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Korea

Gebiet in Ostasien

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Korea ist ein geteiltes Land in Ostasien, das auf der Koreanischen Halbinsel liegt. Es befindet sich geographisch zwischen dem Gelben Meer und dem Japanischen Meer. Im Norden trennen die Grenzflüsse Amnok und Duman Korea von Russland und China. Im Südosten trennt die Koreastraße Korea von Japan. Auch zahlreiche der Halbinsel vorgelagerte Inseln gehören zu Korea.

Korea ist seit 1948 in die Demokratische Volksrepublik Korea (Nordkorea) und die Republik Korea (Südkorea) aufgeteilt. Eine Wiedervereinigung Koreas wird von beiden Seiten angestrebt. Trotz der stark bewachten Grenze zwischen Nordkorea und Südkorea verbinden eine gemeinsame Geschichte, die koreanische Sprache und kulturelle Traditionen die beiden Landesteile.

In den beiden koreanischen Staaten werden jeweils zwei unterschiedliche Bezeichnungen für Korea verwendet.

In Südkorea heißt das Land Hanguk (한국, 韓國), was schlichtweg „Land der Koreaner“ bedeutet. Han (한, 韓) ist ein altes einheimisches Ethnonym des koreanischen Volkes, es wurde erstmals im 2. Jahrhundert in Schriften erwähnt. Möglicherweise ist Han mit dem mongolischen Herrschertitel Khan verwandt.

Han ist in Samhan (삼한, 三韓; „Drei Han“) enthalten, was sich meist auf die Zeit der Drei Reiche Koreas bezieht. Der Name wurde für das im Jahr 1897 gegründete Daehan Jeguk (Kaiserreich Korea) wieder aufgegriffen.

In Südkorea wird Korea umgangssprachlich oft Uri-nara (우리나라) genannt, was wörtlich „unser Land“ oder „unsere Nation“ bedeutet.

In Nordkorea wird bis heute der alte Name Chosŏn (조선, 朝鮮) verwendet. Chosŏn ist der Name des ersten koreanischen Königreichs Go-Joseon („Alt-Joseon“) und des späteren Königreichs Joseon (1392–1897).

Für zwischenkoreanische Angelegenheiten wird in Nordkorea auf den neutralen Begriff Gyeore (겨레) zurückgegriffen, das in etwa „Volksgemeinschaft“ bedeutet.

Korea wird in europäischen Überlieferungen erstmals im 7. Jahrhundert in den byzantinischen Chroniken von Theophylaktos Simokates als Mucri erwähnt. Vermutlich handelt es sich um eine Transkription von Maek, einem Mitgliedsverband des frühkoreanischen Yemaek-Volkes.

Kontakt zwischen Korea und der arabischen Welt wurde Mitte des 9. Jahrhunderts aufgenommen. In arabischen Schriften wird Korea erstmals vom iranischen Geographen Ibn Chordadhbeh in seinem Werk Kitab al-Masalik wa-l-Mamalik (= Buch der Wege und Länder) als al-Sīlā erwähnt, was auf das damalige Königreich Silla zurückzuführen ist.

In chinesischen und japanischen Überlieferungen waren häufig veraltete Namen für Korea gebräuchlich. Die Transkription für Goguryeo wurde bis ins 12. Jahrhundert verwendet, während Goryeo weit in die Joseon-Zeit hinein genutzt wurde.

Marco Polo nannte die Halbinsel während seiner Reisen im späten 13. Jahrhundert Cauly. Dies beruht auf der mittelchinesischen Aussprache des Namens des koreanischen Königreichs Goryeo.

Abgeleitet von Goryeo tauchen in europäischen Aufzeichnungen bis ins 20. Jahrhundert hinein die beiden Schreibweisen Corea und Korea auf. Im englischen und deutschen Sprachraum setzte sich schließlich die Schreibweise Korea, in romanischen Sprachen die Schreibung mit C durch.

Die ersten archäologisch belegbaren koreanischen Reiche und Staatentümer tauchten im 7. Jahrhundert v. Chr. auf. Als erster Zentralstaat gilt das im Nordwesten Koreas gelegene Go-Joseon, dessen mythologische Gründung auf das Jahr 2333 v. Chr. zurückgeführt wird, während spätere Schätzungen von Historikern es auf das 10. bis 3. Jahrhundert v. Chr. datieren. Im Süden befand sich ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. der Stadtstaatenverbund Jin-guk, das nach seiner Auflösung von den Staatenbünden Jinhan, Mahan und Byeonhan abgelöst wurde, die kollektiv als Samhan bezeichnet werden.

Im Jahr 108 v. Chr. wurde Go-Joseon von der expansionistischen Han-Dynastie Chinas zerstört, die vier Militärkommandanturen errichtete. Über die nächsten Jahrhunderte hinweg fielen diese an einheimische Stammeskönigreiche, wie das 37 v. Chr. gegründete Goguryeo.

Baekje wurde 18 v. Chr. von zwei Söhnen des ersten Herrschers von Goguryeo in der Nähe des heutigen Seouls gegründet und war anfangs Teil der Mahan-Konföderation, bevor es bis zum 4. Jahrhundert die anderen Stämme übernahm.

Silla entwickelte sich aus mehreren Stämmen, die sich in der Region des heutigen Gyeongju zu Saro vereinten und später die Mehrheit der Jinhan-Stämme absorbierten. Ein prägendes Merkmal von Silla war der Hwarang-Orden, bestehend aus Adligen, die sowohl als Elitekrieger im Militärdienst dienten als auch als Politiker, Künstler, Dichter und Gelehrte fungierten und ausschließlich ihrem König oder ihrer Königin lebenslange Loyalität schworen. Anfangs herrschten Könige, die zugleich das religiöse Oberhaupt waren, während die Schwester des Königs für gewöhnlich die Hohepriesterin gewesen ist. Der Herrschertitel Chachaung "Schamane" aus dem 1. Jahrhundert ist eventuell mit dem heutigen Seuseung verwandt, was "Mentor" bzw. "Lehrer" bedeutet. Die einheimische Volksreligion war während ihrer gesamten Existenz von großer Bedeutung. Der Buddhismus erreichte Silla erst Jahrhunderte nach seiner Einführung in die benachbarten Königreiche Baekje und Goguryeo.

Nachdem Goguryeo das spärlich überlieferte Königreich Nakrang eroberte, welches auf dem Territorium des ehemaligen Go-Joseon lag, galt es bis ins 7. Jahrhundert als die führende Regionalmacht auf der koreanischen Halbinsel. Zur gleichen Zeit existierten im Nordosten und Osten Koreas die Stammesverbände Okjeo und Dongye, die im 5. Jahrhundert von Goguryeo erobert wurden.

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