Lothar Milde (* 8. November 1934 in Halle (Saale)) ist ein deutscher Leichtathlet, der – für die DDR startend – bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt die Silbermedaille im Diskuswurf gewann.
Sportliche und berufliche Laufbahn
Neben dem Gewinn der olympischen Silbermedaille in Mexiko-Stadt 1968 kam er auch viermal bei Europameisterschaften auf Medaillenränge. In den gemeinsamen deutschen Mannschaften nahm er an den Olympischen Spielen 1960 in Melbourne (Zwölfter) und 1964 in Rom (in der Qualifikation ausgeschieden) teil. Er erreichte seine persönliche Bestweite 1969 mit 64,16 m. Im Jahr 1972 warf er den Diskus über 67 Meter weit, eine Weite, die DDR-Rekord bedeutet hätte. Die Weite fand jedoch keine Anerkennung, da sie nicht unter regulären Wettkampfbedingungen erzielt wurde.
Lothar Milde agierte von 1966 bis 1971 Kapitän der Leichtathletiknationalmannschaft der DDR. Von 1963 bis in die 1980er-Jahre, war er Abgeordneter des Bezirkstages des DDR-Bezirkes Halle. Nach seiner Sportlerlaufbahn arbeitete er als Werkzeugmaschineningenieur und war Mitglied des Präsidiums des DDR-Leichtathletik-Verbandes DVfL. Später wurde er in der DDR Gewerkschaftsfunktionär. Nach der Wende war er Landesvorsitzender der IG-Metall in Sachsen-Anhalt.
Lothar Milde startete für den SC Chemie Halle und trainierte bei Lothar Hinz. Er war in seiner aktiven Zeit 1,95 m groß und wog 110 kg.
1968: Vaterländischer Verdienstorden in Bronze
Darstellung Mildes in der bildenden Kunst der DDR
Rolf Kiy: Diskuswerfer Lothar Milde (1970, Öl)
Lothar Milde in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)