An diesem Tag

Kurt Groeschel

Deutscher Generalarzt des Heeres der Bundeswehr

Anúncio

Kurt Karl Groeschel (* 3. Juli 1909 in Leutkirch im Allgäu auf Schloss Zeil; † 20. Januar 2002 in Konstanz) war ein deutscher Generalarzt des Heeres der Bundeswehr.

Groeschel, Sohn eines Medizinalrates und Arztes, studierte von 1928 bis 1933 Humanmedizin an den Universitäten in Tübingen, München und Wien. Am 1. Juli 1934 erfolgte die Ernennung zum Unterarzt sowie die Promotion zum Doktor der Medizin und am 1. Juli 1935 die Approbation zum Arzt sowie die Ernennung zum Assistenzarzt, was dem Dienstgrad Leutnant entsprach. Am 1. Januar 1934 trat er als Sanitätsoffizier-Anwärter beim Infanterie-Regiment 8 in Liegnitz in die Reichswehr ein. Anschließend war er von Juli 1934 bis September 1936 Hilfsarzt in der Lazarett-Abteilung der Sanitäts-Abteilung 5 in Ulm, währenddessen er 1935 zur Kriegsschule Dresden kommandiert und im Juli 1935 an der Universität in Berlin war sowie am 1. April 1936 zum Oberarzt ernannt wurde, was dem Dienstgrad eines Oberleutnants entsprach. Vom Oktober 1936 bis März 1938 war er Standort- und Bataillonsarzt im Maschinengewehr-Bataillon 5 in Lahr und Offenbach am Main, unterbrochen von einer dreimonatigen gynäkologischen Fortbildung an der Landeshebammenschule in Stuttgart-Bad Cannstatt vom November 1936 bis Januar 1937. Im April 1938 wurde er Stabsarzt und war von April 1938 bis August 1938 war er Adjutant des Heeresgruppenarztes 2 in Kassel, später in Frankfurt am Main.

Zum Beginn des Zweiten Weltkrieges war Groeschel vom 26. August 1939 bis Mai 1940 Adjutant des Korpsarztes des IX. Armee-Korps und besuchte währenddessen 1940 eine Fortbildung in Tropenmedizin an der Militärärztlichen Akademie in Berlin. Vom 27. Mai 1940 bis Januar 1942 war er Kompaniechef der Sanitäts-Kompanie 2/152 (motorisiert) in Luxemburg, Frankreich und der Sowjetunion, wurde im Februar 1942 Oberstabsarzt, war von Februar bis Dezember 1942 Stabsoffizier zur besonderen Verwendung beim Ersten Generalstabsoffizier Armeearzt 12 auf der Balkanhalbinsel, von Januar 1943 bis April 1944 Organisations-Referent beim Heeresgruppenarzt der Heeresgruppe E in Griechenland und dabei vom 25. Oktober bis November 1943 im Kriegslazarett 4/602 in Saloniki in Griechenland, wurde im Februar 1944 Oberfeldarzt, war von April bis Dezember 1944 im Hygienekommando in der Sanitäts-Abteilung Prag, vom Januar bis März 1945 Leiter des Feldhygienelabors in Kolberg und Gotenhafen und von März bis Mai 1945 Divisionsarzt der 19. Panzer-Division in Schlesien und Mähren.

Ab Mai 1945 war er in Kriegsgefangenschaft der Sowjetunion aus der ihm im Juli 1945 die Flucht gelang. Vom August 1945 bis März 1956 war er selbständiger praktischer Arzt und Geburtshelfer in Biberach an der Riß.

Am 23. März 1956 trat Groeschel als Oberfeldarzt in die Bundeswehr ein und war bis Januar 1958 Referatsleiter IV H 2 im Bundesministerium für Verteidigung in Bonn. Von Februar 1958 bis Juli 1958 war er Chefarzt am Zentrallazarett Koblenz und von Juli 1958 bis Januar 1961 Unterabteilungsleiter I in der Inspektion des Sanitäts- und Gesundheitswesens im Bundesministerium für Verteidigung in Bonn, wo er am 31. Januar 1958 zum Oberstarzt ernannt wurde. 1960 überlebte er einen Flugzeugabsturz mit einer Dornier Do 27 während eines Manövers. Von Januar 1961 bis März 1962 war er Wehrbereichsarzt im Wehrbereichskommando IV in Mainz.

Von April 1962 bis September 1965 war Groeschel Kommandeur der Sanitätsschule der Bundeswehr in München, wo er am 10. April 1963 zum Generalarzt ernannt und die unter ihm zum 1. Februar 1965 in Sanitätsakademie der Bundeswehr umbenannt wurde. Im Oktober 1965 wurde er Inspizient des Sanitätswesens im Kommando Territoriale Verteidigung in Bad Godesberg und Ablauf des März 1968 in den Ruhestand versetzt.

Groeschel war verheiratet und hatte drei Kinder.

1942: Eisernes Kreuz I. Klasse

1944: Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern II. Klasse

1968: Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Liste der Generale des Heeres der Bundeswehr

Unregelmäßigkeiten der fötalen Herztöne in der Schwangerschaft (im wehenlosen Uterus). Laupheim 1935, DNB 570663466 (58 S., Dissertation).

Dermot Bradley, Heinz-Peter Würzenthal, Hansgeorg Model: Die Generale und Admirale der Bundeswehr 1955–1997 – Die militärischen Werdegänge (= Dermot Bradley [Hrsg.]: Deutschlands Generale und Admirale. Teil VIb). Band 2, Teilband 1, Gaedcke – Hoff. Biblio-Verlag, Osnabrück 2000, ISBN 3-7648-2562-6, S. 130–133.

Clemens Range: Kriegsgedient – Die Generale und Admirale der Bundeswehr. Translimes Media Verlag, Müllheim-Britzingen 2013, ISBN 978-3-00-043646-8, S. 174.

Anúncio

Bald in der World in Stories App

Audio, Offline-Download, keine Werbung und mehr.

Premium entdecken
Kurt Groeschel | World in Stories