Kazimierz Serocki (* 3. März 1922 in Toruń; † 9. Januar 1981 in Warschau) war ein polnischer Komponist.
Serocki studierte Komposition bei Kazimierz Sikorski und Klavier bei Stanisław Szpinalski an der Staatlichen Hochschule für Musik in Łódź. Von 1947 bis 1948 setzte er seine Studien in Paris bei Nadia Boulanger und Lazare Lévy fort. Einige Jahre trat er als Konzertpianist auf, seit 1952 widmete er sich ausschließlich der Komposition. 1949 gründete er mit Tadeusz Baird und Jan Krenz die Komponistengruppe Gruppe 49. Gemeinsam mit Tadeusz Baird gehörte er 1956 auch zu den Gründern des Warschauer Herbstes, eines bedeutenden Festivals der zeitgenössischen Musik.
1. Sinfonie, 1952 (Erstveröffentlichung: 1955, Polnischer Musikverlag) Besetzung: Flöten (inkl. Piccolo), Oboen, Klarinetten, Fagotte, Hörner, Trompeten, Posaunen, Tuba, Pauken, Schlagwerk, Klavier, Streicher Aufführungsdauer: ca. 25 Minuten Sätze: Maestoso (Quasi una fantasia), Scherzo, Espressivo, Appassionato.
2. Sinfonie „Symfonia pieśni“ [Symphonie des Liedes], 1953 (Erstveröffentlichung: 1955, Polnischer Musikverlag) Widmung: Seinen Eltern Besetzung: Sopran, Bariton, Chor und Orchester Texte: Basierend auf Volksliedern Aufführungsdauer: ca. 23 Minuten
Concertino für Klavier und Orchester, 1946 Sätze: Allegro molto e con fuoco, Intermezzo (Andante espressivo), Rondo (Allegro vivace).
Koncert romantyczny für Klavier und Orchester, 1950 (Erstveröffentlichung: 1955, Polnischer Musikverlag) Sätze: Allegro molto ritmico, Lento assai, delicatamente e cantabile, Allegro vivace.
Konzert für Posaune und Orchester, 1953 (Erstveröffentlichung: 1955, Polnischer Musikverlag) Widmung: Juliusz Pietrachowicz Klavierauszug: Stefan Kisielewski Aufführungsdauer: ca. 20 Minuten Sätze: Intrada, Canone, Interludium, Corale, Intermezzo, Arietta, Toccatina.
Forte e piano, Musik für zwei Klaviere und Orchester, 1967 (Erstveröffentlichung: 1969) Widmung: Alfons und Aloys Kontarsky Aufführungsdauer: ca. 11 bis 12 Minuten Uraufführung: 29. März 1968, Köln, WDR Sinfonieorchester, Dirigent: Christoph von Dohnányi, Pianisten: Alfons und Aloys Kontarsky, Anmerkungen: Verwendet sowohl traditionelle als auch moderne Notation.
Concerto alla cadenza per flauto a becco e orchestra, 1974 Besetzung: Sopranino-, Sopran-, Alt-, Tenor-, Bass-, und Kontrabassblockflöte, Cembalo, Harfe, Klavier, Schlagzeug, Streicher Aufführungsdauer: ca. 14 bis 16 Minuten Anmerkungen: Der Solist spielt sechs verschiedene Blockflöten, die mit barocker Griffweise gespielt werden.
Pianophonie für Klavier, elektronische Klangumformung und Orchester, 1976–1978 (Erstveröffentlichung: 1980) Aufführungsdauer: ca. 30 bis 33 Minuten Anmerkungen: Kombination von orchestralen Klängen und elektronischer Klangbearbeitung. Das Werk verwendet grafische Notation.
Tryptyk [Triptychon] für Kammerorchester, 1948 Besonderheiten: In handschriftlichem Autograf, nur Klavierauszüge vorhanden.
Drei Melodien aus Kurpie für gemischten Chor und sechzehn Instrumente, 1949 Widmung: Zofia Lissa Besetzung: Soprane, Tenöre und sechzehn Instrumente
Sinfonietta per due orchestre d'archi, 1956–1957 (Erstveröffentlichung: 1957, Polnischer Musikverlag) Widmung: Jan Krenz Aufführungsdauer: ca. 14 Minuten Sätze: Allegro non troppo, Andante, Vivace
Musica concertante für Kammerorchester, 1958 (Erstveröffentlichung: 1960, Polnischer Musikverlag) Aufführungsdauer: ca. 15 Minuten Besetzung: Piccolo, Sopransaxophon, Bassklarinette, Trompete, zwei Harfen, vier Violinen, vier Bratschen, drei Celli, drei Kontrabässe, vier Schlagzeuger.
Episoden für Streicher und drei Schlagzeuggruppen, 1959 (Erstveröffentlichung: 1961, Polnischer Musikverlag) Aufführungsdauer: ca. 11 Minuten Besetzung: Streichorchester und drei Gruppen von Schlaginstrumenten Widmung: Witold Rowicki Anmerkungen: Das Werk enthält aleatorische Elemente.
Freski symfoniczne [Sinfonische Fresken], 1963–1964 (Erstveröffentlichung: 1966, Polnischer Musikverlag) Widmung: Ernest Bour Aufführungsdauer: ca. 11 Minuten und 40 Sekunden
Niobe, 1966 Besetzung: 2 Sprecher, gemischter Chor und Orchester Text: Konstanty Ildefons Gałczyński Anmerkungen: Das Werk verbindet gesprochene Texte mit Chorgesang und orchestraler Begleitung. Es ist ein dramatisches Stück, das verschiedene Elemente der szenischen Musik und Lyrik vereint.
Dramatische Geschichte (Dramatic Story), 1968–1970 (Erstveröffentlichung: 1972, Moeck Verlag und Polnischer Musikverlag) Besetzung: Holz- und Blechbläser, Schlagzeug, Harfe, Klavier, Streicher Anmerkungen: Das Werk enthält aleatorische Elemente.