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Juan Arolas

Spanischer Dichter

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Juan Arolas Bonet (* 22. Juni 1805 in Barcelona; † 25. November 1849 in Valencia) war ein spanischer Dichter, Übersetzer und Zeitungsherausgeber.

Arolas war das sechste von sieben Kindern des Kaufmanns Francisco Arolas Arís und dessen Frau Teresa (geborene Bonet Salerna; † 1809). Nach dem Tod seiner Mutter zog die Familie über Reus nach Valencia. Dort trat er gemeinsam mit seinem Bruder Pablo Arolas 1814 die Schule des Ordens der Piaristen ein. 1819 folgte er dem Beispiel des älteren Bruders und trat in den Orden ein. Die Zeit seines Noviziats verbrachte er in Peralta de la Sal in der Provinz Huesca. Hier trug er den Namen „Juan de la Pasión“ und beschäftigte sich sowohl mit religiösen als auch mit humanistischen Studien. Es folgte ein Philosophiestudium in Saragossa, ehe er nach Valencia zurückkehrte, um seine theologische Ausbildung abzuschließen. Er wirkte anschließend als Diakon und Lehrer am Colegio Andresiano und verfasste Texte nach dem Vorbild klassischer lateinischer und spanischer Dichter, die 1843 in den Poesías gesammelt erschienen. Bei einem Treffen Mariano de Cabrerizo, der als Priester eher theologische Texte kannte, die klassizistische Literatur zeitgenössischer Dichter wie George Gordon Byron, Victor Hugo, Alphonse de Lamartine oder José Zorrilla y Moral, deren Werke er als Vorbilder für seine eigenen Schriften auswählte. Gemeinsam mit seinem Mitbruder Pascual Pérez und Vicente Boix gründete er 1833/1834 die Zeitschrift Diario Mercantil de Valencia, in der er seine Gedichte veröffentlichte. 1840 gründeten Arolas und Pérez die Zeitschrift La Psiquis, ein Blatt, das sich an spanische Frauen wandte. Er verfasste auch Beiträge für andere Zeitschriften wie El Fénix (1844–1849) oder El Constitucional barcelonés (1839–1843), in der 1842 sein zweiter Gedichtbandes abgedruckt wurde und arbeitete zudem als Übersetzer. 1844 erkrankte er an einem schweren Hirnleiden und geistigem Verfall. 1846 übersetzte Arolas noch einen Gedichtband von François-René de Chateaubriand ins Spanische. Von intellektueller Arbeit isoliert und in seine Zelle verbannt starb er 1849.

Gesamtausgaben seiner poetischen Werke mit zumeist lyrischen Gedichten erschienen in drei Bänden (Valencia 1860 und 1867), zuletzt als Poesias de Padre Juan de A. (1879).

Libro de los Amores, Las poesías pastoriles, Las cartas amatorias.

Poesías caballerescas y orientales. 1840 (Ausgabe 1850, books.google.de).

La sílfida del acueducto. 1837.

Arolas, Don Juan, span. Dichter. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 1, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig/Wien 1885–1892, S. 863.

Antonio Elias de Molins: Arolas (D. Juan). In: Diccionario biográfico y bibliográfico de escritores y artistas catalanes del siglo XIX (apuntes y datos). Band 1. Barcelona 1889, S. 158–161 (spanisch, Textarchiv – Internet Archive – Hier ist angegeben er sei am 20. Juni 1805 getauft worden).

José Ramón Lomba y Pedraja: El P. Arolas, su vida y sus versos. Est. Tip. Sucesores de Rivadeneyra, Madrid 1898 (spanisch, google.de).

Ricardo Navas Ruiz: El Romanticismo español. 3. Auflage, Cátedra, Madrid 1982.

Luis Federico Díaz Larios: Juan Arolas Bonet. In: Historia Hispánica. Real Academia de la Historia (spanisch, historia-hispanica.rah.es).

Joan Arolas i Bonet. In: (spanisch, enciclopedia.cat).

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