Köln (kölsch ) ist eine kreisfreie Stadt im Land Nordrhein-Westfalen mit rund einer Million Einwohnern. Sie ist die bevölkerungsreichste Gemeinde des Bundeslandes und die viertgrößte Deutschlands.
Die Stadt am Rhein gehört zum Regierungsbezirk Köln. Die Region Köln/Bonn ist das Zentrum des Ballungsraums zwischen Kölner Bucht und Oberbergischem Land mit rund vier Millionen Einwohnern. Zudem ist Köln das rheinische Bevölkerungszentrum der Metropolregion Rheinland mit 8,7 Millionen Einwohnern und Teil der Metropolregion Rhein-Ruhr mit 10,2 Millionen Einwohnern.
Die Stadt zählt vor allem wegen des bedeutenden Kölner Doms und ihrer romanischen Kirchen sowie weiterer mittelalterlicher Baudenkmäler, einer über 2000-jährigen Stadtgeschichte, bedeutsamer Veranstaltungen sowie ihres kulturellen und kulinarischen Erbes zu den wichtigsten Reisezielen in Europa.
Die heutige Metropole wurde in römischer Zeit unter dem Namen Oppidum Ubiorum gegründet und im Jahr 50 n. Chr. als Colonia Claudia Ara Agrippinensium (kurz Colonia oder CCAA) zur Stadt erhoben. Die günstige Lage am Rhein mit der Querung bedeutender West-Ost-Handelsstraßen und dem Sitz weltlicher sowie insbesondere kirchlicher Macht trug im Heiligen Römischen Reich zur überregionalen Geltung Kölns bei. Die Stadt ist seit dem Mittelalter Sitz des Erzbistums Köln, der heute größten römisch-katholischen Diözese Deutschlands. Die Kölner Erzbischöfe waren bis 1803 Kurfürsten des Heiligen Römischen Reiches, die Stadt Köln selbst war allerdings seit der Schlacht von Worringen 1288 nicht mehr Teil des Kurfürstentums, sondern Freie Reichsstadt. Als Hansestadt war Köln mit seiner zentralen Verkehrslage ein wichtiger Handelsstandort.
Köln besitzt als Wirtschafts- und Kulturmetropole internationale Bedeutung. Die Stadt zählt zu den wichtigsten Standorten der Chemie- und Automobilindustrie und beherbergt, teilweise zusammen mit einigen Vororten, Firmensitze und Produktionsstätten von Automobilmarken wie Ford und Toyota sowie Chemiekonzerne wie Lanxess. Auch die Lufthansa hat ihren Firmensitz in der Stadt. Ferner ist Köln Sitz mehrerer Bundesbehörden.
Die Karnevalshochburg ist außerdem Sitz vieler öffentlicher Verbände und professioneller Sportvereine. Zahlreiche Fernseh- und Rundfunksender wie RTL und der Westdeutsche Rundfunk sowie Filmstudios, Musikproduzenten, Verlagshäuser und andere Medienunternehmen haben hier ihren Standort. Köln gilt ferner als eines der führenden Zentren des weltweiten Kunsthandels. Die Stadt ist ebenfalls ein bedeutender Kongress- und Messestandort: Die Videospielmesse Gamescom, die Fitness- und Gesundheitsmesse FIBO und die Süßwarenmesse gelten als Weltleitmessen, die Art Cologne als älteste Kunstmesse der Welt. Als größter Bildungs- und Forschungsstandort in Westdeutschland befinden sich hier die Universität zu Köln, die Technische Hochschule Köln und zahlreiche weitere Hochschulen.
Die Bedeutung Kölns als Verkehrsknotenpunkt zeigen der umfangreiche Schienenpersonenfernverkehr mit drei Fernbahnhöfen sowie der Bahnhof Eifeltor, der zu den größten Containerumschlagbahnhöfen Europas gehört. Ergänzt wird die Infrastruktur durch vier Binnenhäfen und den Flughafen Köln/Bonn.
Das Stadtgebiet erstreckt sich über 405,01 Quadratkilometer (linksrheinisch 230,25 Quadratkilometer, rechtsrheinisch 174,87 Quadratkilometer). Ein größeres Stadtgebiet haben in Deutschland nur die Stadtstaaten Berlin und Hamburg sowie vier Klein- und Mittelstädte in Sachsen-Anhalt und Brandenburg.
Der topographische Referenzpunkt der Stadt, die Spitze des nördlichen Domturms, liegt auf 50° 56′ 33″ nördlicher Breite und 6° 57′ 32″ östlicher Länge. Der höchste Punkt liegt 118,04 Meter (Monte Troodelöh im Königsforst); der niedrigste 37,5 Meter über dem Meeresspiegel (im Worringer Bruch).
Die Stadt liegt in der Kölner Bucht, einer trichterförmigen, durch den Rhein geprägten Flusstallandschaft zwischen den stufenartig ansteigenden Hängen des Bergischen Landes und der Eifel unmittelbar nach Austritt des Rheins aus dem Rheinischen Schiefergebirge. Diese geschützte, günstige Lage bewirkt für Köln ein mildes Klima.
Köln liegt im Großraum der Übergangszone vom gemäßigten Seeklima zum Kontinentalklima mit milden Wintern (Januarmittel: 3,0 °C) und mäßig warmen Sommern (Julimittel: 19,0 °C). Die mittleren Jahresniederschläge betragen 802 Millimeter, liegen damit im Deutschlandmittel und wesentlich höher als im westlich angrenzenden Rhein-Erft-Kreis (Erftstadt-Bliesheim: 631 mm) oder der Jülich-Zülpicher Börde (Zülpich: 582 mm), was bei Pendlern den Eindruck eines „Regenlochs“ erweckt.
Stellvertretend für das Stadtklima Kölns kann man die Wetterstation Köln-Stammheim benutzen. Zu sehen ist, dass die Wintertemperaturen mit die mildesten in ganz Deutschland sind und die Temperaturminima durch das städtische Mikroklima sehr hoch sind. Die Mittelwerte aus dem Zeitraum 2015–2020 sind ziemlich ähnlich den Werten aus dem Klimamittel von Lyon über die Jahre 1961–1990.
In den letzten 30 Jahren sind die Temperaturen in Köln im langfristigen Mittel merklich gestiegen; betrug die mittlere Tageshöchsttemperatur im Juli für den Zeitraum 1961 bis 1990 noch rund 23 °C, so liegt sie für die Jahre 1991 bis 2020 bei etwa 25 °C. Auch die Winter sind wärmer geworden; lag die durchschnittliche Tageshöchsttemperatur im Januar für die Jahre 1961 bis 1990 noch bei 4,5 °C, so waren es für den Zeitraum 1991 bis 2020 5,9 °C.
Das mittlere Niederschlagsprofil hat sich indes kaum verändert, die jährliche Niederschlagsmenge ist im Durchschnitt in etwa gleich groß geblieben. Dafür hat sich die Anzahl an Sonnenstunden in den letzten 30 Jahren im langjährigen Mittel von 4,1 auf 4,4 Stunden pro Tag erhöht.
Die Energieerzeugung, die Industrie sowie der Verkehr sind die wichtigsten Ursachen für die anthropogene Luftverschmutzung. Im Rahmen der bisherigen Luftreinhalteplanung konnten für nahezu sämtliche luftverunreinigende Stoffe, hier insbesondere für den zu Beginn der 2000er Jahre noch kritischen Feinstaub, beachtliche Erfolge erreicht werden. Zum Schutz der menschlichen Gesundheit wurde 2010 europaweit für Stickstoffdioxid (NO₂) der Jahresgrenzwert von 40 µg/m³ festgelegt, zum Schutz der Vegetation wird ein kritischer Wert von 30 µg/m³ NOx als Jahresmittelwert verwendet. Diese Grenzwerte werden in Köln noch immer großräumig überschritten.
Um die Luftbelastung dauerhaft zu senken, hat die Bezirksregierung Köln 2006 erstmals einen Luftreinhalteplan nach § 47 Abs. 1 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) erstellt. Gegenstand eines solchen Luftreinhalteplans sind die Beschreibung der Überschreitungssituation, die Verursacheranalyse, die Betrachtung der voraussichtlichen Entwicklung der Belastungssituation sowie die Erarbeitung von Maßnahmen die zu einer Reduzierung der Luftschadstoffe führen sollten. Am 1. Januar 2008 wurde deshalb in Köln die erste Umweltzone von Nordrhein-Westfalen errichtet, sie erstreckte sich über den inneren Bereich des Stadtgebietes. Da die Einhaltung der Grenzwerte für Stickstoffdioxid dadurch noch nicht erreicht werden konnte, wurde der Luftreinhalteplan fortgeschrieben und die Umweltzone zum 1. April 2012 nahezu auf das gesamte Stadtgebiet erweitert. Nach einer schrittweisen Einführung dürfen seit dem 1. Juli 2014 nur noch Kraftfahrzeuge mit grüner Plakette in die Umweltzone einfahren.
Da 2016 an neun Messstationen in Köln der geltende Grenzwert für Stickstoffdioxid noch immer überschritten wird, musste die Bezirksregierung den geltenden Luftreinhalteplan für das Stadtgebiet Köln fortschreiben. Insgesamt hat an allen von Grenzwertüberschreitung betroffenen Messstellen der Emissionsanteil des Straßenverkehrs den höchsten Anteil an der bestehenden Belastungssituation. Ein großer Anteil resultiert hierbei aus den Stickstoffdioxidemissionen von Dieselfahrzeugen. Der Feinstaub-Jahresmittelgrenzwert wurde an allen Messstellen in Köln seit dem Jahr 2009 eingehalten. Die Lage der Gebiete, in denen erhöhte Belastungen auftreten, erstreckt sich auf einen größeren Bereich um die Innenstadt und einzelne Gebiete in den äußeren Stadtteilen. Die fünf größten Problemzonen sind der Clevische Ring (Köln-Mülheim), die Justinianstraße (Deutz), Neumarkt (City), an der Aachener Straße (Weiden) und Luxemburger Straße (Sülz). Insofern besteht Handlungsbedarf zur weiteren Verminderung der Luftschmutz-Belastung im Plangebiet.