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John F. Hartwig

US-amerikanischer Chemiker

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John Frederick Hartwig (* 7. August 1964 in Elmhurst, Illinois) ist ein US-amerikanischer Chemiker.

John F. Hartwig wurde in der Nähe von Chicago geboren und wuchs in Upstate New York auf. Er studierte von 1982 bis 1986 Chemie an der Princeton University und erwarb dort 1986 den Bachelor of Arts. Seine Bachelorarbeit betreute Maitland Jones. 1990 wurde Hartwig an der University of California, Berkeley in Chemie zum Ph.D. promoviert. In seiner Doktorarbeit befasste er sich mit der Synthese und den Reaktionsmechanismen von Komplexen mit Ruthenium-Kohlenstoff-, Ruthenium-Stickstoff- und Ruthenium-Sauerstoff-Bindungen. Seine Betreuer waren Richard A. Anderson und Robert Bergman. Als Postdoktorand der American Cancer Society war er 1990 bis 1992 bei Stephen Lippard am Massachusetts Institute of Technology. Dort untersuchte er Platin-DNA-Addukte, die nach Einnahme platinhaltiger Chemotherapeutika entstehen, und ihre Fähigkeit, die Vervielfältigung der DNA zu hemmen und Proteine zu binden. 1992 wechselte er an die Yale University, wo er Assistant Professor (1992–1996), Associate Professor (1996–1998), Professor (1998–2004) und schließlich Irénée P. duPont Professor für Chemie war (2004–2006). Von 2006 bis 2011 war er Kenneth L. Rinehart Jr. Professor für Chemie an der University of Illinois at Urbana-Champaign und seit 2011 ist er Henry Rapoport Professor für Chemie an der University of California, Berkeley sowie Wissenschaftler am Lawrence Berkeley National Laboratory.

Hartwig arbeitet auf dem Gebiet der metallorganischen Chemie und der Komplexchemie. Er erforscht neue Reaktionen organischer Verbindungen, die durch Komplexe von Übergangsmetallen katalysiert werden. So entwickelte er beispielsweise eine Palladium-katalysierte Aminierung, die heute Buchwald-Hartwig-Kupplung genannt wird, eine Methode zur Darstellung von Arylaminen und Arylethern aus Arylhalogeniden oder Arylsulfonaten, eine selektive katalytische Funktionalisierung von Alkanen und viele weitere Palladium-katalysierte Reaktionen.

Seit 2020 zählt ihn der Medienkonzern Clarivate zu den Favoriten auf einen Nobelpreis (Clarivate Citation Laureates).

2005 American Association for the Advancement of Science

2012 National Academy of Sciences

2015 American Academy of Arts and Sciences

Hartwig veröffentlichte mehr als 300 Arbeiten in wissenschaftlichen Zeitschriften, mehr als 10 Patente und folgende Monografien:

John F. Hartwig: Synthesis and reactivity of compounds containing ruthenium-carbon, -nitrogen, and -oxygen bonds. Thesis (Ph.D.), University of California, Berkeley, 1990

John F. Hartwig: Organotransition Metal Chemistry. From Bonding to Catalysis. University Science Books, Mill Valley, California 2010, ISBN 1-891389-53-X, ISBN 978-1-891389-53-5 (Überarbeitung des Lehrbuchs von James P. Collman u. a.: Principles and Applications of Organotransition Metal Chemistry. University Science Books, Mill Valley, California 1980, ISBN 0-935702-03-2, ISBN 0-19-855703-5; 2. Auflage 1987)

John F. Hartwig auf der Website seiner Arbeitsgruppe (mit Bild und ausführlichem Lebenslauf)

John F. Hartwig auf der Website der University of California, Berkeley

John F. Hartwig auf der Website der University of Illinois at Urbana-Champaign

Informationen zu und akademischer Stammbaum von John F. Hartwig bei academictree.org

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