouagadougou und Leuze (seit 1977 Leuze-en-Hainaut, 13.205 Einwohner) ebenfalls eine Städtepartnerschaft besteht.

Etwa 3 km nördlich des Stadtzentrums liegt der Flugplatz Loudun.

Jean Salmon Macrin (1490–1557), neulateinischer Dichter

Scévole (I.) de Sainte-Marthe (1536–1623), Dichter

Scévole (II.) de Sainte-Marthe (1571–1650), Historiograph

Théophraste Renaudot (1586–1653), Journalist und Mediziner

Ismael Boulliau (1605–1694), Astronom

Nicolas Aubin (1655–unbekannt), protestantischer Pastor und Marineschriftsteller

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