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Juan Bautista Arriaza y Superviela

Spanischer Staatsmann und Dichter

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Don Juan Bautista de Arriaza y Superviela (* 27. Februar 1770 in Madrid; † 22. Januar 1837 ebenda) war spanischer Staatsmann und Dichter.

Arriaza y Superviela war ein Sohn des Antonio José Arriaza y Orejón (* 2. Juni 1728), eines Obersts des Königlich Spanischen Garde-Infanterieregiment, und dessen Frau Teresa (geborene Superviela y Letreri; 28. Dezember 1739 – 1795), einer Hofdame Karls, des Prinzen von Asturien.

Er besuchte die Piaristenschule in Lavapiés und wurde am Königlichen Adelsseminar (spanisch Seminario de Nobles) in Madrid ausgebildet. 1782 trat er als Kadett zunächst in die Königliche Artillerie an der Marineakademie in Segovia ein, wechselte jedoch 1787 als Seekadett an die Marineakademie in Cartagena. Hier wurde er am 16. März 1790 zum Fregattenkapitän befördert und nahm 1793 während des Koalitionskriegs an den Belagerungen von Toulon und der Ciutadella de Roses teil. Am 25. Januar 1794 wurde Arriaza zum Fähnrich befördert. Er erkrankte und litt seither an einer unheilbaren Kurzsichtigkeit. Am 30. Januar 1798 wurde er, zwei Tage vor seiner Pensionierung, zum Korvettenkapitän ernannt. Anschließend trat er in das Diplomatische Korps ein, wurde Legationssekretär in der Gesandtschaft in Paris und widmete sich der Literatur. Er verfasste in dieser Zeit insbesondere Lobpreisungen über Manuel de Godoy, der ihn zum Attaché an der spanischen Botschaft in London ernannte. Nach dem Zusammenbruch der anglo-spanischen Beziehungen verließ er am 22. Januar 1805 England, blieb für einige Wochen in Holland und begab sich im März 1805 erneut nach Paris, wo er bis März 1806 verweilte. Ende 1807, nach dem geheimen Abkommen von Fontainebleau, kehrte Arriaza nach Spanien zurück und nahm am Krieg gegen Napoleon teil. Er zeigte sich fortan als eifriger Anhänger des absoluten Königtums, weshalb ihn König Ferdinand VII. zu seinem Rat und Kabinettssekretär, zum Offizial im Ministerium des Auswärtigen und zum Kammerherrn und Ritter ernannte.

Arriaza politische Tätigkeit, deren Prinzipien er in den Discursos patrioticos ausgesprochen hat, ging mit der poetischen Hand in Hand. Als Dichter ist Arriaza Meister der Form, weniger originelles Genie. Er war Mitglied der Spanischen Akademie und verfasste überwiegend heroische und patriotische Gedichte. Dabei lehnte er den Klassizismus und ausländische Einflüsse ab und verteidigte die altspanischen Traditionen.

Arriaza y Superviela war seit dem 17. Juni 1816 mit Paula (geborene Arriaza y Mosterín; getauft 26. Januar 1797 – 9. Oktober 1865) verheiratet, einer Tochter seines älteren Bruders Francisco Arriaza y Superviela und dessen Frau Manuela (geborene Mosterín y Rufín), mit der er fünf Kinder hatte:

José Arriaza y Arriaza (1820–1830)

Matilde Arriaza y Arriaza (* 1824)

Felicia Arriaza y Arriaza (1825–1865)

Luis Arriaza y Arriaza (* 1828)

Juan Bautista Arriaza y Arriaza (* 1830) ⚭ 3. Juni 1854 mit Agustina (geborene San Vicente Flores)

Arriaza starb 1837 fünf Wochen vor seinem 67. Geburtstag.

8. Juli 1814: Ritterkreuz des Ordens Karls III.

24. November 1814: Mitglied der Königlich Spanischen Akademie

15. April 1818: Ernennung zum Kammerherrn des Königs

24. Mai 1824: Mitglied der Königlichen Akademie der Schönen Künste von San Fernando

Er war zudem Ehrenmitglied der Königlichen Akademie der Schönen Künste San Carlos in Valencia und der Königlichen Akademie der Literatur von Sevilla.

Der spanische Maler Francisco de Goya ließ sich durch Arriaza Gedicht Profecía del Pirineo (Die Prophezeiung der Pyrenäen) zu seinem Gemälde El coloso (Der Koloss, 1808–1814) inspirieren, in dem Goya die schrecklichen Visionen festhielt, die ihn während des gesamten Unabhängigkeitskriegs heimgesucht hatten.

Poesías patrióticas. Impr. de T. Bensley, London 1810 (spanisch, archive.org).

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