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Léon Perrier

Französischer Politiker, Mitglied der Nationalversammlung

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Léon Perrier (geboren am 1. Februar 1873 in Tournon-sur-Rhône; gestorben am 24. Dezember 1948 in Avignon) war ein französischer Politiker der Dritten Republik und ein Résistant.

Perrier stammte aus einer Familie von Landwirten und Kaufleuten. Er studierte an der Universität Grenoble, war dort von 1894 bis 1910 Leiter des Labors für Zoologie und Biologie und anschließend stellvertretender Direktor des Meeresforschungslabors der Universität Montpellier. Er veröffentlichte Studien zur Zoologie und zur Landwirtschaft.

Er gehörte ab 1907 dem Generalrat des Départements Isère an. Von 1920 bis 1940 war er dessen Vorsitzender. Als Mitglied der Parti républicain, radical et radical-socialiste – die trotz ihres Namens eher der politischen Mitte zuzurechnen ist – wurde er bei den Wahlen von 1910 in die Abgeordnetenkammer gewählt. Dort war er bis 1919 vertreten; von 1920 bis 1941 war er Mitglied des Senats.

Zwischen 1925 bis 1928 war er in mehreren Regierungen Kolonialminister.

Bei der Abstimmung über die diktatorischen Vollmachten für Philippe Pétain am 10. Juli 1940 enthielt sich Perrier der Stimme – was bereits ein Akt des Widerstands war. Im September 1941 wurde er wegen seiner Verbindungen zur Résistance, der er Informationen lieferte, verhaftet und in Vals-les-Bains interniert.

Alfred Salinas: L’État clientéliste. Bruyère, 2000, ISBN 978-2-84014-623-0, S. 15 f., 233–236 (Das Buch enthält eine Kurzbiographie Perriers).

Léon Perrier. In: Assemblée nationale. Abgerufen am 5. August 2026 (französisch).

PERRIER Léon Ancien sénateur de l’Isère. In: Sénat. Abgerufen am 5. August 2026 (französisch).

PERRIER Laurent Léon Francis. In: La France savante. Abgerufen am 5. August 2026 (französisch).

Angaben zu Léon Perrier in der Datenbank der Bibliothèque nationale de France.

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