An diesem Tag

John Bell Hood

General der Konföderierten im amerikanischen Bürgerkrieg

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John Bell Hood (* 1. Juni 1831 in Owingsville, Bath County, Kentucky; † 30. August 1879 in New Orleans, Louisiana) war bis 1861 Offizier im US-Heer und danach General im konföderierten Heer.

Hood war der Sohn des Arztes John W. Hood und Theodosia French Hood. Er war der Cousin des konföderierten Generals Gustavus Woodson Smith und Neffe des Kongressabgeordneten Richard French. Letzterer veranlasste die Berufung Hoods an die Militärakademie in West Point, New York, die er 1853 als 44. seines Jahrgangs abschloss. Zu seinen Jahrgangskameraden gehörten die späteren US-Generale James B. McPherson und John McAllister Schofield, sein Artillerieausbilder war George Henry Thomas. Hood wurde Leutnant im 4. US-Infanterieregiment und später zum 2. US-Kavallerieregiment in Texas – stellvertretender Regimentskommandeur Robert Edward Lee – versetzt.

Während der Sezession der Südstaaten trat Hood aus dem Militärdienst der United States Army aus. Weil sein Heimatstaat Kentucky neutral blieb, erklärte er sich zum Texaner und somit zum Bürger der Konföderierten Staaten von Amerika. Am 16. März 1861 wurde er als Hauptmann in die Kavallerie der Confederate States Army eingestellt. Zum 30. September gleichen Jahres wurde er zum Oberst des 4. Texanischen Infanterieregiments ernannt. Am 3. März 1862 folgte die Beförderung zum Brigadegeneral mit dem Kommando über die texanische Brigade, die als Hood’s Texas Brigade bekannt wurde. Diese bestand anfangs aus texanischen sowie georgianischen Regimentern und Truppenteilen aus der Legion von Wade Hampton III. Weil sich Hood mit seinen Truppen Ende Juni 1862 in der Schlacht bei Gaines Mill ausgezeichnet hatte, wurde er am 10. Oktober 1862 zum Generalmajor ernannt und erhielt das Kommando über eine Division. Seine Division bestand aus der Texas Brigade, die nun von Jerome Bonaparte Robertson stand, sowie drei weiteren Brigaden unter dem Kommando von Evander McIvor Law, Henry Lewis Benning und Micah Jenkins. Am 1. Februar 1864 erhielt Hood die Beförderung zum Generalleutnant und den Befehl über ein Korps in der Army of Tennessee. Bei der Bekämpfung des Atlanta-Feldzugs führte Hood das aus Divisionen von Thomas Carmichael Hindman, Carter L. Stevenson und Alexander Peter Stewart bestehende Korps aggressiv. Am 18. Juli 1864 bekam er in Nachfolge von Joseph E. Johnston die Befehlsgewalt über die Tennessee-Armee. Die damit verbundene vorläufige Beförderung zum General wurde allerdings vom Kongress der Konföderierten Staaten von Amerika nie bestätigt.

Er war u. a. Teilnehmer an den folgenden Schlachten: Halbinsel-Feldzug, Sieben-Tage-Schlacht, Zweite Schlacht am Bull Run, Schlacht am Antietam, Fredericksburg, Gettysburg (hier wurde er am linken Arm verwundet, den er lebenslang nicht mehr bewegen konnte), Schlacht am Chickamauga (hier verlor er sein rechtes Bein, die Amputation überlebte er nur mit viel Glück), Atlanta-Feldzug. Hood galt als draufgängerischer, unvorsichtiger General, der die Offensive bevorzugte, und verantwortete Ende 1864 zwei besonders verlustreiche Niederlagen bei Franklin und Nashville. Die beiden letztgenannten Schlachten brachten ihm den Spitznamen Witwenmacher (Widow-Maker) ein.

Hood starb am 30. August 1879 vollkommen verarmt an Gelbfieber in New Orleans und hinterließ zehn Kinder.

Bis 2023 war der Militärstützpunkt Fort Hood in Texas nach ihm benannt.

Advance and retreat. Personal experiences in the United States and Confederate States armies. Herausgegeben von G.T. Beauregard. Hood Orphan Memorial Fund, New Orleans 1880, LCCN 02-017888

Richard M. McMurry, John Bell Hood and the War for Southern Independence. Lexington, KY 1982. (Standardwerk)

Liste der Generale der Konföderierten im Sezessionskrieg

Liste der Generale der Union im Sezessionskrieg

J.B. Hood, in: Handbook of Texas

John Bell Hood in der Datenbank Find a GraveVorlage:Findagrave/Wartung/Gleiche Kenner im Quelltext und in Wikidata

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