Kaori Sakamoto (japanisch 坂本 花織 Sakamoto Kaori; * 9. April 2000 in Kobe, Präfektur Hyōgo) ist eine ehemalige japanische Eiskunstläuferin, die in Wettbewerben im Einzellauf antrat. Sie ist die Weltmeisterin im Eiskunstlauf der Jahre 2022, 2023, 2024 und 2026. Bei den Olympischen Winterspielen gewann sie im Einzellauf eine Silber- und eine Bronzemedaille und im Teamwettbewerb zwei Silbermedaillen. Im März 2026 beendete sie ihre aktive Karriere.
Sakamoto hat einen Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Kōbe-Gakuin-Universität. Sie ist verheiratet; ihren Partner, der keinen Bezug zum Eiskunstlauf hat, kennt sie aus ihrem Studium. Sie heirateten kurz nach Sakamotos letztem Wettbewerb bei der Weltmeisterschaft 2026.
Sakamoto trat in internationalen Wettkämpfen seit der Saison 2017/18 bei den Erwachsenen an. Bei den japanischen Meisterschaften 2018 wurde sie Zweite hinter Satoko Miyahara. Bei den folgenden Vier-Kontinente-Meisterschaften gewann Japan bei den Frauen alle Plätze auf dem Podium, wobei Sakamoto Gold vor Mai Mihara und Satoko Miyahara gewann.
Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang erreichte Sakamoto den 6. Platz.
In der folgenden Saison gelang Sakamoto die Qualifikation für das Grand-Prix-Finale in Vancouver. Dort wurde sie Vierte, während ihre Landsfrau Rika Kihira die Goldmedaille gewann. Bei den folgenden japanischen Meisterschaften übertraf Sakamoto mit 152,36 Punkten in der Kür ihre bisherige persönliche Bestleistung deutlich, wodurch sie vor Kihira ihren ersten Titel als japanische Meisterin gewann. Bei den Weltmeisterschaften in Saitama wurde Sakamoto Zweite im Kurzprogramm. Im Gesamtergebnis wurde sie Fünfte, nachdem sie in der Kür einen geplanten dreifachen Flip nur einfach zeigte. In der Saison 2019/20 konnte Sakamoto nicht an die Erfolge der vorherigen Saison anknüpfen.
Ihre erste Goldmedaille bei einem Grand-Prix-Wettbewerb gewann Sakamoto bei der NHK Trophy 2020. Ihre zweiten Weltmeisterschaften, 2021 in Stockholm, beendete Sakamoto als Sechste. In Peking gewann Sakamoto 2022 zwei olympische Medaillen. Zur Silbermedaille für Japan im Teamwettbewerb trug sie durch ihren ersten Platz in der Kür der Frauen bei (nach der Disqualifikation von Kamila Walijewa). Im Einzelwettbewerb erreichte sie im Kurzprogramm, in der Kür und im Gesamtergebnis jeweils mit persönlicher Bestleistung den dritten Platz. In der Kür, die sie zu Filmmusik von Junkie XL (Die Bestimmung – Divergent) lief, wurde Sakamoto nur von Alexandra Trussowa und Anna Schtscherbakowa geschlagen, die beide mehrere Vierfachsprünge zeigten. Bei den Weltmeisterschaften in Montpellier verbesserte Sakamoto ihre persönlichen Bestleistungen im Kurzprogramm und in der Kür erneut, wodurch sie Weltmeisterin im Eiskunstlauf des Jahres 2022 wurde.
Im Juni 2025 kündigte sie an, nach den Olympischen Winterspielen 2026 ihre aktive Karriere zu beenden. Die 25-Jährige belegte am 19. Februar 2026 in Mailand nach der Kür im Einzel den zweiten Rang und holte für Japan die Silbermedaille.
Bei ihrem letzten Auftritt, bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften Ende März 2026 in Prag, gewann sie die Goldmedaille. Sie beendete ihren letzten Wettbewerb mit der besten Kürleistung ihrer Karriere. Sie übertraf mit 158,97 Punkten in der Kür und 238,28 Punkten insgesamt ihre eigene Bestleistung, die sie 2022 aufgestellt hatte.
Mit einer Pressekonferenz im Mai 2026 gab Sakamoto ihren Rücktritt vom Wettbewerb bekannt.
Kurz darauf schloss sich Sakamoto dem Team ihrer langjährigen Trainerin Sonoko Nakano an und ist nun selbst Trainerin am Sysmex Kobe Ice Campus, wo sie zuvor als Sportlerin trainiert hatte.
1 Das persönliche Ergebnis ist in Klammern angegeben. Die Vergabe von Medaillen orientiert sich jedoch am Teamergebnis.
Kaori Sakamoto in der Datenbank der International Skating Union (englisch)