Lars Nieberg (* 24. Juli 1963 in Wittingen) ist ein deutscher Springreiter.
Nieberg begann mit sechs Jahren auf dem elterlichen Reiterhof zu reiten. 1980 begann er seine Lehre als Bereiter beim späteren Bundestrainer der deutschen Springreiter, Herbert Meyer. Nach einer einjährigen Zwischenstation im Stall von Paul Schockemöhle ging er nach Hamburg in den Stall von Achaz von Buchwaldt, wo er bis 1990 als Bereiter tätig war. In Folge ging er auf Vermittlung von Herbert Meyer nach Hessen, wo er eine Bereitertätigkeit im Gestüt Wäldershausen aufnahm. Im April 1994 übernahm er hier auch die Gestütsleitung.
Niebergs internationale Karriere begann 1990. Mitte der 1990er Jahre erreichte er die Weltspitze. Nachdem er 2005 und 2006 Pferde aus dem Sport verabschiedete, führten Verletzungen der verbleibenden Sportpferde dazu, dass es in Niebergs Karriere zu mehreren Rückschlägen kam.
Nachdem er 2009 wieder vermehrt Turniererfolge verzeichnen konnte, kündigte die Eigentümerin des Gestütes Wäldershausen im Oktober 2009 an, sich aus dem Pferdesport zurückzuziehen. Zum 1. April 2010 pachtete Lars Nieberg daraufhin das Gestüt Wäldershausen und reduzierte aus wirtschaftlichen Gründen den Pferdebestand von 70 auf etwa 30 Pferde. Den ehemals von Nieberg gerittenen Hengst Giorgio, der nach Ungarn verpachtet war, wollte Nieberg zur Zucht zurückholen.
Im Januar 2013 wurde er zu einem der Stellvertreter der Aktivensprecher der Springreiter gewählt.
Zum 1. März 2013 übernahm Nieberg die Nachfolge von Kurt Gravemeier als Leiter des Gut Berl. Auf dem Gut von Hendrik Snoek betreut er Zucht, Aufzucht und Ausbildung der jungen Pferde, daneben trainiert er die Reiter des Gutes. Das Gestüt Wäldershausen wurde im Gegenzug verkleinert, Nieberg ist seitdem im Münsterland ansässig. Bereits im Laufe des Jahres 2013 wurde das Gestüt Wäldershausen dann doch neu verpachtet.
Im Jahr 2018 zog sich Lars Nieberg aus dem internationalen Turniersport zurück. Für 50 Nationenpreisteilnahmen wurde ihm im Januar 2019 das FN-Ehrenzeichen in Gold mit Lorbeer verliehen.
Foster (* 2008), dunkelbrauner Hannoveraner Hengst, Vater: For Edition, Muttervater: Adlantus As; ab Herbst 2018 von Alessandra Volpi geritten
Nabab de Revel (* 2004), dunkelbrauner Belgischer Warmblut-Wallach, Vater: Nabab de Reve, Muttervater: Heartbreaker, bis Herbst 2014 von Katrin Eckermann geritten, ab April 2018 von Max Nieberg geritten
Leonie W. (* 2003), braune Westfälische Stute, Vater: Larenco, Muttervater: Grandeur; zuletzt 2017 im internationalen Sport eingesetzt
Galippo (* 2001), fuchsfarbener Hannoveraner Wallach, Vater: Giorgio, Muttervater: For Pleasure; zuletzt 2016 im internationalen Sport eingesetzt
Levito (* 1999), dunkelbrauner Rheinischer Warmblut-Wallach, Vater: Lupicor, Muttervater: Indorado, ab 2013 von Tobias Woltering geritten
Lord Luis (* 1998), dunkelbrauner Holsteiner Wallach, Vater: Lord Luis, Muttervater: Alcatraz, bis Mitte 2009 von Alois Pollmann-Schweckhorst geritten, Mitte Juni 2011 verkauft
Lucie (* 1993), braune Hannoveraner Stute, Vater: Landadel, Muttervater: Gralsritter, im Dezember 2011 aus dem Sport verabschiedet
Adlantus As FRH (* 1993), dunkelbrauner Hannoveranerhengst, Vater: Argentinus, Muttervater: Lantaan
Fighting Alpha (* 1991, ursprünglich Jazeker P), brauner KWPN-Hengst, Vater: Fruhling (Landjonker), Muttervater: Farn
Loreana (* 1990), braune Holsteiner Stute, Vater: Lord, Muttervater: Othello, 2006 aus dem Sport verabschiedet
Giorgio (* 1987), fuchsfarbener Westfalenhengst, Vater: Graziano, Muttervater: Pilot, aus dem Sport verabschiedet