Lajos Koltai [ˈlɒjoʃ ˈkoltɒi] (* 2. April 1946 in Budapest) ist ein ungarischer Kameramann und Filmregisseur. Er wurde vor allem durch seine Arbeiten für den ungarischen Regisseur István Szabó bekannt.
Koltai studierte ab 1965 an der Budapester Schauspiel- und Filmhochschule (Színház- és Filmművészeti Főiskola) bei György Illés. Zu Beginn seiner Karriere war er mehrfach für Filme von Márta Mészáros als Kameramann verantwortlich. International bekannt wurde er mit der Arbeit an Mephisto unter der Regie von István Szabó. Szabó hat ihn zwischen 1980 und 2020 dreizehnmal als Kameramann eingesetzt. Seit 1987 lebt Koltai in den USA.
2005 stellte er seine erste Regiearbeit vor. Er verfilmte den autobiografischen Roman Fateless – Roman eines Schicksallosen des ungarischen Literaturnobelpreisträgers Imre Kertész. 2007 drehte er Spuren eines Lebens mit Vanessa Redgrave in der Hauptrolle.
1975: Adoption (Örökbefogadás) – Regie: Márta Mészáros
1979: Veras Erziehung (Angi Vera) – Regie: Pál Gábor
1980: Zimmer ohne Ausgang (Bizalom) – Regie: István Szabó
1980: Der grüne Vogel – Regie: István Szabó
1981: Mephisto – Regie: István Szabó
1983: Katzenspiel – Regie: István Szabó
1984: Bali – Regie: István Szabó
1984: Der Snob – Regie: Wolfgang Staudte
1985: Oberst Redl – Regie: István Szabó
1987: Gaby – Eine wahre Geschichte (Gaby: A True Story) – Regie: Luis Mandoki
1988: Hanussen – Regie: István Szabó
1989: Homer und Eddie (Homer and Eddie) – Regie: Andrei Kontschalowski
1989: Georg Elser – Einer aus Deutschland – Regie: Klaus Maria Brandauer
1990: Frühstück bei ihr (White Palace) – Regie: Luis Mandoki
1991: Die wahren Bosse – Ein teuflisches Imperium (Mobsters) – Regie: Michael Karbelnikoff