Krešimir Crnković (* 4. Januar 1995 in Rijeka, Primorje-Gorski kotar) ist ein kroatischer Biathlet und ehemaliger Skilangläufer. Er gab 2014 sein Debüt im Biathlon-Weltcup, startet seither regelmäßig auf dieser Ebene und nahm an den Olympischen Spielen 2026 teil. Darüber hinaus startete er als Langläufer bei zwei Nordischen Skiweltmeisterschaften und den Olympischen Spielen 2018.
Krešimir Crnković wurde in Rijeka geboren und wuchs dort auch auf. Mit dem Biathlonsport begann er bereits mit 13 Jahren, ging aber schon früh in Wettkämpfen im Biathlon und im Skilanglauf an den Start. Im Januar 2012 bestritt er mit den Olympischen Jugendspielen in Innsbruck sein erstes Großereignis als Skilangläufer und belegte den 35. Platz im Sprint und den 32. Rang über zehn Kilometer klassisch, nur wenig später ging er auch bei den Jugendweltmeisterschaften im Biathlon an den Start und verpasste dort vordere Platzierungen klar. Nach einer weiteren JWM-Teilnahme im Folgejahr startete der Kroate zu Beginn der Saison 2013/14 erstmals im IBU-Cup, sein erstes einigermaßen erfolgreiches Rennen absolvierte er dabei in Ridnaun als 68. des Sprints. Im Dezember 2014 bekam er in Hochfilzen und auf der Pokljuka-Hochebene seine ersten Einsätze im Weltcup und wurde beide Male 102. im Sprint, bei den Juniorenweltmeisterschaften desselben Winters überraschte er schließlich – erneut im Sprint – mit lediglich zwei Schießfehlern und dem zwölften Rang. Ende 2015 gewann Crnković in Obertilliach mit einem 29. Platz seine ersten Ranglistenpunkte im IBU-Cup, zudem nahm er am Saisonende an den Weltmeisterschaften in Oslo teil und unterbot sein bisheriges Bestergebnis auf dieser Ebene mit Rang 83 im Sprint klar. Im Februar 2016 bestritt er weiterhin in Ravna Gora erstmals Wettkämpfe im Skilanglauf-Balkancup und schloss die Rennen über 10 km und 15 km Freistil auf Anhieb als Erster ab.
Im Winter 2016/17 startete Crnković regelmäßig im Biathlon-Weltcup. Während ein Großteil der Rennen Platzierungen außerhalb der Top-80 mit sich brachten, lief er in Oberhof trotz zweier Schießfehler überraschend auf den 37. Rang im Sprint und fuhr damit die ersten Weltcuppunkte eines kroatischen Biathleten seit dem Nationenwechsel Jakov Faks im November 2010 ein. Zudem nahm er in der Saison sowohl an den Biathlon- als auch an den Nordischen Skiweltmeisterschaften teil, verpasste vordere Platzierungen aber beide Male klar. Im Februar 2018 qualifizierte sich der Kroate als Langläufer für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang, bei denen er mit den Rängen 44 im 15-km-Einzelstartrennen und 50 im Skiathlon achtbare Resultate erzielte. An der Seite von Nika Blaženić war er zu Saisonbeginn 2019/20 Teil der ersten kroatischen Single-Mixed-Staffel im Weltcup und schloss diese als 25. von 26 Mannschaften ab, im IBU-Cup verbesserte er sich in Minsk bis auf einen 20. Platz im Sprint. Anfang 2021 bestritt Crnković nach längerer Zeit vier Wettkämpfe im Balkancup und konnte diese alle für sich entscheiden, damit qualifizierte er sich für die Nordischen Skiweltmeisterschaften in Oberstdorf und wurde bei diesen immerhin 58. über 15 Kilometer Freistil sowie 24. mit Marko Skender im Teamsprint.
Seit der Saison 2021/22 konzentriert sich Crnković ausschließlich auf den Biathlonsport. In ebendiesem Winter gelang es ihm zum ersten und zweiten Mal in seiner Karriere, alle zehn Scheiben in einem Sprintwettkampf zu treffen, wonach er in Östersund und Ruhpolding jeweils Platz 36 belegte und damit Ranglistenpunkte gewann. Die Qualifikation für die Olympischen Spiele von Peking verpasste er um eine Position. Weitere Top-40-Platzierungen im Weltcup gelangen dem Kroaten im März 2023 in Nové Město na Moravě, als er sowohl im Sprint als auch in der Verfolgung in die Punkteränge lief, und im Januar 2024 in Oberhof. Seine bis heute höchste Platzierung in einem Single-Mixed-Rennen auf der höchsten Ebene gelang ihm mit seiner Lebensgefährtin Anika Kožica zum Ende des Winters 2023/24 in Oslo mit Rang 20. In der Folgesaison feierte Crnković vor allem im IBU-Cup Erfolge, so lief er zehnmal in die Punkteränge und überzeugte besonders im letzten Trimester in Otepää mit zwei 15. Plätzen und einem zwölften Rang im Verfolgungsrennen. Dieser und ein weiterer Platz zwölf im Dezember 2025 setzten die Grundlage für eine Qualifikation für die Olympischen Spiele 2026 in Italien, womit der 31-Jährige der erste kroatische Wintersportler überhaupt war, der bei Olympischen Spielen in zwei verschiedenen Sportarten an den Start ging. Wie auch Anika Kožica und Matija Legović bestritt er beide Individualdisziplinen und schloss diese als 76. und 89. ab.
Weltcupplatzierungen (Biathlon)
Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).
1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
Staffel: inklusive Mixed- und Single-Mixed-Staffeln
Ergebnisse bei Biathlon-Weltcups (Disziplinen- und Gesamtweltcup) gemäß Punktesystem:
Ergebnisse bei Olympischen Winterspielen:
Ergebnisse bei Biathlon-Weltmeisterschaften:
Nordische Skiweltmeisterschaften
Ergebnisse bei Nordischen Skiweltmeisterschaften:
Jugend-/Juniorenweltmeisterschaften (Biathlon)
Crnković nahm bis 2013 an den Jugend- und ab 2015 an den Juniorenwettkämpfen teil.