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Johannes Gigas (Theologe)

Evangelischer Theologe, Humanist, Kirchenlieddichter und Reformator (1514-1581)

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Johannes Gigas, auch Johann Gigas, gräzisiert aus Heune, Hüne (* 22. Februar 1514 in Nordhausen; † 12. Juli 1581 in Schweidnitz) war ein deutscher evangelischer Theologe, Kirchenlieddichter, Humanist, Pädagoge und Reformator.

Gigas wurde als Sohn des Nordhäuser Bürgers Nicolaus Heune und seiner Frau Ursula (geb. Rieß) geboren. Bei dem Besuch der Nordhäuser Stadtschule wurde Johann Spangenberg auf ihn aufmerksam, der ihn förderte und in ihm Liebe zur lateinischen Poesie weckte. Im Alter von 15 Jahren wurde er Ostern 1530 auf die Schule in Magdeburg geschickt, wo er unter dem Rektorat von Georg Major die Hochschulreife erlangte und die Schule 1535 verließ. Er immatrikulierte sich an der Universität Wittenberg, wo er sich frühzeitig Justus Jonas d. Ä. anschloss und bei so berühmten Lehrern wie Philipp Melanchthon und Martin Luther lernte. 1537 wechselte er an die Universität Leipzig und kehrte dann nach Wittenberg zurück, wo er 1540 den akademischen Grad eines Magisters der Artes erwarb.

Im Anschluss an seine Studien trat er eine Stelle als Rektor der Lateinschule in Joachimsthal an. 1542 ging er in gleicher Funktion nach Marienberg, wo er einen so guten Ruf erlangte, dass ihn Melanchthon als Rektor der Universität Königsberg vorschlagen wollte. Nachdem Gigas am 29. Januar 1543 Magdalena Pfeil geheiratet hatte, wechselte er als Rektor an die durch Moritz von Sachsen in seiner „Neuen Landesordnung“ geschaffene kurfürstliche Landesschule in Pforta.

Als Humanist schrieb er eine „Methodus scribendi carmina“ und verfasste Epigramme und andere Dichtungen. Nach 1545, des Schuldienstes müde, trat er in den Kirchendienst ein. Er ging nach Schlesien und wirkte 27 Jahre lang als Pfarrer in Freystadt und ab 1577 in Schweidnitz. Dort gab er Katechismuspredigten heraus, die viel benutzt wurden, und auch geistliche Lieder.

Epigrammatum innocuorum liber unus., Leipzig ohne Jahr

De immaturo illustrissimi principis Joannis Georgii, serenissimi Saxoniae Ducis filii obitu, Lugubre Carmen., Leipzig 1537; (VD 16: H 3221)

Trauergedicht auf Erasmus von Rotterdam in Hessus, Helius Eobanus: In funere ... Desiderii Erasmi Roterodami epicedion. Argentinae: Jucundus, 1537; (VD 16: H 3217)

Breve epicedion D. Erasmi Roterdami. Argentinae, 1537

Methodvs Scribendi carmina, pro imperitioribus. Leipzig, 1538; (VD 16: H 3227)

In optimi viri Michaelis Wicelii D. Geo. Vaicelii parentis obitum, Epicoedion., Leipzig 1538

Encomion Lipsiae carmine scriptum ... Enth. außerdem: De studiorum humanitatis contemptu Elegia. Dialogus In Quo De Poeticae Aritis Studio er deserendo & amplectendo colloquuntur, Avaritia & Gigas., Leipzig, 1538; (VD 16: H 3215)

De duabus eclipsibus lunae ... elegia. Leipzig, 1538

Querela novem Musarum de nonullorum erga ipsos ingratitudinem. Leipzig, 1539; (VD 16: H 3238)

Spangenberg, Johannes; Gigas, Johannes: Artificiosae Memoriae Libellus: in usum studiosorum collectus / auctore Ioanne Spangebergio Herdeßiano, apud Northusos uerbi ministro. Ioan. Gigas Northusanus. Leipzig, 1539; (VD 16: S 7758)

Sachssenspiegel, corrigirt auffs new; nach dem Inhalt der alten, waren, corrigirten Exemplarn und Texten ..., Leipzig, 1539; (VD 16: D 745)

Historia magelonae, Spiel weiss In Deudsche reimlein gebracht. Leipzig, 1539; (VD 16: H 3870)

Clarissimi Viri D. Nicolai Sceubelij, & honestussimae Virginis Catharin Schelhornen Epithalamion., Leipzig, 1540; (VD 16: H 3211)

Hoc libello continentur Infrascripta. Dialogus Christiani & mortis De fatis ineuitabilibus & uario mortalium exitu. Elegia. Origo peccati & mortis. Praeparationes quatuor ad mortem Autore Ioanne Spangebergio ... .Addita est querela Heroica omnium statuum de inmatur morte Autore incerto. [Vorn: Ioannes Gigas]. — Erphordie: Saxo, 1540; (VD 16: S 7776)

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