Juri Alexandrowitsch Falik (russisch Юрий Александрович Фалик; * 30. Juli 1936 in Odessa, Ukraine; † 23. Januar 2009 in Sankt Petersburg) war ein russischer Komponist und Dirigent.
Falik studierte von 1955 bis 1964 am Leningrader Konservatorium und erhielt 1962 den 1. Preis beim Internationalen Cellowettbewerb im Rahmen der VIII. Weltfestspiele in Helsinki. Daneben entstanden bereits Kompositionen, an denen sich neben seinen musikalischen Vorbildern Strawinski, Prokofjew und Schostakowitsch der Einfluss seines Lehrers Arapow zeigte. Die ab 1968 entstandenen Werke werden als gereift und von den Vorbildern gelöst beschrieben.
Falik war Professor am Sankt Petersburger Konservatorium und trat in Russland und dem Ausland als Dirigent auf.
Studienzeit: Fünf Klavierpräludien, Oboenkonzert, Sinfonie für Streicher und Schlagzeug
1966: Skomorochi – Konzert für Bläserquintett und Schlagzeug
1967: Ballett-Mysterium in einem Akt: Tyll Ulenspiegel (nach Charles de Coster); im gleichen Jahr zu einem einsätzigen, vierteiligen Konzert für Orchester zusammengefasst
1968: Oresteia, Choreographische Tragödie
Inventionen für Vibraphon, Marimbaphon und fünf Tomtoms
1975: Elegische Musik – Zum Gedenken an Igor Strawinski
1984: Scapins Streiche, Oper (nach Molière)
1996: Messe für Solisten, Chor und Kammerorchester
2001: Elegien für Solosopran und Chor a cappella (nach Texten von Achmatowa und Gumiljow)
Streichquartett Nr. 3/Elegische Musik/Konzert für Orchester (nach Motiven aus Tyll Ulenspiegel) – Melodia/Eterna 8 27 369, 1980
Neueinspielungen des Atrium-Quartetts nach 2000
Werke von und über Juri Alexandrowitsch Falik im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Juri Falik auf kino-teatr (russisch)