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José Correia da Serra

Portugiesischer Diplomat und Botaniker (1751-1823)

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José Francisco Correia da Serra (oder Corrêa da Serra, * 6. Juni 1750 in Serpa; † 11. September 1823 in Caldas da Rainha) war ein portugiesischer Geistlicher, Gelehrter, Diplomat und Botaniker. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Corrêa“.

Da Serra war ein Sohn des Arztes Luis Dias Correia und dessen Frau Francisca Paula Luísa de Leon. Als er sechs Jahre alt war, floh seine Familie aus nicht ganz aufgeklärten Gründen nach Italien.

Correia da Serra studierte Theologie in Rom und wurde dort zum Priester geweiht. Ab 1777 war er in Lissabon, wo er unter Patronage von João Carlos de Bragança (1719–1806), dem zweiten Herzog von Lafões, einem Onkel von Maria I., war und 1779 einer der Gründer der Akademie der Wissenschaften von Lissabon war. Er war ständiger Sekretär der Akademie und durfte deren Verhandlungen ohne Zensur veröffentlichen, was ihn in Konflikt mit der Kirche brachte. Aus politischen Gründen floh er 1786 nach Frankreich, kehrte nach dem Tod von Peter III. wieder zurück, ging aber bald darauf wieder aus politischen Gründen (er hatte einem französischen Girondisten Unterschlupf im Palast des Herzogs von Lafões gewährt) außer Landes nach London. Hier wurde er durch Sir Joseph Banks gefördert. 1797 wurde er Sekretär der portugiesischen Botschaft in London. Nach Streit mit dem Botschafter ging er 1802 nach Paris. 1813 ging er nach New York und traf auch Thomas Jefferson auf dessen Gut Monticello. 1816 wurde er portugiesischer Botschafter in Washington D.C. 1820 ging er wieder nach Portugal, wo er im Finanzrat war und Mitglied des Cortes.

Er verfasste 23 Einträge der von den Brüdern Joseph François und Louis Gabriel Michaud herausgegeben Biographie universelle ancienne et moderne.

Correia da Serra war Herausgeber von Dokumenten zur portugiesischen Geschichte (Colecção de livros inéditos da história Portuguesa 4 Bände, 1790–1816).

1791 verfasste er einen Nachruf auf Benjamin Franklin, der unveröffentlicht blieb.

Am 3. März 1796 wurde da Serra als Mitglied („Fellow“) in die Royal Society gewählt. 1796 wurde er Mitglied der Linnean Society of London. 1797 wurde er Mitglied der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften. Am 11. Januar 1806 wurde als Mitglied der Société philomathique de Paris aufgenommen. 1815 wurde er korrespondierendes Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften und auswärtiges Mitglied der American Academy of Arts and Sciences.

Henry Andrews benannte 1797 ihm zu Ehren ist die Gattung Correa aus der Familie der Rautengewächse (Rutaceae).

Colecção de livros ineditos da historia Portugueza […]. 4 Bände, Lissabon 1790–1816 (Band 1, Band 2, Band 3, Band 4).

On the fructification of the submersed algae. In: Philosophical Transactions of the Royal Society. Band 86, 1796, S. 494–505 (doi:10.1098/rstl.1796.0024, JSTOR:107017).

On a submarine forest, on the east coast of England. In: Philosophical Transactions of the Royal Society. Band 89, 1799, S. 145–156 (doi:10.1098/rstl.1799.0010, JSTOR:107029).

On two genera of plants belonging to the natural family of the Aurantia. In: Transactions of the Linnean Society of London. Band 5, Nr. 1, 1800, S. 218–226 (Digitalisat, doi:10.1111/j.1096-3642.1800.tb00592.x).

On the Doryantha, a new genius of plants from New Holland, next akin to the Agave. In: Transactions of the Linnean Society of London. Band 6, Nr. 1, 1802, S. 211–213 (Digitalisat, doi:10.1111/j.1096-3642.1802.tb00483.x).

De l’état des sciences et des lettres en Portugal, à la fin du dix-huitième siècle. Première partie. In: Archives litteraires de l’Europe. Band 1, Paris 1804, S. 63–77 (Digitalisat).

De l’état des sciences et des lettres en Portugal, à la fin du dix-huitième siècle. Seconde partie. In: Archives litteraires de l’Europe. Band 1, Paris 1804, S. 269–290 (Digitalisat).

Sur l’agriculture des Arabes en Espagne, premier article. In: Archives litteraires de l’Europe. Band 2, Paris 1804, S. 239–246 (Digitalisat).

Sur l’agriculture des Arabes en Espagne, second article. In: Archives litteraires de l’Europe. Band 2, Paris 1804, S. 404–420 ().

Observations sur la famille des oranges et sur les limites qui la circonscrivent. In: Annales du Muséum d’Histoire Naturelle. Band 6, 1805, S. 376–386 (Digitalisat).

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