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Kloster Marienfeld (Harsewinkel)

Kloster in Harsewinkel, NRW

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Das Kloster Marienfeld ist eine ehemalige Zisterzienserabtei und liegt im Harsewinkeler Stadtteil Marienfeld im ostwestfälischen Kreis Gütersloh.

Es wurde 1185 von Mönchen aus dem Kloster Hardehausen gegründet. Die Weihe der Abteikirche erfolgte 1222. Nach dem Reichsdeputationshauptschluss wurde das Kloster 1803 aufgelöst und ging in staatlichen Besitz über. Die Kirche ist heute im Besitz des Landes Nordrhein-Westfalen und wird gemäß einer Stiftung von 1804 als Pfarrkirche genutzt. Ein Teil der Wirtschaftsgebäude ist ebenfalls Landesbesitz und dient als Wohnungen für Pfarrer, Küster und Organist. Weitere Gebäude sind in Privatbesitz und werden als Wohnungen oder für einen Hotelbetrieb genutzt. Die ehemaligen Klausurgebäude verfielen und wurden schließlich abgerissen.

Seit Pfingsten 2004 lebten zwei Benediktiner in der Gemeinde, um das klösterliche Leben wieder aufzubauen. Einer der beiden starb im Sommer 2014, der andere verließ die Gemeinde 2021.

In der Bauerschaft Hundingen stand vor der Gründung des Klosters Marienfeld die kleine Kapelle Wadenhart, von der heute noch an der Nordseite des Torgebäudes ein Stück Mauerwerk zu sehen ist. Der älteste Hinweis auf den Ort findet sich in einer Urkunde aus dem Jahre 1134, laut der Bischof Weinher von Münster (1132–1151) die Kapelle Wadenhart mit allem Zubehör dem Kloster Liesborn schenkte.

An der Gründung des Klosters waren mehrere wirtschaftlich potente Hochadelige beteiligt:

Widukinds Mutter Lutrud (Luttrudis)

Wittekind III. von Waldeck und Schwalenberg mit seinen Brüdern

Heinrich I. von Waldeck und Schwalenberg

Wie gut die Stifter die Ansiedelung der Mönche vorbereiteten, wird daraus deutlich, dass der Grundstein zur Klosterkirche schon 1184 gelegt wurde, im Jahr, bevor die ersten Zisterzienser eintrafen. Wie üblich waren es dann zwölf Mönche, in Erinnerung an die zwölf Jünger Christi. Sie kamen aus Hardehausen bei Warburg. Nach ihrem Eintreffen in Wadenhart gründeten sie am 1. November 1185 das Kloster unter dem Namen Campus Sanctae Mariae; das heißt übersetzt „Feld der Heiligen Maria“, jetzt Marienfeld.

Hermann II. von Katzenelnbogen, Fürstbischof von Münster, weihte die Klostergebäude am 2. November 1186. Er zog mit dem Kaiser in das Heilige Land und kehrte 1192 zurück. Nach einer nicht unumstrittenen Überlieferung trat Hermann in das Kloster ein, starb dort und wurde 1202 vor dem Hochaltar der noch im Bau befindlichen Abteikirche beigesetzt.

Am 4. November 1222, wurde unter dem sechsten Abt Winricus (1220–1226) die große Klosterkirche durch Dietrich III. von Isenberg, Fürstbischof von Münster, Graf von Isenberg, Dompropst zu Köln und Neffe des Kölner Erzbischofs Engelbert des Heiligen eingeweiht. Ihm assistierten der Bischof Konrad von Minden, Bischof Adolf von Tecklenburg von Osnabrück, sowie Bernhard II. zur Lippe als Bischof von Selonien. Der Fürstbischof weihte den Hochaltar, Konrad den linken, Adolf den rechten und Bernhard die übrigen Altäre.

48 Äbte, davon zwölf im Bischofsrang, lebten und arbeiteten in Marienfeld.

Vom 12. bis 15. Jahrhundert erreichte das Kloster den Höhepunkt seiner geistigen Blüte, insbesondere, weil ein Mönch des Klosters, Hermann Zoestius, am Konzil von Basel teilnahm, um seine Ideen zur Kalenderreform vorzustellen.

Die folgenden Zisterzienserinnenklöster waren dem Marienfelder Abt unterstellt:

St. Aegidii in Münster (bis 1468)

Kloster Marienborn in Coesfeld (bis ins 16. Jahrhundert)

Kloster Marienbrink in Coesfeld

Kloster Bersenbrück (ab 1443 oder 1465)

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