Leonid Maximowitsch Leonow (russisch Леонид Максимович Леонов, wiss. Transliteration Leonid Maksimovič Leonov; * 19. Maijul. / 31. Mai 1899greg. in Moskau; † 8. August 1994 ebenda) war ein russischer Schriftsteller und Dramatiker.
Seine Kindheit und seine Knabenjahre verbrachte er teils in Moskau, teils in dem Dorf Poluchino des Gouvernements Kaluga. Schon als fünfzehnjähriger Gymnasiast begann er, Gedichte zu schreiben. Er machte sein Abitur 1918 und arbeitete während des Bürgerkrieges als Korrespondent.
Für seinen Roman Der russische Wald erhielt er 1957 als erster Erzähler den Leninpreis. Leonow galt als ein herausragender Vertreter des Sozialistischen Realismus. Doch ist sein spätes Werk nach Auffassung von Literaturkritikern von Dostojewski beeinflusst.
In seinen Büchern und Aufsätzen forderte Leonow ein Ende des Raubbaus an den russischen Naturressourcen sowie eine nachhaltige Forstwirtschaft. Er trat dafür ein, den Wald zu einem Rechtssubjekt zu erheben, hatte allerdings keinen Erfolg mit dieser Forderung. Er gilt als Begründer einer öffentlichen Diskussion über Umweltverschmutzung und andere ökologische Probleme in der Sowjetunion.
Барсуки / Barsuki (The Badgers, Die Dachse) 1924 russische Ausgabe; 4. Aufl. 1927
Вор / Wor (The Thief, Der Dieb) 1927
Соть / Sot (Werk im Urwald) 1930
Скутаревский / Skutarewski (Skutarevsky, Professor Skutarewski) 1932
Дорога на океан / Doroga na okean (The Road to Ocean, Weg zum Ozean) 1936
Русский лес / Russki les (The Russian Forest, Der russische Wald) 1953
Пирамида / Piramida (The Pyramid, Die Pyramide) 1994
Гибель Егорушки (Jegoruschkas Ende) 1922
Валина кукла (Waljas Puppe) 1922
Туатамур (Tuatamur) 1922 russische Ausgabe von 1924
Петрушинский пролом (Umsturz in Hahnendorf) 1922 russische Ausgabe von 1923
Деревянная королева (Die hölzerne Dame) 1923 russische Ausgabe von 1923
Конец мелкого человека (Des kleinen Mannes Ende, deutsch 1926) 1922, 1960
Aufzeichnungen etlicher Episoden, zu Papier gebracht in der Stadt Goguljow von Andrej Petrowitsch Kowjakin 1923. Dt. Aufzeichnungen eines Kleinstädters. Aus dem Russischen übertragen von Hans Ruoff. Klett-Cotta, Stuttgart 1992, ISBN 3-608-95943-2.