Kyle Thomas Busch (* 2. Mai 1985 in Las Vegas, Nevada; † 21. Mai 2026 in Charlotte, North Carolina) war ein US-amerikanischer Automobilrennfahrer. Er fuhr zuletzt den Toyota Camry mit der Startnummer 18 für Joe Gibbs Racing in der NASCAR Cup Series, einen Camry mit der Startnummer 54 für Joe Gibbs Racing in der NASCAR Xfinity Series. Er ist der Fahrer mit den meisten Siegen aller Zeiten sowohl in der Xfinity Series als auch der Gander Outdoors Truck Series. Seine Rennfahrerkarriere begann er mit Rennen auf dem sogenannten Bullring auf dem Las Vegas Motor Speedway.
Häufig wurde er mit Spitznamen Shrub genannt, da er der jüngere Bruder von Kurt Busch war und ein kleiner Busch in den Vereinigten Staaten oftmals als „shrub“ bezeichnet wird. Seit 2010 war er mit Samantha, geborene Sarcinella, verheiratet. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor. Busch starb im Mai 2026 im Alter von 41 Jahren an einer Sepsis infolge einer Lungenentzündung.
NASCAR Camping World Truck Series
Im Alter von 16 Jahren startete Busch in der NASCAR Craftsman Truck Series für Roush Racing als Ersatzfahrer, nachdem die beiden Fahrer des Teams in der Mitte der Saison 2001 abgelöst worden waren. In den sechs Rennen, die er in dieser Saison an den Start ging, erlangte Busch zwei Top-10-Ergebnisse.
Busch war der schnellste Fahrer im Training zum Rennen der Craftsman Truck Series der Saison 2001 auf dem California Speedway in Fontana, als er von Offiziellen von CART der Strecke verwiesen wurde, weil das American Racing Wheels 200 Teil eines Rennwochenendes der CART FedEx Championship Series war, welches von der Zigarettenmarke Marlboro gesponsert wurde. Marlboro verwies Busch aus dem Garagenbereich aufgrund des Master Settlement Agreement von 1998, wonach Personen unter 18 Jahren nicht an Veranstaltungen teilnehmen dürfen, die von Tabakfirmen gesponsert werden.
Sechs Wochen nach diesem Vorfall beschloss NASCAR ein Mindestalter von 18 Jahren für Fahrer, um weiteren Vorfällen dieser Art vorzubeugen, nachdem mit Winston ebenfalls ein Tabakhersteller Sponsor der obersten Rennserie geworden war. Ab dem Jahr 2007 wurde diese Regelung wieder geändert, so dass in der Grand National und Whelen Modified Series nun auch Fahrer ab 16 Jahren teilnehmen dürfen.
Nach Inkrafttreten der Regelung wechselte Busch von NASCAR zur American Speed Association, einer Rennserie im Mittleren Westen der USA. Er beendete die Saison 2002 als Achter in der Meisterschaft.
Im Jahr 2004 fuhr Busch ein Rennen für Morgan-Dollar Motorsports im Acxiom Chevrolet Silverado mit der Startnummer 47.
In der Saison 2005 kehrte Busch in die Craftsman Truck Series für einige Rennen zurück und fuhr den Chevrolet für Billy Ballew Motorsports, mit dem er die Rennen auf dem Lowe’s Motor Speedway, Dover International Speedway und das Herbstrennen auf dem Atlanta Motor Speedway gewinnen konnte. Alle drei Rennen gingen über eine Distanz von 200 Meilen. Busch wurde zum jüngsten Rennfahrer, der ein Rennen der Truck Series im Alter von 20 Jahren und 19 Tagen gewinnen konnte.
Busch wiederholte seinen Sieg auf dem Lowe’s Motor Speedway in der Saison 2006 in einem Wagen mit Speziallackierung, wie ihn Rowdy Burns in Tage des Donners fuhr, als Tribut an Bobby Hamilton, dem Stuntfahrer während der Dreharbeiten zum Film.
Das erste Rennen der Saison 2008 beendete Busch als Zweiter, die nächsten beiden Rennen gewann er jeweils. Nach einem achten Platz beim North Carolina Education Lottery 200 wurde er beim Sam’s Town 400, dem neunten Rennen der Saison, in Texas Zweiter. In Michigan wurde er Siebter und verlor damit einen Platz im Vergleich zum Start. Den dritten Saisonsieg erzielte Busch beim O’Reilly 200 in Bristol.
Als Busch seinen 18. Geburtstag feierte, tat er sich mit Hendrick Motorsports zusammen, um sechs Rennen in der NASCAR Busch Series auf ausgewählten Strecken zu fahren. Dabei fuhr er den Ditech.com Chevrolet Monte Carlo mit der Startnummer 87. Damit erreichte er einen zweiten Platz beim Rennen im Mai auf dem Lowe’s Motor Speedway. Ebenfalls mit Hendrick ging er in ausgewählten Rennen der ARCA RE/MAX Series an den Start, von denen er die auf dem Kentucky Speedway und dem Nashville Superspeedway gewinnen konnte.
Seine erste volle Saison in der zu jener Zeit noch Busch Series genannten Nationwide Series fuhr Kyle Busch im Jahre 2004, als er den Wagen von Brian Vickers übernahm, der zuvor in den Sprint Cup gewechselt war. Gleich im zweiten Rennen in Rockingham erreichte er ein Top-10-Resultat, im fünften Rennen die erste Pole-Position und seinen ersten Sieg beim Funai 250 im Mai auf dem Richmond International Raceway. Insgesamt gewann Busch fünf Rennen in der Saison 2004 und beendete die Saison als Zweiter in der Meisterschaft nach Martin Truex junior Zugleich sicherte er sich den Titel als Rookie des Jahres in der Busch Series. Weitere Siege folgten beim Carquest Auto Parts 300 auf dem Lowe’s Motor Speedway im Jahre 2005 sowie beim Sharpie Mini 300 auf dem Bristol Motor Speedway im Jahre 2006.
In der Nationwide Saison 2008 schloss er die ersten beiden Rennen als Zweiter ab. Seinen ersten Sieg der Saison erfuhr er sich beim O’Reilly 300. In der Woche darauf siegte er erneut beim Bashas’ Supermarkets 200 sowie auch erneut in der Folgewoche beim Corona México 200 in Mexiko-Stadt. Den nächsten Sieg fuhr er sich beim Carquest Auto Parts 300 auf dem Lowe’s Motor Speedway ein. In Dover wurde er wegen eines Unfalls auf Platz 28 zurückgeworfen. Beim 14. Saisonrennen in Nashville wurde er nach einem Unfall 20. In Kentucky wurde er nach einem eigenverschuldeten Dreher 30. Beim zweiten Daytona-Rennen wurde er hinter seinem Teamkollegen Denny Hamlin Zweiter. Auf dem Chicagoland Speedway konnte er mit dem Dollar General 300 seinen fünften Saisonsieg einfahren, nachdem er in Runde 155 von 200 bereits einen 10-Sekunden-Vorsprung gehabt hatte. Das Kroger 200 gewann er nach 197 von 200 Führungsrunden. Das Zippo 200 auf dem Watkins Glen International beendete Busch hinter Marcos Ambrose als Zweiter, nachdem er zwischenzeitlich durch technische Probleme bis auf Platz 24 zurückgefallen war. Er fuhr in diesem Rennen erstmals mit dem Wagen Nummer 92 von D’Hondt Motorsports.
Monster Energy NASCAR Cup Series
In der Saison 2004 fuhr er insgesamt sechs Rennen im Carquest Chevrolet mit der Startnummer 84 für Hendrick Motorsports. Seine beste Platzierung der Saison war ein 24. Platz auf dem California Speedway.
Nach der Ankündigung, dass Terry Labonte in der Saison 2005 und 2006 nur noch ausgewählte Rennen fahren würde, übernahm Busch den Kellog’s/Carquest Chevrolet mit der Startnummer 5 für Hendrick Motorsports.
Den ersten Sieg in einem Rennen des Sprint Cups, der zu dieser Zeit noch Nextel Cup hieß, gelang ihm beim Sony HD 500 auf dem California Speedway in Fontana im September 2005. Busch war damit der jüngste Fahrer, dem ein Sieg im Cup mit einem Alter von 20 Jahren und 125 Tagen gelang (nur vier Tage jünger als der vorherige Rekordhalter Donald Thomas), ehe Joey Logano diesen Rekord 2009 unterbot. Zwei Monate später gelang ihm im November 2005 ein weiterer Sieg auf dem Phoenix International Raceway. Damit sicherte er sich für die Saison 2005 den Titel Rookie des Jahres.