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Lou Ferrigno

US-amerikanischer Schauspieler und Bodybuilder

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Louis „Lou“ Jude Ferrigno (* 9. November 1951 in Brooklyn, New York) ist ein US-amerikanischer Schauspieler und Bodybuilder italienischer Abstammung. Bekannt wurde er in der Titelrolle der Serie Der unglaubliche Hulk (1978–1982).

Mit drei Jahren wurde bei Ferrigno eine Mittelohrentzündung festgestellt, infolge derer er 80 % seines Hörvermögens verlor. Der Verlust seiner Hörkraft äußert sich auch in seiner schlechten Aussprache, deretwegen er als Kind häufig gehänselt wurde. Im Teenageralter begann er aufgrund dieser Hänseleien mit dem Bodybuilding, da er mit großen Muskeln diesen Makel überspielen wollte. Zu dieser Zeit war Ferrigno schlecht in der Schule, worauf sein Vater ihm ein Ultimatum stellte: Er müsse sich in der Schule verbessern oder er dürfe nicht weiter trainieren. Im Jahr 1969 beendete Ferrigno die Brooklyn Technical High School und konzentrierte sich ab dann auf seine Bodybuilding-Karriere.

Anfang der 1970er Jahre begann Ferrigno mit Bodybuilding-Wettbewerben. Er gewann 1971 den Pro Mr. America (WBBG) in der Teen-Kategorie und wechselte kurze Zeit später zur IFBB, bei der er 1973 Gesamtgewinner beim IFBB Mr. America wurde. 1975 wurde Ferrigno Dritter beim IFBB Mr. Olympia hinter Arnold Schwarzenegger (in dessen vorerst letztem Wettkampf) und Serge Nubret. Diese Niederlage veranlasste Ferrigno sich vom Wettkampf-Bodybuilding zurückzuziehen und sich einer Filmkarriere zu widmen.

Übersicht der Wettkampferfolge

1971: WBBG Pro Mr. America — Teen, 1. Platz

1971: AAU Teen Mr. America — 4. Platz, Most Muscular, 5. Platz

1972: WBBG Pro Mr. America — 2. Platz

1972: NABBA-Mr. Universe — Groß (über 1,74 m Körpergröße), 2. Platz

1973: IFBB Mr. America — Gesamtsieger

1973: I.F.B.B. Mr. Universe — Gesamtsieger

1974: IFBB Mr. International — Gesamtsieger

1974: I.F.B.B. Mr. Universe — Gesamtsieger

1974: Mr. Olympia — Schwergewicht, 2. Platz

1975: Mr. Olympia — Schwergewicht, 3. Platz

Erste filmische Bekanntheit erlangte Ferrigno als Arnold Schwarzeneggers Widersacher im 1975 gedrehten und 1977 erschienenen Film Pumping Iron. Der Film begleitet die Teilnehmer des Mr.-Olympia-Wettkampfs 1975 in Südafrika. Ferrigno wird in der Dokumentation als Schwarzeneggers größter Konkurrent stilisiert und bei Trainingseinheiten mit seinem Trainer, seinem Vater, gefilmt.

Im Anschluss an seine Bodybuildingkarriere spielte er von 1978 bis 1982 in 82 Episoden der Fernsehserie Der unglaubliche Hulk.

Durch seine äußere Erscheinung und seine Körpergröße von 1,96 m auf die Figur des hünenhaften Muskelprotzes abonniert, spielte Ferrigno in der Folgezeit in Filmen wie Herkules (1983), Desert Warrior (1988) oder Sindbad (1989). Für Herkules erhielt er 1983 die Goldene Himbeere als schlechtester Newcomer. Des Weiteren trat er sporadisch in verschiedenen Fernsehserien auf.

Im Jahr 2003 wurde Hulk von Regisseur Ang Lee neu verfilmt; Lou Ferrigno hatte einen kleinen Cameo-Auftritt in diesem Film. 2008 wiederholte Ferrigno diesen Auftritt im Kinofilm Der unglaubliche Hulk von Louis Leterrier. Ebenfalls gibt er die Stimme der Hulk-Charaktere, die jedoch mit der originalen Schauspielerstimme und weiteren Sound-Effekten zusammengemischt wird.

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