Klaus Eickhoff (* 24. Februar 1936 in Berlin; † 7. Juni 2022 in Villach) war ein deutscher evangelischer Theologe, Evangelist, Gemeindeberater und Autor.
Eickhoff machte 1951 eine Ausbildung zum Graveur. Mit 18 Jahren fand er zum christlichen Glauben. Er gab seinen Beruf auf und absolvierte von 1956 bis 1959 eine theologische Ausbildung in der Evangelistenschule Johanneum in Wuppertal. Danach war er fünf Jahre lang Stadtmissionar der Berliner Stadtmission. Von 1965 bis 1974 war er Evangelist im Amt für Missionarische Dienste der Hannoverschen Landeskirche. Zwischen 1968 und 1973 studierte er Evangelische Theologie an der Theologischen Akademie in Celle, Niedersachsen. Nach der Ordination 1973 und dem zweiten Theologischen Examen war er von 1974 bis 1979 Pfarrer in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Marien (Uelzen). Dort baute er über den Konfirmandenunterricht, den er neben der Predigt als Schwerpunkt betrachtete, eine große Jugendarbeit auf, den Uelzener „Gemeinsamen Abend“. Nach einem Studienjahr 1979/1980 für Praktische Theologie in den USA war Eickhoff bis zu seinem Ruhestand 1997 Rektor des Werkes für Evangelisation und Gemeindeaufbau in der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich. Seine ökumenische Gesinnung brachte ihm im vorwiegend katholischen Österreich viele Freunde auch unter den Katholiken ein. 2006 promovierte er bei Hendrik Pieterse an der Universität von Südafrika (UniSA) zum Doctor of Theology mit seiner Dissertation in Praktischer Theologie: Wohin Predigen führt: Die sendungsorientierte Gemeinde als Ziel biblischer Verkündigung.
Eickhoff war Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Gemeindeaufbau (AGGA), ist Mitbegründer der Akademie für christliche Führungskräfte (AcF) und dort seit 1999 Dozent, sowie Dozent für praktische Theologie am Martin Bucer Seminar. Neben mehreren theologischen Veröffentlichungen verfasste er Schriften, die Themen der Vermittlung des Glaubens zum Gegenstand haben.
Klaus Eickhoff war von 1960 an mit Renate bis zu deren Tod 2011 verheiratet. Er hatte sechs Kinder (darunter Klaus-André Eickhoff), sowie mehrere Enkel und Urenkel. Er war Mitglied der Evangelisch-lutherischen Kirche und lebte seit 2014 in Villach, Kärnten. 2014 heiratete er die Pädagogin Margit Johanna Ofner. Gemeinsam gründeten sie den evangelistischen Dienst PROVIP.
Ich muss mit dir reden: Über die wichtigste Sache der Welt, Brockhaus 1971, Brunnen 1997, ISBN 978-3-417-22024-7, (mit Übersetzungen in Französisch, Niederländisch und Ungarisch).
Nicht vom Brot allein, Brockhaus, Witten 1972, ISBN 978-3-417-004052.
Teenager-Probleme, Brockhaus, Witten 1972, 15. Aufl. 1992, ISBN 978-3-417-20196-3.
Ik móét je spreken, Gideon Verlag, Hoornaar 1974, ISBN 978-9-06067401-7.
Jung sein, deine Chance, Kawohl-Verlag, Wuppertal 1975, ISBN 978-3-88087-106-9.
Angenommen – ernstgenommen: Wenn junge Leute Christen sind, Brockhaus, Witten 1976, 5. Aufl. 1990, ISBN 978-3-417-22009-4.
Hunger: Kurzgeschichten und Besinnungen, Brockhaus, Witten 1978, ISBN 978-3-417-20259-5.
Und da er das Volk sah... Gedanken zur Verkündigung, Kawohl-Verlag, Wuppertal 1978, ISBN 978-3-88087-308-7.
Eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden, Kawohl-Verlag, Wuppertal 1979, ISBN 978-3-88087-163-2.
Was zählt?, SCM Hänssler, Holzgerlingen 1980, ISBN 978-3-7751-1179-9.
Mach mal Pause, Brockhaus, Witten 1980, 7. Auflage 1997, ISBN 978-3-7751-1647-3.
Gibt es etwas Schöneres?, SCM Hänssler, Holzgerlingen 1980, ISBN 978-3-7751-0527-9.
Warum geht es uns nicht gut, wenn es uns gut geht..., Brockhaus, Witten 1985, ISBN 978-3-417-35228-3.
Heiter und rege statt rundum öde, Brockhaus, Witten 1990, ISBN 978-3-417-21208-2.