Jost Auler (* 23. April 1958 in Düsseldorf; † 9. August 2026 in Stürzelberg) war ein deutscher Prähistoriker, Historiker, Museumspädagoge, Journalist und Verleger.
Nach Schulabschluss in Dormagen und abgeleisteter Wehrpflicht absolvierte Jost Auler eine Ausbildung im Groß- und Außenhandel. Anschließend studierte er an der Universität zu Köln Ur- und Frühgeschichte, Mittlere und Neue Geschichte sowie Anglo-Amerikanische Geschichte; das Studium schloss er im Frühjahr 1991 mit dem Magister ab. Er nahm bis Ende 1999 an zahlreichen archäologischen Ausgrabungen im In- und Ausland teil, die er teilweise selbst leitete.
Nach dem Studium arbeitete er 1991/92 als Redakteur an der Arbeitsstelle Münster der Mainzer Akademie der Wissenschaften für das Projekt Prähistorische Bronzefunde und anschließend 1993/94 als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Unteren Denkmalbehörde der Landeshauptstadt Düsseldorf. Danach leitete er diverse Ausgrabungen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und für die Ostfriesische Landschaft im Landkreis Leer. Inzwischen arbeitet er als Freier Mitarbeiter sowie als freier Journalist und ist als Museumspädagoge am Clemens-Sels-Museum in Neuss tätig. Außerdem konzipiert Auler Ausstellungen und leitet archäologische Workshops.
2004 gründete er den archaeotopos-Buchverlag.
In seinen Schriften arbeitete er oft an der Schnittstelle von Archäologie und Geschichte; einer der Schwerpunkte seiner Forschungen sind die Lokal- und Regionalgeschichte. Archäologische Aufsätze erschienen u. a. in den Fachzeitschriften Archäologisches Korrespondenzblatt, Archäologische Informationen, Praehistorische Zeitschrift, Archäologie Schweiz, Die Kunde, Ethnographisch-Archäologische-Zeitschrift, Nachrichten aus Niedersachsens Urgeschichte, Bonner Jahrbücher, Fundberichte aus Baden-Württemberg, historische Beiträge u. a. im Kölner Jahrbuch, Düsseldorfer Jahrbuch, Neusser Jahrbuch (Novaesium), Jahrbuch für den Rhein-Kreis Neuss.
Aulers Interesse galt den vorchristlichen Epochen sowie der archäologischen Erforschung von Hinrichtungsstätten in Europa. Er brachte zwischen 2008 und 2012 drei Monografien zum Thema Richtstättenarchäologie heraus.
Auler lebte im rheinischen Dormagen-Stürzelberg und hat zwei Töchter. Seit November 2023 war Auler im Ruhestand.
Alle im eigenen Verlag archaeotopos:
Stürzelberg. Ein Lesebuch von Rheinfischern, Getreideschmugglern und Galgenvögeln. Dormagen 2005, ISBN 3-938473-03-7.
Stürzelberg. Plaudereien von Gestern, Bilder von Heute. Dormagen 2005, ISBN 3-938473-01-0.
mit Sigrid Scheuss: Rommerskirchen – „auf der Gillbach“. Dormagen 2005, ISBN 3-938473-02-9.
mit Dagmar Davertzhofen: Kochen durch alle Epochen. Eine kulinarische Reise durch Dormagens Vergangenheit. 12 Rezepte. Dormagen 2006, ISBN 978-3-938473-00-9.
175 Bilder aus dem alten Stürzelberg 1900–1970. Dormagen 2006, ISBN 978-3-938473-05-4.
Stürzelberg. Von Mammutknochen, Landsknechten und Zuckerrüben. Dormagen 2007, ISBN 978-3-938473-04-7.
Schurken, Schmuggler & Gerichte. Auf den Spuren historischer Kriminalfälle im alten Zons. Dormagen 2007, ISBN 978-3-938473-08-5.
Straberg & Knechtsteden. 10 Kapitel aus der Geschichte des Walddorfes. Dormagen 2007, ISBN 978-3-938473-09-2.
als Hrsg.: Richtstättenarchäologie. Dormagen 2008, ISBN 978-3-938473-07-8.
als Hrsg.: Richtstättenarchäologie 2. Dormagen 2010, ISBN 978-3-938473-12-2.