Korsør [kɔʀˈsøːʔʀ] ist eine Hafenstadt am Großen Belt auf der Insel Seeland in Dänemark.
Die Lejodde mit dem See Lejsøen ist ein Naturschutzgebiet und liegt nördlich von Korsør direkt am Großen Belt. Es ist ein Teil des EU-Vogelschutzgebietes und während der Brutzeit ist ein Betreten verboten.
Korsør umfasst neben dem historischen Stadtkern (Centrum Syd) den Stadtteil Halsskov (Centrum Nord). Die nächsten Siedlungen im Umland sind Svenstrup, Halseby und Frølunde.
Die erste urkundliche Erwähnung des Namens Korsør geht auf das Jahr 1241 zurück.
Am 26. November 1425 erhielt Korsør durch den König Erik von Pommern die Stadtrechte. Die Stadtentwicklung wurde vor allem durch die Lage an der kürzesten Verbindung über den Großen Belt nach Fünen bestimmt. So wurde sie zu einem wichtigen Fährhafen.
Seit der Eröffnung der Querung des Großen Belts im Jahre 1998 legen hier allerdings nur noch die Fähren nach Langeland ab.
Im Zusammenhang mit der Kommunalreform zum 1. Januar 2007 wurde Korsør Teil der neuen Kommune Slagelse.
Entwicklung der Einwohnerzahl (1. Januar):
Das Wappen zeigt ein blaues Kreuz auf gelbem Grund.
Korsør unterhält Partnerschaften mit den Städten Motala in Schweden und Police (Pölitz) in Polen.
Wirtschaftlich bedeutsam sind neben dem Fährverkehr die Fischerei und die Produktion von Margarine.
In Korsør befinden sich ein Flottenstützpunkt der dänischen Marine und der Hauptsitz der dänischen Seefahrtsbehörde Søfartsstyrelsen.
Es gibt mehrere Badestrände in und um Korsør. Neben mehreren Hotels und Campingplätzen befindet sich im Ortsteil Svenstrup auch eine Jugendherberge. Im Hafen Korsør befindet sich ein Jachthafen mit Anlegeplätzen. Ein 18-Loch-Golfplatz liegt am Stadtrand von Korsør im alten Tårnborg-Park.
Mit dem Korsør Biograf Teater besitzt die Stadt das weltweit älteste, heute noch bespielte Kino.
Durch die Lage am Großen Belt besaß die Schifffahrt eine entscheidende Rolle für Entstehung und Wachstum der Stadt. Bereits im 19. Jahrhundert bestand eine tägliche Postschiffverbindung nach Lübeck-Travemünde. Die Direktverbindung nach Deutschland endete mit der Einstellung der Butterfahrten 1999.
Die Eisenbahn erreichte 1847 Korsør. Der erste Bahnhof Korsør lag auf der Landzunge der Halsskov Odde. Im Jahre 1907 wurde der Bahnhof an den Hafen von Korsor verlegt, weil der geschützte Hafen bessere Verlademöglichkeiten für den Trajektverkehr ermöglicht. Es waren vor der Tunneleröffnung drei Verladebrücken für den Eisenbahnfährbetrieb eingerichtet. Nach der Eröffnung des Tunnels unter dem Großen Belt 1997 wurde das gesamte Bahnhofsareal stillgelegt und zurückgebaut. Während das große Gleisfeld zu einer innerstädtischen Erholungszone, dem so genannten „Byparken“ (deutsch: Stadtpark), umgewandelt wurde, wurde das ehemalige Bahnhofsgebäude renoviert und dient heute der ScanCom International A/S als Hauptsitz. Der neue Bahnhof befindet sich außerhalb, nördlich der Stadt Korsør, und ist in das nationale IC-Netz der DSB eingebunden.
Die Kohlenbahn Korsør verkehrte bis in die 1950er Jahre.
Die Autobahn E 20 führt nördlich der Stadt vorbei, nach der Ausfahrt 43 folgt sogleich die Zahlstelle für die Storebælt-Brücke. Hier musste man im Hafen von Halsskov bis zur Eröffnung der Brücke auf eine Fähre wechseln, um den Großen Belt zu überqueren. Auch im Hafen von Korsør selber wurden Kraftfahrzeuge auf Fähren verladen. Im Gegensatz zum Hafen in Korsør sind im Hafen von Halsskov die Spuren der Fährzeit besser sichtbar.