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Jozef Podprocký

Slowakischer Komponist

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Jozef Podprocký (* 10. Juni 1944 in Žakarovce; † 31. März 2021 in Košice) war ein slowakischer Komponist.

Jozef Podprocký begann seine Studien 1961–1965 am Konservatorium in Košice bei Juraj Hatrík (Komposition) und Irena Koreňová (Klavier). 1965–1970 setzte er sein Studium an der Akademie der Darstellenden Künste in Bratislava in der Kompositionsklasse von Ján Cikker fort, ehe er schließlich seinen Abschluss bei Alexander Moyzes absolvierte. 1969–2013 war er am Konservatorium in Košice Professor für Komposition und Musiktheorie. Zu seinen Schülern zählten Norbert Bodnár, Peter Breiner, Ivan Buffa, Peter Duchnický, Peter Guľas, Jana Kmiťová, Alexander Mihalič, Ondrej Morosz und Iris Szeghy. 1986–1988 war er Direktor der Staatsphilharmonie in Košice.

Seine kompositorische Tätigkeit umfasst Orchesterwerke, Instrumentalkonzerte, Kammermusik, vokal-instrumentale Stücke und Chorsätze sowie Arbeiten für den pädagogischen Gebrauch. Podprockýs Musiksprache orientiert sich an den Mustern der europäischen Musikmoderne (Bartók, Prinzipien der Wiener Schule, Sonorismus etc.), greift aber ebenso Inspirationen aus der slowakischen Kompositionsschule des 20. Jahrhunderts und Material aus der slowakischen Volksmusik auf, die er in seinen eigenen Stil integrierte. Experiment als Selbstzweck ablehnend, verstand er sein musikalisches Schaffen grundsätzlich als künstlerische Botschaft, mit der er ein breiteres Publikum ansprechen wollte. Seine Kompositionen wurden von führenden ostslowakischen und anderen Interpreten angeregt und aufgeführt, darunter dem Košice Quartett, dem Dirigenten Bystrík Režucha, dem Organisten Ivan Sokol, den Akkordeonisten Vladimír Čuchran und Peter Katina und dem Quasars Ensemble.

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

1978 Ján-Levoslav-Bella-Preis für das 2. Streichquartett op. 21

1994 Preis der Hemerka-Stiftung

1994 Preis des Bürgermeisters der Stadt Košice

Dramatische Studie op. 9 Nr. 1 (1967)

Ouvertüre op. 16 „…aere perennius monumentum…“ (1973)

Dramatische Ouvertüre op. 9 Nr. 2 (1981)

Sinfonie in zwei Sätzen op. 30 (1984–87)

Ouvertura festa op. 18b (1988)

Zvony (Die Glocken) op. 31 (1991)

2. Sinfonie „Ecce homo“ op. 39 (1997)

3. Sinfonie „Hommage à Jozef Grešák“ op. 47 (2004)

Mit Rozárka. Suite aus der gleichnamigen Oper von Jozef Grešák op. 54 (2007)

Premeny spomienok (Transformierte Erinnerungen) op. 71 (2018)

Concerto piccolo für Akkordeon, Streicher und Pauken op. 32 (1991)

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