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Karl Wilhelm Kolbe der Jüngere

Deutscher Maler

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Karl Wilhelm Kolbe der Jüngere (* 7. März 1781 in Berlin; † 8. April 1853 ebenda) war ein deutscher Maler.

Kolbe, ein Neffe des Kupferstechers Carl Wilhelm Kolbe d. Ä., studierte an der Akademie seiner Heimatstadt Berlin, besonders unter Daniel Chodowiecki. Seine erste große historische Komposition, die Kreidezeichnung Frobens Tod in der Schlacht bei Fehrbellin, gewann 1796 den ersten Preis der Akademie.

In der Ölmalerei wurde er von den niederländischen Malern beeinflusst. Sein großes Gemälde Albrecht Achilles erobert bei Nürnberg eine Fahne (1806) wurde von der Stadt Berlin als Geschenk für die Prinzessin Luise von Preußen bei ihrer Abreise nach Holland gekauft.

Von seinen historischen Darstellungen sind noch zu erwähnen:

Die Himmelfahrt Christi (1816), für die Schlosskirche zu Potsdam

Ottos des Großen Schlacht gegen die Ungarn

Barbarossas Leiche bei Antiochia (Berliner Nationalgalerie).

Zu den zehn Glasfenstern im Schloss zu Marienburg hat Kolbe sowohl die Kartons als auch die Farbenskizzen (zwei in der Nationalgalerie zu Berlin) geliefert. Sie stellen die Kämpfe und Siege des Deutschen Ordens dar. Seine Hauptleistung als Monumentalmaler sind die 1849 vollendeten Kartons zu den Fresken in den Vorhallen des Marmorpalais in Potsdam.

Von 1815 bis 1853 war Kolbe Mitglied der Königlich Preussischen Akademie der Künste zu Berlin und gehörte ab 1846 deren Senat an. 1814 gehörte er zu den 32 Gründungsmitgliedern des Berlinischen Künstler-Vereins und ab 1825 war er Mitglied des Künstlerausschusses des Vereins der Kunstfreunde im Preußischen Staat.

Lionel von Donop: Kolbe, Karl Wilhelm. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 16, Duncker & Humblot, Leipzig 1882, S. 463.

Charlotte Steinbrucker: Kolbe, Carl Wilhelm, d. Jüng. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 21: Knip–Krüger. E. A. Seemann, Leipzig 1927, S. 226–228 (Textarchiv – Internet Archive).

Angaben zu Carl Wilhelm Kolbe auf der Webseite der Akademie der Künste

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