Léon Pierre Herpin (Nachname gesprochen [ɛʀˈpɛ̃ˑ]; * 12. Oktober 1841 in Granville; † 25. Oktober 1880 in Paris) war ein französischer Landschaftsmaler.
Herpin war ein Schüler der Maler Jules André, Charles Busson und Charles-François Daubigny, von denen er eine umfassende Ausbildung erhielt. Mit 27 Jahren debütierte er beim Pariser Salon 1868 mit zwei Landschaftsbildern, welche noch ganz im Stil Daubignys gehalten waren. In den Ausstellungen des Pariser Salons 1878 und 1879 zeigte Herpin seinen eigenen Stil. In einen Werken fertigte er Landschaftsbilder aus der Umgebung von Paris, die zumeist in Morgen- oder Abendstimmung gehalten waren. Damit konnte Herpin teilweise seine Lehrer überflügeln. Er starb in seinem Haus in der Rue Notre-Dame-des-Champs 54 im Alter von 39 Jahren. Die Werke aus seinem Atelier wurden im Februar 1881 verkauft.
1883 kam es anlässlich einer Ausstellung französischer Kunst im Münchener Glaspalast zu einer nachträglichen Gesamtschau von Herpins Werk.
Herpin war mit einer geborenen Bourey verheiratet.
Er hatte eine Schwester Élodie Herpin und einen Bruder Émile Herpin. Die Trauerfeier fand am 27. Oktober 1880 in der Kirche Notre-Dame-des-Champs am Boulevard du Montparnasse, die Beisetzung auf dem Friedhof von Auteuil statt.
1868: Das Seineufer bei Sèvres
1868: Motiv aus dem Wald von Fontainebleau
Sonnenuntergang und Sonnenaufgang in Bas-Meudon (2 Pendants)
Ansicht aus dem Wald von Sèvres
Vue du pont Sainte-Marie à Paris
Ansicht von der Insel Chausey (Manche) bei Morgenstimmung
Die Hügel von Moulinaux an der Seine
Ansicht von der Brücke von Sèvres
1878: Paris vu du Pont Saint Pèrre (‚Paris von der Brücke St.-Pierre aus gesehen‘, Musée du Luxembourg)
1879: Paris vu du Pont Neuf, en 1878 (‚Paris vom Pont Neuf aus, 1878‘, von der Stadt Paris erworben, kam ins Cabinet du Président du Conseil générale)
Schloss Gaillard und das Petit-Andelys
Herpin (spr. erpäng), Léon, franz. Maler. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 8, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig/Wien 1885–1892, S. 441.
Herpin, Léon Pierre. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 16: Hansen–Heubach. E. A. Seemann, Leipzig 1923, S. 531 (Textarchiv – Internet Archive).