Lana Del Rey (* 21. Juni 1985 in New York City als Elizabeth Woolridge Grant) ist eine US-amerikanische Sängerin und Songwriterin. Sie gilt wegen ihres melancholischen Stils und ihrer charakteristischen Stimme als eine der einflussreichsten Sängerinnen ihrer Generation.
Lana Del Reys Musik basiert auf einer Mischung aus Indie-Pop und Alternative, in die sie weitere Stilrichtungen einbringt. Ihre Musik wird oft als „Hollywood Sadcore“ bezeichnet, da sie in ihren Texten über Themen wie Liebe, Einsamkeit und den amerikanischen Traum singt. Im Stil bezieht sie sich auf Americana der 1950er und 1960er Jahre.
Del Rey begann ihre Karriere im Jahr 2007 unter dem Namen Lizzy Grant und veröffentlichte ihr erstes Album Lana Del Ray a.k.a. Lizzy Grant im Jahr 2010. Ihr internationaler Durchbruch kam mit dem Song Video Games (2011) und ihrem zweiten Studioalbum Born to Die, das eines der bestverkauften Alben des Jahres 2012 war. Seither veröffentlichte sie sieben weitere Alben und eine EP, die ebenfalls alle Top-Platzierungen in den Charts erreichten.
Lana Del Rey wurde als Elizabeth Woolridge Grant in Manhattan geboren und wuchs in Lake Placid im Bundesstaat New York auf. In den späten 1990er Jahren war sie ein Fotomodell für Abercrombie & Fitch, zusammen mit Lindsay Lohan war sie auf Einkaufstaschen des Modelabels zu sehen. In jungen Jahren hatte Del Rey Alkohol- und Drogenprobleme. Als diese zu schlimm wurden, schickten ihre Eltern sie mit vierzehn Jahren für ein Jahr auf die Kent-Schule, ein episkopales Internat in Kent, Connecticut, um auszunüchtern und ihre Alkoholprobleme zu überwinden. Sie berichtete außerdem, dass sie sich schon in jungen Jahren viel mit dem Tod beschäftigte und Probleme hatte, in ihrer Jugend Freunde zu finden. Ab ihrem 18. Lebensjahr war sie als Sozialarbeiterin in New Yorker Obdachlosenheimen und in Rehabilitationszentren für Alkoholiker und andere Drogensüchtige tätig. 2008 machte sie den Bachelor of Arts in Philosophie an der Fordham University. Bis zu ihrem 23. Lebensjahr lebte sie in einem katholischen Umfeld; sie war Mitglied des Kirchenchors.
Lana Del Rey lebt in Los Angeles und steht beim Plattenlabel Universal unter Vertrag.
Von August 2011 bis Juni 2014 war sie mit dem schottischen Sänger Barrie-James O’Neill von der Band Kassidy liiert. Nach zwischenzeitlichen Beziehungen mit dem italienischen Fotografen Francesco Carrozzini und dem Polizisten und Reality-TV-Star Sean „Sticks“ Larkin war Del Rey mit dem Musiker und Sänger Clayton Johnson verlobt, von dem sie sich 2021 wieder trennte. Im März 2023 wurde bekannt, dass sie sich mit dem Musiker Evan Winiker verlobt hatte, jedoch wurde diese Verbindung wieder aufgelöst. Am 26. September 2024 heiratete sie den Sumpfbootkapitän und dreifachen Vater Jeremy Dufrene in Des Allemands, Louisiana.
2003–2010: Beginn der Karriere
Im Alter von 17 Jahren begann ihre musikalische Karriere. Sie trat anfangs unter mehreren Pseudonymen mit Gitarre oder kleinem Ensemble in kleineren Clubs in Brooklyn und in der Lower East Side auf. Zwischen 2005 und 2006 nahm sie unter dem Pseudonym May Jailer das Album Sirens auf, das im Mai 2012 an die Öffentlichkeit gelangte. Im Jahr 2010 veröffentlichte sie unter dem Künstlernamen Lizzy Grant das Album Lana Del Ray a.k.a. Lizzy Grant.
Ihren heutigen Künstlernamen wählte sie nach dem Ort Delray Beach in Florida. Ihr Freund aus dieser Zeit stammte von dort und sie war häufig in Miami und in Kontakt mit spanischsprachigen kubanischen Freunden:
2011–2013: Musikalischer Durchbruch mit Born to Die
Vor ihrem Durchbruch war sie mit Mando Diao auf Tour gegangen. Sie war an den Aufnahmen des MTV-Unplugged-Albums Above and Beyond beteiligt, das im November 2010 veröffentlicht wurde.
Im Jahr darauf veröffentlichte sie ihren Titel Video Games. Bei YouTube erreichte er innerhalb eines Monats über eine Million Aufrufe. Mittlerweile wurde das Video mehr als 317 Millionen Mal angesehen (Stand: 29. März 2023). Zudem erreichte das Lied Platz eins der deutschen Singlecharts. Ihre ersten Auftritte mit dem neuen Album vor deutschem Publikum hatte Lana Del Rey in der am 12. November 2011 ausgestrahlten Folge der ARD-Sendung Inas Nacht sowie bei zwei ausverkauften Konzerten ebenfalls am 12. November 2011 in Köln und am 14. November 2011 in Berlin. In Frankreich, Österreich und der Schweiz kam das Lied auf Platz zwei, in vielen Ländern erhielt es Gold- und Platinauszeichnungen.
Das Album Born to Die erschien am 27. Januar 2012. Es erreichte unter anderem Platz eins der Charts in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Großbritannien sowie Platz zwei in den Vereinigten Staaten. Das Video zur gleichnamigen Singleauskopplung wurde bereits im Dezember des Vorjahres veröffentlicht.
Als dritte Single erschien am 22. Juni 2012 in Deutschland der Song Summertime Sadness. Er erreichte die Top fünf in Deutschland und der Schweiz. Eine Veröffentlichung in den USA oder Großbritannien war nicht vorgesehen. In diesen Ländern wurde dafür National Anthem als Single veröffentlicht.
Das Album wurde unter dem Namen Born to Die – The Paradise Edition, auf dem acht neue Songs enthalten sind, am 16. November 2012 neu veröffentlicht. Im Zuge einer H&M-Kampagne veröffentlichte Lana Del Rey vorab den Song Blue Velvet, ein Cover des Songs von Bobby Vinton. Die Single erschien am 20. September 2012 und platzierte sich in den Charts, unter anderem in Großbritannien. Die erste Single aus der Neuauflage war der Song Ride, der am 25. September veröffentlicht wurde. Der Song Burning Desire wurde als Download bereitgestellt. Als weitere Single erschien der Titel Dark Paradise am 1. März 2013. Der Song Young & Beautiful, ein Teil des Soundtracks zum Film The Great Gatsby, erschien am 23. April 2013, das dazugehörige Video einen Tag davor. In den USA ist dies Del Reys erfolgreichste Single nach Video Games. Sie erreichte Platz 22 der Billboard Hot 100. Das Album Born to Die verkaufte sich weltweit mehr als fünf Millionen Mal und war auf dem fünften Platz der bestverkauften Alben des Jahres 2012.
Von April bis September 2013 war sie auf großer Europatournee. Die Paradise Tour für Europa begann am 3. April in Amnéville (Frankreich) und endete am 20. September 2013 in Istanbul. Im Verlauf der Tour trat sie Ende April 2013 auch in Berlin, Düsseldorf, Wien, Frankfurt und München auf. Im November 2013 schloss sie die Paradise Tour mit Auftritten in Lateinamerika ab.
2014–2015: Ultraviolence und Honeymoon
Die ersten Arbeiten an einem neuen Studioalbum nahm sie im Februar 2013 auf. Laut eigener Aussage solle dieses „etwas reduzierter“, aber immer noch „filmisch und düster“ werden.