Kathrin Ackermann, geschiedene Ackermann-Furtwängler (* 28. Januar 1938 in Wiesbaden), ist eine deutsche Schauspielerin und Synchronsprecherin. Ackermann wirkte vor allem an Theatern in München, wie dem Bayerischen Staatsschauspiel und dem Residenztheater. Einem breiten Publikum wurde sie bekannt, als sie in der Fernsehreihe Tatort die Mutter der Kommissarin Charlotte Lindholm spielte, die von ihrer wirklichen Tochter Maria Furtwängler gespielt wird.
Kathrin Ackermann ist eine Tochter von Hans Ackermann und Elisabeth Ackermann, geborene Albert. Der Archäologe Adolf Furtwängler war ihr Stiefgroßvater. Ihr Vater fiel während des Zweiten Weltkriegs im Frankreich-Feldzug, ihre Mutter heiratete in zweiter Ehe den Dirigenten Wilhelm Furtwängler (1886–1954). Somit war dieser der Stiefvater von Kathrin Ackermann. Ackermann war mit Bernhard Furtwängler, einem Sohn von Wilhelms Bruder Walter Furtwängler, verheiratet. Ihre gemeinsame Tochter ist die Schauspielerin Maria Furtwängler, ihre gemeinsamen Söhne sind der Betriebswirt David Furtwängler und der Mathematikprofessor Felix Furtwängler. Ackermanns Großmutter mütterlicherseits war die Politikerin Katharina von Kardorff-Oheimb, die in zweiter Ehe mit Ernst Albert verheiratet war, einem Sohn des Industriellen Heinrich Albert; aus dieser Ehe stammte Ackermanns Mutter Elisabeth.
Kathrin Ackermann ist geschieden und lebt in München.
Aufgewachsen in Lausanne, absolvierte Ackermann die Otto-Falckenberg-Schule in München. 1959 debütierte sie am Bayerischen Staatsschauspiel München, wo sie von 1961 bis 1979 insbesondere am Residenztheater wirkte. Danach trat sie als freischaffende Schauspielerin insbesondere an Münchner Privatbühnen auf.
In sehr unterschiedlichen Rollen war sie auch in Filmen und im Fernsehen zu sehen wie z. B. in den Fernsehserien Die glückliche Familie und Vater wider Willen. Neue Popularität erlangte sie zuletzt in Folgen der Krimireihe Tatort als Mutter der Kommissarin Charlotte Lindholm, die von ihrer wirklichen Tochter Maria Furtwängler gespielt wird.
Als Synchronsprecherin lieh Ackermann ihre Stimme unter anderem der Schauspielerin Katey Sagal in ihrer Rolle als Peggy Bundy in der Serie Eine schrecklich nette Familie.
2014 und 2022 übernahm sie tragende Rollen in mehreren Hörspielen der Reihen Gruselkabinett, Sherlock Holmes und Titania Special von Titania Medien.
Ackermann lehrte 2008 als Dozentin für Schauspiel an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München im Studiengang Musical.
1972: Bei uns in Schilda, Folge 2 (Poly). Hörspielbearbeitung: Otfried Preußler. Regie: Heinz-Günter Stamm. Rolle: Margaret Punktum
1981: Doctor Snuggles (Poly). Dialogbuch: Eberhard Storeck. Dialogregie: Günther Sauer. Rolle: Kwiffie
2014: Gruselkabinett Folge 87 – Alraune (Titania Medien). Buch: Marc Gruppe. Regie: Marc Gruppe und Stephan Bosenius. Rolle: Frau Gontram
2014: Titania Special Folge 10: Pinocchio (Titania Medien). Buch: Marc Gruppe. Regie: Marc Gruppe und Stephan Bosenius. Rolle: Grille
2014: Sherlock Holmes – Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs Folge 14 (Titania Medien): Eine Frage der Identität. Buch: Marc Gruppe. Regie: Marc Gruppe und Stephan Bosenius. Rolle: Mrs. Windibank
2022: Gruselkabinett Folge 180 – Das unbewohnte Haus (Titania Medien). Buch: Marc Gruppe. Regie: Marc Gruppe und Stephan Bosenius. Rolle: Tante Julia
Ackermann-Furtwängler, Kathrin. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 4.
Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen • Georg Müller Verlag, München/Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 3.
C. Bernd Sucher (Hrsg.): Theaterlexikon. Autoren, Regisseure, Schauspieler, Dramaturgen, Bühnenbildner, Kritiker. Von Christine Dössel und Marietta Piekenbrock unter Mitwirkung von Jean-Claude Kuner und C. Bernd Sucher. 1995; 2. Auflage, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1999, ISBN 3-423-03322-3, S. 12.
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