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John Terry

Englischer Fußballspieler

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John George Terry (* 7. Dezember 1980 in Barking, London) ist ein ehemaliger englischer Fußballspieler und heutiger Trainer. Er war als Mannschaftskapitän und Innenverteidiger von 1998 bis 2017 für den FC Chelsea aktiv. Darüber hinaus war er von 2003 bis 2012 englischer Nationalspieler sowie von August 2006 bis Februar 2010 und von März 2011 bis Februar 2012 Mannschaftskapitän der „Three Lions“.

Der im Osten Londons in Barking geborene John Terry besuchte die Eastbury Comprehensive School und erlebte seine fußballerisch ersten Schritte bei einem kleinen Verein mit dem Namen Senrab FC. Dort versammelten sich mit Bobby Zamora und Jlloyd Samuel weitere künftige Premier-League-Spieler. Im Alter von 14 Jahren schloss sich Terry der Jugendabteilung des FC Chelsea an. Dabei entwickelte er sich zunächst zu einem robusten Mittelfeldspieler, bis eine Personalnotsituation dafür sorgte, dass er sich auf die Innenverteidigerposition zurückzog, die dann im weiteren Verlauf seiner Karriere zu seiner Stammposition werden sollte.

Als Einwechselspieler debütierte Terry am 28. Oktober 1998 im League Cup gegen Aston Villa (4:1). Im weiteren Verlauf der Saison 1998/99 folgte sein erstes Ligaspiel am 26. Dezember 1998 gegen den FC Southampton (2:0) und in einer FA-Cup-Drittrundenpartie gegen Oldham Athletic am 2. Januar 1999 (2:0) sein erstes Spiel von Beginn an. Dennoch ließ der Durchbruch vorerst noch auf sich warten; im Jahr 2000 wechselte Terry kurzzeitig auf Leihbasis zu Nottingham Forest, um dort Spielpraxis zu sammeln.

Ab November 2000 kam Terry zu immer mehr Spielen beim FC Chelsea und nach 23 Einsätzen in der Startformation wählte ihn der Verein zum Spieler des Jahres. Dabei lag diese frühe Ehrung und auch die später hohe Anerkennung beim FC Chelsea zu großen Teilen im hohen Identifikationsgrad im eigenen Anhang als einziger englischer Topspieler aus der eigenen Jugendabteilung begründet. Seine Entwicklung setzte sich auch in der Saison 2001/02 fort und an der Seite des französischen Nationalspielers Marcel Desailly wurde er zum Stammspieler in der Defensive. Zum Ende der Spielzeit gelang Terry mit dem FC Chelsea der Einzug ins FA-Cup-Endspiel, an dem der junge Verteidiger jedoch aufgrund einer Virusinfektion anfänglich nicht teilnehmen konnte. Erst in der zweiten Halbzeit kam er als Einwechselspieler zum Zuge und beendete die Partie mit einer 0:2-Niederlage gegen den FC Arsenal. Am 5. Dezember 2001 hatte er zuvor in dem Meisterschaftsspiel gegen Charlton Athletic seine Mannschaft erstmals als Kapitän aufs Feld geführt.

In der Frühphase seiner Karriere war Terry gemeinsam mit seinem Mannschaftskameraden Jody Morris und Des Byrne vom FC Wimbledon in einen Vorfall in einem Nachtlokal im Westen Londons verstrickt. Nach einer Prügelei wurde er der Misshandlung und Körperverletzung beschuldigt, später aber von diesen Vorwürfen freigesprochen. Während des Verfahrens war er vom Fußballverband FA jedoch von englischen Auswahlmannschaften suspendiert. Zuvor hatte Terry mit seinen Chelsea-Kollegen Frank Lampard, Jody Morris, Eiður Guðjohnsen und Ex-Mannschaftskamerad Frank Sinclair im September 2001 in einem Hotel in der Nähe des London Heathrow Airport in betrunkenem Zustand wegen der Terroranschläge trauernde US-amerikanische Touristen belästigt; die Strafe in Höhe von zwei Wochengehältern kam einem Fonds für die Opfer des 11. September zugute.

In der Spielzeit 2003/04 führte der sportliche Aufstieg Terrys dazu, dass ihn Trainer Claudio Ranieri als dauerhaften Stellvertreter für das Kapitänsamt benannte und der junge Spieler die Binde trug, als Desailly pausieren musste. Während der Abwesenheit des Franzosen überzeugte er durch gute Leistungen und bildete vor allem mit William Gallas ein effektives Verteidigerpaar. Nach dem Weggang von Desailly zur Saison 2004/05 ernannte ihn Chelseas neuer Trainer José Mourinho zum Mannschaftskapitän. Mit der Achse um Terry, Lampard, Didier Drogba, Claude Makélélé und Petr Čech gewann das Team mit zwölf Punkten Abstand überlegen die englische Meisterschaft; die Abwehr kassierte in der gesamten Meisterschaftsrunde nur 15 Gegentore. Seine Kollegen aus der englischen Spielervereinigung PFA wählten ihn schließlich zu Englands Fußballer des Jahres („PFA Players’ Player of the Year“). Im gleichen Spieljahr wurde Terry zum besten Verteidiger der Champions League gewählt. Dabei hatte er in der Partie gegen den FC Barcelona einen späten Siegtreffer erzielt; insgesamt gelangen ihm in der Saison acht Tore. Im September 2005 folgte seine Nominierung in die FIFPro-Weltauswahl, die auf einer Wahl von Profifußballern in 40 Ländern basiert. In der anschließenden Spielzeit 2005/06 verteidigte Terry mit dem FC Chelsea die englische Meisterschaft. Ebenfalls musste die Abwehr um den Kapitän Terry wieder nur 22 Gegentore in der Liga hinnehmen und distanzierte den Zweitplatzierten Manchester United um acht Punkte.

Die Saison 2006/07 begann für Terry mit einem Kuriosum, als er am 14. Oktober 2006 im Spiel gegen den FC Reading in der Nachspielzeit für den verletzten Ersatztorhüter Carlo Cudicini einspringen musste, weil dieser nach einer Abwehraktion seine Zunge verschluckt hatte und bewusstlos liegen geblieben war. Am 5. November 2006 erhielt Terry mit einer gelb-roten Karte bei der Niederlage gegen Tottenham Hotspur die erste Hinausstellung in seiner Profikarriere und äußerte sich dabei öffentlich kritisch über Schiedsrichter Graham Poll. Bei dem daraufhin eingeleiteten Verfahren der FA plädierte Terry auf „schuldig“ und musste eine Strafzahlung in Höhe von 10.000 Pfund nebst einer Entschuldigung an Polls Adresse leisten. Die Probleme setzten sich weiter fort, und aufgrund einer Rückenverletzung mit anschließender Bandscheibenoperation setzte Terry zur Jahreswende einige Spiele aus. Sein Comeback feierte er am 3. Februar 2007 gegen Charlton Athletic und stand erstmals nach drei Monaten gegen den FC Middlesbrough wieder über die gesamten 90 Minuten auf dem Spielfeld. Es folgte eine Knöchelverletzung im Champions-League-Achtelfinale gegen den FC Porto, wodurch Terry das Ligapokalfinale zu verpassen drohte. Innerhalb weniger Tage konnte er sich jedoch überraschend schnell wieder einsatzbereit zeigen. Am 25. Februar 2007 erlitt Terry im englischen Ligapokalfinale gegen den FC Arsenal einen weiteren schmerzhaften Rückschlag. Bei dem Versuch, nach einem ausgeführten Eckball ein Flugkopfballtor zu erzielen, traf ihn Abou Diaby mit gestrecktem Fuß und Vollspann am Unterkiefer derart hart, dass er seine Zunge verschluckte und bewusstlos auf den Boden fiel. Während der Fahrt ins Krankenhaus stabilisierte sich sein Zustand wieder. Den späteren 2:1-Sieg seines Teams konnte er aber bereits wieder mitfeiern. Die Saison beendete Terry mit seiner dritten Champions-League-Halbfinalteilnahme innerhalb von vier Jahren. Außerdem absolvierte er mit dem FC Chelsea das erste FA-Cup-Endspiel im neuen Wembley-Stadion, das mit 1:0 n. V. gegen Manchester United gewonnen werden konnte.

Nachdem zum Abschluss der Saison 2006/07 die Verhandlungen über einen neuen Vertrag beim FC Chelsea ins Stocken geraten waren, äußerte Terry mehrfach, dass er den Verein dennoch nicht zu verlassen beabsichtigte. Ende Juli 2007 unterzeichnete er schließlich einen neuen Fünfjahresvertrag mit einem wöchentlichen Salär zwischen 131.000 und 135.000 Pfund, wodurch er zum bestbezahlten Spieler in der Geschichte der Premier League wurde. Das Verletzungsproblem blieb ihm auch in der neuen Saison 2007/08 treu, als er sich nach einem Zweikampf mit Emmanuel Eboué einen dreifachen Fußbruch zuzog und zwei Monate ausfiel. Gleich drei Mal war er danach mit seinem Team in der Spielzeit 2007/08 „zweiter Sieger“. Zunächst verlor er am 24. Februar 2008 gegen Tottenham Hotspur das Ligapokalendspiel mit 1:2, wurde später Vizemeister in der Premier League und am 21. Mai 2008 zur „tragischen Figur“ im Finale der Champions League, als er im Elfmeterschießen einen Strafstoß verschoss, der seinem Team ansonsten den Sieg gebracht hätte – Manchester United gewann das Elfmeterschießen am Ende noch mit 6:5.

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