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Kroatien

Staat in Südosteuropa

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Kroatien (kroatisch [xř̩ʋaːtskaː], amtlich , d. h. Republik Kroatien) ist ein demokratischer Verfassungsstaat in der Übergangszone von Mittel- bzw. Ostmitteleuropa und Südosteuropa.

Das Staatsgebiet Kroatiens erstreckt sich über ein teils in der Pannonischen Tiefebene liegendes kontinentales Binnenland, verbunden mit einem entlang der östlichen Adria verlaufenden mediterranen Küsten- und Hinterland, welches vom Dinarischen Gebirge als Wasserscheide zwischen Adria und Donau durchzogen wird. Hauptstadt von Kroatien ist Zagreb, die größte Stadt vor Split, Rijeka und Osijek. Neben der Titularnation der Kroaten sind auch nationale Minderheiten Teil des Staatsvolks, von denen die serbische die zahlenmäßig größte ist.

Die Wirtschaft Kroatiens wird stark vom Tourismus bestimmt, so dass 2019 die Einnahmen daraus 19,2 % des Bruttoinlandsprodukts ausmachten. Kroatien ist Mitglied der Vereinten Nationen, der Europäischen Union, der NATO, der OSZE und der Welthandelsorganisation. Seit 2023 gehört Kroatien zum Schengen-Raum und zur Eurozone.

Das Staatsgebiet umfasst 88.073 km², wovon 56.594 km² auf Land- und 31.479 km² auf Seeterritorium entfallen. Kroatien erstreckt sich über einen kontinentalen Nordteil, zu dem ein Teil der Dinariden und der Pannonischen Tiefebene gehört, und einen langen Küstenstreifen, an deren schmaler Nahtstelle südwestlich von Zagreb sich das Territorium stark verengt. Die östliche Adriaküste wird geographisch im Allgemeinen der Balkanhalbinsel oder Südosteuropa zugeordnet. Der Ständige Ausschuss für geographische Namen empfahl 2005 die Zuordnung Kroatiens zu Mitteleuropa auf Grund eines kulturräumlichen Mitteleuropabegriffs. Für einige Kroaten ist diese Zuordnung ein Mittel der Abgrenzung von der negativ konnotierten „Krisenregion“ Balkan. Die Gebiete entlang der Adriaküste werden auch Südeuropa zugeordnet.

Kroatien grenzt im Nordwesten an Slowenien, im Norden an Ungarn, im Nordosten an Serbien, im Osten an Bosnien und Herzegowina und im Südosten an Montenegro. Der südlichste Teil des Küstengebietes ist durch den zu Bosnien und Herzegowina gehörenden, etwa 7,5 km breiten Neum-Korridor räumlich vom übrigen Staatsgebiet getrennt. Diese Region um Dubrovnik bis zur Grenze zu Montenegro, ist seit 2022 innerstaatlich über die Pelješac-Brücke erreichbar.

Die Gesamtlänge der Landgrenzen beträgt 2197 km. Davon entfallen auf die Grenze zu Slowenien 670, auf die Grenze zu Ungarn 329, zu Bosnien und Herzegowina 932, zu Serbien 241 und auf die Grenze zu Montenegro 25 km. In der Nordadria ist die Seegrenze zu Slowenien umstritten (siehe: Internationale Konflikte der Nachfolgestaaten Jugoslawiens). Die Länge der adriatischen Küstenlinie (Festland) beträgt 1778 Kilometer, mit den zahlreichen Inseln sogar 6176.

Die geringste Entfernung zwischen Italien und Kroatien beträgt 20 km (durch einen kleinen Landstreifen Sloweniens getrennt), während die südlichste Halbinsel Prevlaka 69 km von Albanien entfernt liegt.

Im Landesinneren bzw. Nordosten Kroatiens herrscht vor allem kontinentales Klima vor. Die mittlere Tageshöchsttemperatur im Sommer betrug im Tiefland um die Jahrtausendwende etwa 28 °C, im Winter 5 °C. Die durchschnittlichen Tiefsttemperaturen lagen im Winter unter 0 °C. Der Jahresniederschlag betrug etwa 750 mm.

Das Klima an der Adria hingegen ist wesentlich feuchter und es herrscht mediterranes Klima vor. Die Sommer sind also meist sonnig und trocken mit durchschnittlichen Höchsttemperaturen um 30 °C, während die Winter regenreich und mild sind (durchschnittliche Tageshöchstwerte um 10 °C). Im nördlichen Küstenabschnitt kommen Nachtfröste im Winter gehäuft vor, während dies im Südteil nur an wenigen Tagen der Fall ist. Der Jahresniederschlag an der Küste ist mit rund 1000 mm etwas höher als im Landesinneren. Die jährlichen Niederschlagssummen im kroatischen Teil des dinarischen Gebirges belaufen sich auf Werte zwischen 1000 und 2000 mm.

Ein besonderes Wetterphänomen sind die gelegentlich in der Küstenregion auftretenden kalten Fallwinde Bora, die zu den stärksten der Welt zählen.

Nach Reliefformen und Klimazonen lässt sich Kroatien in drei Landschaftszonen einteilen.

Die pannonische Tiefebene besteht überwiegend aus Flachland, unterbrochen von einigen Mittelgebirgen. Sie wird über die Save und Drau und deren Nebenflüsse zur Donau hin entwässert. In diesem Teil des Landes herrscht gemäßigtes Kontinentalklima. Diese Landschaftszone lässt sich in Nordkroatien und Slawonien untergliedern. Nordkroatien umfasst das ostmitteleuropäisch geprägte Gebiet von der Kupa bis zur ungarischen Grenze: das Flachland längs der Save und Kupa um die Städte Zagreb, Karlovac und Sisak, das heute demografisch und wirtschaftlich das Zentrum des Landes bildet, das Gebirgsland des Zagorje (auf Deutsch: Zagorien) nördlich der Hauptstadt Zagreb und das Međimurje im nördlichsten Zipfel des Landes zwischen Drau und Mur. Slawonien ist das Flachland entlang der Flüsse Save und Drau bis zur Donau im Osten. Zu diesem werden oft die Baranja (nördlich des Unterlaufes der Drau) und West-Syrmien (Zapadni Srijem) (der Ostzipfel Kroatiens zwischen Donau und unterer Save) gezählt.

Die dinarische Gebirgsregion (auch Mittleres Kroatien oder Kroatisches Hügelland genannt) wird von Mittel- und einzelnen Hochgebirgen geprägt, welche die Wasserscheide zwischen Donau und Adria bilden, wobei einzelne Täler auch vollständig abflusslos sind. Dort herrscht Gebirgsklima. Zu dieser Landschaftszone gehören das Gebirgsland des Gorski kotar zwischen Rijeka und Karlovac, die Hochtäler Lika und Krbava zwischen dem entlang der Küste verlaufenden Gebirgszug des Velebit und dem Grenzgebiet zu Westbosnien sowie ein Teil des Hinterlandes Dalmatiens (Zagora, Biokovo-Gebirge).

Die adriatische Küstenregion besteht zu großen Teilen aus verkarsteten Flächen. Sie ist von mediterranen Einflüssen geprägt. Die Breite des Küstenstreifens variiert stark. Während sie an einigen Stellen (unterhalb des Velebit und des Biokovo-Gebirges) nur wenige Kilometer beträgt, reicht sie an anderen Stellen weiter ins Landesinnere. Die Mehrzahl der in die Adria mündenden Flüsse ist relativ kurz; lediglich der Einzugsbereich der aus Bosnien und Herzegowina kommenden Neretva erstreckt sich weiter ins Landesinnere. Die adriatische Küstenregion lässt sich von Norden nach Süden in die historischen Regionen Istrien, Kroatisches Küstenland um Rijeka und Senj mit den Inseln der Kvarner-Bucht und Dalmatien untergliedern – die zerklüftete Küste südwärts ab etwa Zadar einschließlich der vorgelagerten Inseln und des gebirgigen Hinterlandes.

Zu Kroatien gehören insgesamt 1246 Inseln, von denen 47 dauerhaft bewohnt sind.

Kroatien gehört laut Analyse der FAO zu den 30 wasserreichsten Staaten der Welt und nimmt europaweit den dritten Platz mit insgesamt 32.818 Kubikmetern an erneuerbaren Wasserreserven pro Kopf und Jahr ein. Der Weltwasserentwicklungsbericht 2005 (World Water Development Report) der Vereinten Nationen spricht von 23.890 Kubikmetern an entsprechenden Wasserreserven.

Schon 1891 verabschiedete das Parlament ein Wasserrechtsgesetz des Königreiches von Kroatien und Slawonien, das Regelungen für Gewässer, Flussbetten, die Küste, die Wassernutzung, die Regulierung von Wasserflüssen wie auch den Flutschutz, Wasserschutz, Wasserschutzvereinigungen etc. vorsieht.

Die vier größten Seen Kroatiens sind:

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