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Krzysztof Knittel

Polnischer Komponist

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Krzysztof Knittel (* 1. Mai 1947 in Warschau) ist ein polnischer Komponist und Improvisationsmusiker (Synthesizer, Stimme).

Knittel studierte Tonregie und Komposition bei Tadeusz Baird, Andrzej Dobrowolski und Włodzimierz Kotoński sowie Computermusik bei Lejaren Hiller an der Musikakademie Warschau. Ab 1973 arbeitete er mit dem Experimentalstudio des polnischen Rundfunks zusammen. 1975 studierte er Programmieren am mathematischen Institut der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Daneben nahm er 1974 und 1976 an den Darmstädter Ferienkursen teil.

Er war Mitbegründer mehrerer Ensembles für live-elektronische und Improvisationsmusik: der Grupy Kompozytorskiej KEW mit Elżbieta Sikora und Wojciech Michniewski (1973–1976), des Cytula Tyfun da Bamba Orkiester mit Andrzej Bieżan, Mieczysław Litwiński und Tadeusz Sudnik (1981), des Niezalezni Studio Muzyki Elektroakustycznej mit Stanisław Krupowicz und Paweł Szymański (1982–1984), der Gruppe Light from Poland mit den Dichtern Tadeusz Sławek, Mieczysław Litwiński und Bogdan Mizerski und des European Improvisation Orchestra (1996–1998). Mit Marek Chołoniewski und Włodzimierz Kiniorski gründete er 1999 das Trio CH&K&K, mit Jerzy Kornowicz, Ryszard Latecki und Tadeusz Wielecki 2004 das Improvisationsensemble Kawalerowie błotni (The Mud Cavaliers), in dem er sich mit Intuitiver Musik beschäftigt.

Knittel gab Kurse und Seminare für neue Musik in Kazimierz Dolny, München, Boston, Philadelphia, Barcelona, Alicante, Budapest, Prag und Vitasaari. Für sein Streichquartett zu Ehren des ermordeten Paters Jerzy Popiełuszko erhielt er 1985 einen Preis der Gewerkschaft Solidarność. Von 1995 bis 1998 war er Direktor des Musikfestivals Warschauer Herbst. 1998 erhielt er einen Preis der New Yorker Foundation for Contemporary Performing Arts. Seit 2001 unterrichtete er an der Musikakademie Lodz, seit 2007 ist er Lehrer an der Musikakademie Krakau.

punkty/linie, für Klarinette, Tonband und Dias, 1973

440 für Violine, Klavier und Tonband, 1973

forma A, forma E für Bläserquintett und Spotlights, 1973

à la Santé für Klarinette, Posaune, Cello und Klavier, 1974

objazd, zdarzenie muzyczne für Sprecher, Cello, Klavier, Perkussion und Tonband, 1974

Drugi poemat tajemny, elektronische Musik (mit Elżbieta Sikora und Wojciech Michniewski), 1974

Lipps für Jazztrio und Sinfonieorchester, 1974–1978

W Tatrach, elektronische Musik (mit Elżbieta Sikora und Wojciech Michniewski), 1975

Strefy przylegania, elektronische Musik (mit Elżbieta Sikora und Wojciech Michniewski), 1975

Robak Zdobywca, Musik für Tonband, 1976

I Kwartet smyczkowy „Ursus“ (Streichquartett), 1976

dorikos, sieben Miniaturen für Streichquartett, 1976–1977

resztki, Musik für Tonband, 1978

Glückspavillon dla Kasi, Musiktheater für Tuba und Tonband, 1978

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