Klaus-Jürgen Rost (* 2. März 1940 in Witten; † 10. August 2023 ebendort) war ein deutscher Ringer.
Klaus Rost begann mit 12 Jahren mit dem Ringen bei der KSV Witten 07. Bereits 1958 wurde er deutscher Jugendmeister (griechisch-römischer Stil, bis 62 kg Körpergewicht). Schon im nächsten Jahr wurde er erstmals deutscher Meister bei den Senioren. Von da an begann eine erfolgreiche Ringerlaufbahn, die bis 1973 dauerte.
Bereits 1963 gewann er bei den Weltmeisterschaften in Helsingborg im Leichtgewicht, nach seinem Wechsel zum Ortsrivalen SU Annen, im griechisch-römischen Stil, eine Bronzemedaille. Sein größter Erfolg war aber ohne Zweifel der Gewinn der olympischen Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio im Leichtgewicht, freier Stil.
Für diese Leistung erhielt er am 11. Dezember 1964 aus der Hand des Bundespräsidenten Heinrich Lübke das Silberne Lorbeerblatt.
Vier Jahre später verpasste er bei den Olympischen Spielen in Mexiko-Stadt mit einem 4. Platz im griechisch-römischen Stil nur knapp eine Medaille. Einen weiteren guten 4. Platz errang Klaus Rost bei den Weltmeisterschaften 1969 in Mar del Plata.
Klaus Rost errang insgesamt 16 deutsche Meistertitel. Dabei war er einer der wenigen Ringer, der in beiden Stilarten, dem griechisch-römischen und dem freien Stil erfolgreich war. Seine härtesten Konkurrenten bei diesen deutschen Meisterschaften waren Franz Schmitt aus Aschaffenburg, Manfred Schöndorfer aus Bad Reichenhall und Horst Bergmann aus Lichtenfels.
Nach seiner aktiven Zeit war er Jugendtrainer in Witten.
Klaus Rost starb im August 2023 im Alter von 83 Jahren.
(OS = Olympische Spiele, WM = Weltmeisterschaften, EM = Europameisterschaften, GR = griechisch-römischer Stil, F = Freistil, Leichtgewicht, damals bis 68 kg Körpergewicht)
Erfolge bei deutschen Meisterschaften
Anm.: GR = griechisch-römischer Stil, F = freier Stil
Fachzeitschrift Athletik aus den Jahren 1958 bis 1970.
Hundert Jahre Ringen in Deutschland. Der Ringer, Niedernberg, S. 195, 214, 215, 226 und 227.
Jahrbuch 1972 des Deutschen Ringerbundes. Athletik, Karlsruhe 1972, S. 209.
Documentation of International Wrestling Championships der FILA. 1976.
Profil von Klaus Rost bei United World Wrestling
Klaus Rost in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)