An diesem Tag

Kelly Clarkson

US-amerikanische Sängerin

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Kelly Brianne Clarkson (* 24. April 1982 in Fort Worth, Texas) ist eine US-amerikanische Popsängerin, Songschreiberin und Talkmasterin. Sie wurde 2002 Siegerin der ersten Staffel der US-amerikanischen Castingshow American Idol und ist mehrmalige Grammy-Preisträgerin. Bis 2014 verkaufte sie über 24 Millionen Alben und 39 Millionen Singles; sie ist damit die erfolgreichste Teilnehmerin einer Castingshow. Von 2019 bis 2026 moderierte sie bei NBC die nach ihr benannte Talkshow The Kelly Clarkson Show.

Clarkson wurde 1982 in Fort Worth geboren und wuchs in Burleson auf. Sie hat zwei ältere leibliche Geschwister, einen Bruder und eine Schwester, und neun Stiefgeschwister. Als sie sechs Jahre alt war, ließen sich ihre Eltern scheiden; sie wohnte danach bei ihrer Mutter. Im Laufe ihrer Kindheit lernte Clarkson Klavier und Geige spielen. In der Middle School wurde sie auf Anraten eines Lehrers Mitglied im Schulchor und begann, sich für eine Musikkarriere zu interessieren.

Nach dem Abschluss der High School zog sie mit einer Freundin nach Los Angeles, spielte dort kleinere Rollen beim Fernsehen und arbeitete kurz mit dem Songwriter Gerry Goffin zusammen. Nachdem Goffin erkrankte und ihr Apartment ausbrannte, kehrte sie mittellos nach Texas zurück und hielt sich mit diversen Jobs (im Zoo, als Platzanweiserin, als Promoterin für Red Bull, als Barfrau etc.) über Wasser. Sie arbeitete auch als Animateurin in einem Vergnügungspark, wo sie in einer Westernshow mitspielte.

Am 20. Oktober 2013 heiratete Clarkson Brandon Blackstock (1976–2025), mit dem sie ab 2011 liiert war. 2014 kam eine gemeinsame Tochter zur Welt; 2016 folgte ein Sohn. Im Juni 2020 reichte sie die Scheidung ein; im März 2022 wurde die Ehe geschieden.

2002–2004: American Idol und Thankful

2002 bewarb sich Clarkson auf Drängen einer Freundin bei der Castingshow American Idol (in Deutschland adaptiert als Deutschland sucht den Superstar) und wurde unter 10.000 Bewerbern als eine von 30 Teilnehmern für die zweite Runde ausgewählt. Damit kam sie unter die zehn Kandidaten der eigentlichen Fernsehshow. Am 4. September 2002 siegte sie im Finale von American Idol mit 58 % der Zuschauerstimmen gegen Justin Guarini und erhielt einen Vertrag bei RCA Records.

Ihre erste Single A Moment Like This erreichte im Oktober 2002 Platz eins der Billboard Hot 100. Ihr erstes Album Thankful erschien im April 2003, wurde in den Vereinigten Staaten mehr als 2,1 Millionen Mal verkauft und erreichte Doppelplatin. Weltweit gab es 4,5 Millionen Verkäufe. 2003 spielten Clarkson und Justin Guarini die Hauptrollen in dem Film From Justin to Kelly, der nicht erfolgreich war. Sie konnte sich auch in Großbritannien, Australien und Kanada mit ihrer ersten internationalen Single Miss Independent etablieren, die ihr 2004 eine Grammy-Nominierung brachte. Bei der Show World Idol, in der die Gewinner der Pop-Idol-Formate gegeneinander antraten, belegte sie hinter dem Norweger Kurt Nilsen den 2. Platz. In den USA erreichte Clarkson mit ihren weiteren Singles Low Platz 58 und mit The Trouble with Love Is Platz 101.

2004–2006: Internationaler Erfolg mit Breakaway

Ende 2004 erschien ihr zweites Album, Breakaway, unter anderem produziert von Max Martin mit dem Schwerpunkt Rock statt wie zuvor souliger Pop, das sich weltweit etwa zehn Millionen Mal verkauft hat und in den USA Fünffach-Platin erreichte. Die Singles, die aus diesem Album ausgekoppelt wurden, erreichten alle gute Verkaufszahlen (zweimal Dreifach-Platin für Breakaway und Since U Been Gone). Ihre erste Single für den europäischen Raum war der letztgenannte Song, womit sie zum ersten Mal in Deutschland, der Schweiz und Österreich die Top Ten erreichen konnte. 2005 erhielt sie bei den MTV Video Music Awards Preise für das beste Video einer Solokünstlerin und das beste Popvideo.

Ihr Video Behind These Hazel Eyes war 33 Tage lang auf Platz 1 der US-MTV-TRL-Charts. Ihr Video zu Because of You (2005) zeigte ihre eigene Lebensgeschichte. Es beschreibt, wie es zur Scheidung ihrer Eltern kam, als Clarkson sechs Jahre alt war: „Amerika weint“ (US-Presse). Das von Vadim Perelman gedrehte Video stieg von null auf eins in den US-Trial-Charts und wurde mit einem MTV Video Music Award ausgezeichnet. Am 8. Februar 2006 wurde sie in Los Angeles mit zwei Grammys für die Best Pop Vocal Performance mit Since U Been Gone und für das Best Pop Vocal Album für ihr Album Breakaway ausgezeichnet. In Deutschland stellte sie mit einem Auftritt bei Wetten, dass..? vor mehr als 20 Millionen Fernsehzuschauern ihre dritte Single Because of You vor, was dazu beitrug, dass ihr Album und ihre Single die deutschen Top fünf erreichten und mit Gold ausgezeichnet wurden. Später erhielt das Album Platin. Außerdem erreichte ihre Single Platz eins der deutschen Airplaycharts. Auch in der Schweiz und Österreich konnte Clarkson ihr Album wie auch ihre Single in den Top 10 platzieren.

Im Sommer 2006 tourte Clarkson mit der Addicted Summer Tour zum vierten Mal durch die USA. Die Tournee wurde von Ford gesponsert, da sie ihren Song Go zu deren Werbekampagne beisteuerte. In Europa erschien im Juni 2006 außerdem der Titelsong des Albums Breakaway, der Clarkson zum zweiten Mal auf Platz eins der deutschen Airplaycharts brachte und in vielen weiteren europäischen Ländern die Top 20 erreichte. Außerdem erreichte ihr zweites Album Breakaway in der Schweiz Platin und es wurde bei den MTV Video Music Awards mit dem Preis für das Best Female Video ausgezeichnet. In Deutschland wurde am 24. November 2006 Walk Away als fünfte und letzte Single des Albums veröffentlicht. Sie erreichte Platz zwölf in den USA und Platz vier in Kanada. In den USA erhielt ihr Album Breakaway 6-fach-Platin, in Großbritannien 4-fach-Platin. Das Album konnte sich weltweit zwölf Millionen Mal verkaufen.

2007–2010: My December und All I Ever Wanted

Die erste Single-Auskopplung Never Again aus Clarksons drittem Studioalbum My December wurde am 1. Juni 2007 auch in Deutschland veröffentlicht, nachdem sie ihre Premiere am 13. April in US-amerikanischen Radiostationen hatte. Das Album My December erschien zuerst im deutschsprachigen Raum und Italien und am 26. Juni 2007 in den USA. Weiterhin unterstützte Clarkson Live Earth, das am 7. Juli stattfand. Der Beginn ihrer für den Sommer 2007 angekündigten My-December-Tour wurde wegen schleppenden Kartenverkaufs auf Oktober verschoben. Von März 2008 bis Mitte April tourte sie in Australien und Europa. Als zweite Single wurde am 10. Juli 2007 in den USA Sober veröffentlicht; sie erreichte Platz 10 der Bubbling-Under-Hot-100-Single-Charts. In Australien wurde am 22. September 2007 One Minute veröffentlicht. In Europa und Kanada wurde Don’t Waste Your Time die zweite Single. Im April 2008 sang Clarkson beim USA-Besuch von Papst Benedikt XVI. in Yonkers.

Im März 2009 erschien ihr viertes Album All I Ever Wanted. Vorab kam Ende Januar die Single My Life Would Suck Without You auf den Markt, mit der sie einen neuen US-Chartrekord schaffte: In der Ausgabe vom 7. Februar 2009 der Billboard Hot 100 stieg sie von Platz 97 auf Platz eins bei 280.000 Download-Verkäufen in der ersten Veröffentlichungswoche. Als zweite Single folgte I Do Not Hook Up. Der Song wurde von Katy Perry geschrieben und war ursprünglich für ihr eigenes Album geplant, das damals jedoch nicht erschien. In den Billboardcharts stieg der Song auf Platz 20 und in Deutschland erreichte der Song Platz 55. Veröffentlicht wurde der Song am 22. Mai 2009.

Am 18. September 2009 wurde die dritte Single Already Gone in Deutschland veröffentlicht. Der Song wurde von Frontmann Ryan Tedder von OneRepublic geschrieben. Der Song erreichte in Deutschland Platz 23 und Platz 13 der US Billboard Hot 100. Already Gone bekam große Medienaufmerksamkeit, da der Song stark an den zuvor von Beyoncé veröffentlichten Song Halo erinnerte. Ryan Tedder, der beide Songs geschrieben hatte, wies die Spekulation zurück. All I Ever Wanted, der Titelsong des Albums, wurde in den USA und in Kanada als vierte und letzte Single veröffentlicht.

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