Katrin Fröhlich (* 18. August 1968 in West-Berlin; bürgerlich Katrin Fandrych) ist eine deutsche Schauspielerin, Hörspiel-, Hörbuch- und Synchronsprecherin, Dialogbuchautorin und Synchronregisseurin.
Fröhlich ist die jüngere Schwester des Schauspielers und Synchronsprechers Andreas Fröhlich. Sie ist seit 1977 als Hörspiel- und Synchronsprecherin tätig und leiht ihre Stimme unter anderem Schauspielerinnen wie Cameron Diaz, Gwyneth Paltrow, Heather Locklear, Virginie Efira und Sofie Gråbøl.
Fröhlich ist heute hauptsächlich als Sprecherin und Synchronregisseurin tätig. Sie lebt in München, ist verheiratet und hat drei Kinder.
1985 war sie in dem Jugenddrama Dagmar als Protagonistin an der Seite ihres Bruders Andreas Fröhlich zu sehen. Als Schauspielerin wirkte sie auch in den Filmen Wer hat Angst vor rot, gelb, blau (1991) und Das Superweib (1996) nach Hera Lind mit, Gastauftritte hatte sie in den Fernsehserien Happy Holiday (1993) und Immer im Einsatz – Die Notärztin (1994).
Auf der Theaterbühne war sie zum Beispiel mit Heiner Lauterbach und Uwe Ochsenknecht in Ein seltsames Paar zu sehen, welches Ende 2002 in der Münchner Komödie im Bayerischen Hof aufgeführt wurde.
Auf dem Fernsehsender Das Vierte war sie in diversen Programm-Trailern zu hören. Zurzeit ist Katrin Fröhlich außerdem eine Stammsprecherin von Sky Deutschland.
Seit Mitte der 1980er Jahre synchronisierte Fröhlich zahlreiche Schauspielerinnen. So sprach sie beispielsweise Martha Plimpton in Die Goonies (1985), Sharon Stone in Triple Trouble (1988), Uma Thurman in Robin Hood – Ein Leben für Richard Löwenherz (1991), Rosie Perez in 2 Millionen Dollar Trinkgeld (1994), Sandrine Kiberlain in Beaumarchais – Der Unverschämte (1996), Mira Sorvino in Auf den ersten Blick (1999), Vittoria Belvedere in Augustus – Mein Vater der Kaiser (2003), Amanda Peet in So was wie Liebe (2005), Beyoncé Knowles in Dreamgirls (2007), Jennifer Esposito in Conspiracy – Die Verschwörung (2008), Cameron Diaz in The Green Hornet, Kristen Wiig in der Komödie Brautalarm (beide 2011) und Malgosha in Ein Minecraft Film (2025).
Katrin Fröhlich wird seit 1997 als Feststimme von Gwyneth Paltrow besetzt, als sie die Rolle der Protagonistin in Jane Austens Emma übernahm. Für die Schauspielerin Cameron Diaz wird sie seit der Komödie Verrückt nach Mary, die 1998 in Deutschland anlief, dauerhaft eingesetzt. Im selben Jahr sprach sie erstmals Heather Graham im Science-Fiction-Thriller Lost in Space und war danach wiederkehrend auf ihr zu hören. Weiterhin wird die indische Schauspielerin Preity Zinta nur von Fröhlich vertont, erstmals 2004 im erfolgreichen Bollywood-Film Lebe und denke nicht an morgen.
Darüber hinaus übernahm sie mehrmals die Synchronisation von Laura Linney, unter anderem in der Filmkomödie Dave (1993), im Oscar-nominierten Filmdrama You Can Count on Me (2000), im Mystery-Thriller Die Mothman Prophezeiungen (2002) und in der Literaturverfilmung Der Andere (2008). Auch für die Schauspielerin Kate Winslet war sie in einigen ihrer früheren Filme zu hören, mitunter 1996 in Herzen in Aufruhr, 1998 in Marrakesch, 2001 in Iris und 2004 in Wenn Träume fliegen lernen. Wiederkehrende Besetzung erfolgte auch für Mary-Louise Parker, beispielsweise als Peggy Blane in Goodbye Lover (1998), als Molly Graham in Roter Drache (2002), als Sarah Ross in R.E.D. – Älter, Härter, Besser (2010) und der Fortsetzung R.E.D. 2 (2013) sowie in der Miniserie Engel in Amerika von 2003.
Mit sieben Jahren hatte Fröhlich ihre erste Serienhauptrolle als Synchronsprecherin für das Nesthäkchen Elizabeth in der amerikanischen Familienserie Die Waltons, welche im ZDF von 1975 bis 1981 ausgestrahlt wurde. Nach ihrem Umzug nach München sprach sie 1988 Courteney Cox als vorbestrafte Gloria mit telekinetischen Fähigkeiten in Die Spezialisten unterwegs, und in der 1989 vom ZDF produzierten Weihnachtsserie Laura und Luis lieh sie der Diebin Giuliana die deutsche Stimme.
Seit 1990 ist Fröhlich immer wieder in Comedy-Serien zu hören, erstmals in der australischen Familiensitcom Hey Dad! (1990–1997) als Debbie Kelly, in Sabrina – Total Verhext! (1997–2004) als Tante Hilda, für Heather Locklear von 2000 bis 2002 als Wahlkampfmanagerin Caitlin Moore in Chaos City (2000–2002), für Terry Farrell als Reggie in Becker (2001–2003), als Cindy Devlin in Immer wieder Jim (2004–2009), seit 2009 als Beth Campbell in Tripp’s Rockband und seit 2011 für Laura Linney als Cathy Jamison in The Big C. Des Weiteren spricht sie Sophie Kuczynski in der US-amerikanischen Sitcom 2 Broke Girls.
Auch in einigen Seifenopern der 1990er Jahre wurde sie besetzt, für Nicollette Sheridan als Paige Matheson im Dallas-Ableger Unter der Sonne Kaliforniens (1991–1995), erneut für Heather Locklear als intrigante Karrierefrau Amanda Woodward in Melrose Place (1993–2000) und dessen Neuauflage (2011) und 1996 als „Toni“ Marchette in der Erfolgsserie Beverly Hills, 90210.
Im Genre der Science-Fiction-, Fantasy- und Action-Serien hatte sie auch viele verschiedene Rollen. Sie sprach 1995 Rebecca Gayheart in Earth 2, Sabrina Lloyd als Wade Welles in Sliders – Das Tor in eine fremde Dimension (1997–2000) und Hudson Leick als Callisto in Xena – Die Kriegerprinzessin (1997–2000) mit Cross-Over Auftritten in Hercules. Die Haupt- und Titelrolle von Peta Wilson in der dramatischen Agentenserie Nikita (1999–2001) wurde von Fröhlich in der deutschen Übersetzung gesprochen. 2005 bis 2009 lieh sie Katee Sackhoff als draufgängerische Pilotin Starbuck in Battlestar Galactica ihre Stimme, so auch in Bionic Woman (2010). Sie vertonte Gretchen Egolf in Journeyman – Der Zeitspringer (2007) und Sofie Gråbøl in der dänischen, Emmy-nominierten Krimiserie Kommissarin Lund – Das Verbrechen (2008/2010). 2011 sprach sie in Human Target die neue Teilhaberin Ilsa Pucci für Indira Varma und in Mercy Krankenschwester Flanagan Callahan, gespielt von Taylor Schilling. Von 2012 bis 2017 synchronisierte sie Sasha Alexander als Gerichtsmedizinerin Dr. Maura Isles in Rizzoli & Isles, von 2015 bis 2016 Vanessa Valence als Kommissarin Frédérique „Fred“ Kancel in Profiling Paris. Außerdem ist sie als Mira in Steven Spielbergs Science-Fiction-Serie Terra Nova zu hören.
2018–2020 synchronisierte Fröhlich einmal mehr Gwendoline Christie als Captain Phasma in Star Wars Resistance.
1988 wirkte Katrin Fröhlich als April Eagle in der Anime-Serie Saber Rider mit, deren deutsche Fassung unter der Regie von Ekkehardt Belle viele versteckte Anspielungen auf die beteiligten Sprecher enthält. Zwei Jahre später stand sie erneut neben Belle im Studio, als sie Prinzessin Lana in der US-Zeichentrickserie Captain N vertonte.
In der Zeichentrickserie Tiny Toons sprach sie 1992 das pinkfarbene Kaninchen Babs Bunny, als Frau Schildkröte war sie in Franklin – Eine Schildkröte erobert die Welt (1999–2004) zu hören und 2000 in Die Dschungelbuch-Kids als junger Balu.
In der japanischen Abenteuer-Trickserie One Piece, die in Deutschland seit 2003 ausgestrahlt wird, sprach sie drei verschiedene Charaktere, nämlich den aus der Gefangenschaft befreite Corby, die übermütige Marinesoldatin Bellemere und das kleine Mädchen Yuki. In der auf Netflix im Jahr 2023 ausgestrahlten Live-Action-Serie One Piece übernahm sie erneut die Rolle der Bellemere.
2023 war Fröhlich in The Demon Sword Master of Excalibur Academy als Degrasse Alto zu hören (Seiken Gakuin no Makentsukai).