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Josef Mattausch

Deutscher Germanist und Goethe-Forscher

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Josef Mattausch (* 18. März 1934 in Trautenau, Tschechoslowakei; † 13. Dezember 2022 in Leipzig) war ein deutscher Germanist und Goethe-Forscher.

Josef Mattausch besuchte in Eisenberg (Thüringen) die Schule und legte dort sein Abitur ab. Danach studierte er Germanistik und Niederlandistik an der Universität Leipzig. 1962 wurde er mit einer Arbeit zur Syntax in den Texten des jungen Johann Wolfgang Goethe promoviert, die 1965 veröffentlicht wurde. Nachdem er bereits seit 1956 daran mitgearbeitet hatte, leitete Mattausch ab 1964 die Leipziger Arbeitsstelle des Goethe-Wörterbuchs, eines gemeinsamen Projektes der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin, der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. 1967 übernahm er ebenfalls die Leitung der Berliner Arbeitsstelle, bevor er 1999 in den Ruhestand ging.

Von 1972 bis 2016 war Mattausch Vorsitzender der Leipziger Goethe-Gesellschaft, danach dort bis zu seinem Tod Ehrenvorsitzender. Im Jahr 2011 wurde er Ehrenmitglied der Goethe-Gesellschaft in Weimar.

Mattausch forschte und publizierte vor allem zur Goethesprache, zur jüngeren Germanistik und Linguistik sowie zur Lexikografie.

Zur Entwicklung der Gliedstellung in der Prosa des jungen Goethe. In: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 85 (1963), ZDB-ID 729-8, S. 197–219.

Untersuchungen zur Wortstellung in der Prosa des jungen Goethe (= Veröffentlichungen des Instituts für Deutsche Sprache und Literatur 31). Akademie-Verlag, Berlin 1965, DNB 453252303.

(Bearb.): Erna Merker: Wörterbuch zu Goethes Werther. Vierte/Fünfte Lieferung: liebenswürdig bis übel. Akademie-Verlag, Berlin 1965, DNB 458690481.

Synonymenfelder im alphabetischen Wörterbuch. Zugleich ein Beitrag zur Synonymie in Goethes Werther. In: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 88 (1967), ZDB-ID 729-8, S. 425–456.

Das Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. Versuch einer Bilanz. In: Deutsch als Fremdsprache 16 (1979), Nr. 2, DNB 1245649744, S. 213–219.

Klassische deutsche Literatur und Entwicklung des deutschen Sprachstandards. Zu einem Kapitel Wirkungsgeschichte. In: Studien zur Sprachgeschichte des 19. Jahrhunderts. Band 1: Existenzformen der Sprache. Zentralinstitut für Sprachwissenschaft, Berlin 1980, DNB 810794985, S. 121–176.

Von Goethes Wörtern und ihren „Les-Arten“. Zwischenbilanz am Goethe-Wörterbuch. In: Goethe-Jahrbuch 98 (1981), ISSN 0323-4207, S. 11–24.

Die Sprachwelt Goethes – Repräsentanz und Schöpfertum. Beobachtungen an einem Autorenwörterbuch. In: Beiträge zur Erforschung der deutschen Sprache 2 (1982), DNB 830353542, S. 218–230.

Kommunikativ-pragmatische Sprachbetrachtung und Lexikographie. Zur Spezifik des Autorenwörterbuchs. In: Zeitschrift für Germanistik 3 (1982), Nr. 3, ZDB-ID 796384-1, S. 303–313.

Klassische deutsche Literatur und Entwicklung des modernen Deutsch im Urteil der Brüder Grimm. In: Zur Dialektik der Determinanten in der Geschichte der Sprachwissenschaft. Band 2: Jacob und Wilhelm Grimm als Sprachwissenschaftler. Geschichtlichkeit und Aktualität ihres Wirkens. Zentralinstitut für Sprachwissenschaft, Berlin 1985, DNB 860950611, S. 152–162.

Der Große Duden. Wörterbuch und Leitfaden der deutschen Rechtschreibung. [Rezension]. In: Deutsch als Fremdsprache 22 (1986), Nr. 2, DNB 1245649744, S. 118–119.

Der Name – „lebendigster Stellvertreter der Person“. Von den Figurennamen in Goethes Dichtung. In: Impulse. Aufsätze, Quellen, Berichte zur deutschen Klassik und Romantik 10 (1987), ISSN 0232-4040, S. 156–167.

Robert Steiger, Goethes Leben von Tag zu Tag. Eine dokumentarische Chronik. [Rezension]. In: Zeitschrift für Germanistik 9 (1988), Nr. 4, ZDB-ID 796384-1, S. 498–501.

Euphorie und Enttäuschung – Literatur im geistigen Leben Leipzigs – Klein-Paris und der junge Goethe. In: Börsenblatt für den deutschen Buchhandel 156 (1989), Nr. 41, ISSN 0006-5641, S. 791.

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