Leonard Freed (* 23. Oktober 1929 in Brooklyn in New York, NY, USA; † 30. November 2006 in Garrison, NY) war ein Fotograf und seit 1972 Vollmitglied bei Magnum Photos.
Leonard Freed stammt aus einer Familie von osteuropäischen, jüdischen Einwanderern. Zunächst wollte er ein Maler werden, doch mit 24 Jahren begann er auf einer Reise in den Niederlanden, Fotografien zu machen. Dies sagte ihm so gut zu, dass er es zu seiner Profession machen wollte. Nach seiner Rückkehr in die USA 1954 studierte er „design laboratory photography“ bei Alexey Brodovitch, dem Art Director von Harper’s Bazaar. Auf seiner ersten Reportagereise 1956 in Rom lernte er seine Frau Brigitte Klück kennen und heiratete sie 1958. Freed begann 1961, als freier Fotograf zu arbeiten.
Schon früh traf er auf Edward Steichen, der zu dieser Zeit der Direktor für Fotografie am Museum of Modern Art gewesen war. Steichen wollte ihm drei Fotografien für sein Museum abkaufen und sagte ihm, dass er einer der drei besten jungen Fotografen war, die er gesehen hatte. Er riet ihm, ein Amateur zu bleiben, da die beiden anderen nun kommerzielle Fotografie machten und uninteressant geworden seien. Der Verkauf an das MoMa kam dann nicht zustande, da Freed zu dieser Zeit die Kosten für eine professionelle Vergrößerung nicht aufbringen konnte.
1968 veröffentlichte er «Black in White America», einen Bildband über Afro-Amerikaner in Harlem, der als Beitrag zur US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung (Civil rights movement) Anerkennung fand. Bekannt geworden ist er weiterhin mit Fotoreportagen über die arabisch-israelischen Kriege von 1967 und 1973 und mit seinen realistisch gehaltenen Aufnahmen über den Alltag in einem New Yorker Polizeirevier in den späten 1970er-Jahren. 1980 publizierte er sein Buch «Police Work».
Seine klassischen Foto-Essays machte er nach seiner Anstellung bei Magnum Photos 1972 bei internationalen Magazinen wie Life, Look, Paris Match, Die Zeit, Der Spiegel, stern, The Sunday Times Magazine of London, Libération und Fortune.
Freed starb an Prostatakrebs und hinterließ seine Frau Brigitte sowie ihre gemeinsame Tochter, Elke Susannah Freed, ebenfalls in Garrison, New York.
The Photographer’s Gallery, London 1973
Museu d’indumentària, Barcelona 1993
Galerie Universidad, Salamanca 1994
Galerie du Chateau d’Eau, Toulouse 1987
Lee Gallery, Massachusetts 2000
Garrison Art Center, New York 2001
Galerie argus fotokunst, Berlin 2004, Made in Germany Vintage-Fotografien von Leonard Freed
Musée de l’Elysée, Lausanne: Leonard Freed: Worldview (Gesamtschau), 31. Mai bis 2. September 2007
c|o berlin, Berlin 19. Juli bis 5. Oktober 2008, Leonard Freed . Weltanschauung
Galerie argus fotokunst, Berlin 2008, Weltsicht - Weitsicht Fotografien von Leonard Freed
Joden van Amsterdam, Amsterdam 1959
Deutsche Juden heute, München 1965