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Johann Paul Pöhlmann

Deutscher evangelischer Geistlicher und Pädagoge

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Johann Paul Pöhlmann (* 19. November 1760 in Weißenstadt; † 26. Dezember 1848 in Ostheim im Ries) war ein deutscher evangelischer Geistlicher und Pädagoge.

Johann Paul Pöhlmann wuchs in Weißenstadt im Fichtelgebirge auf und erhielt einfachen Unterricht bis zu seinem 15. Lebensjahr. 1775 kam er nach Wunsiedel und begann dort seine Vorstudien an der dortigen Lateinschule. 1777 besuchte er das Gymnasium in Bayreuth und schloss dieses mit Auszeichnung ab. Im Herst 1780 begann er seine akademische Laufbahn an der Universität Erlangen mit dem Hauptfach Theologie, sein besonderes Interesse galt jedoch der Jugendbildung. Anregungen in der Kindererziehung und Jugendbildung fand er bei Johann Bernhard Basedow, Joachim Heinrich Campe, Christian Gotthilf Salzmann und Johann Heinrich Pestalozzi.

1784 beendete er seine akademischen Studien und gründete eine Privatschule für Höhere Bildung in Erlangen.

1788 wurde ihm durch die philosophische Fakultät in Erlangen der Doktorgrad verliehen.

Nach dem Rücktritt des Markgrafen Karl Alexander ging Ansbach-Bayreuth 1791 als Provinz in den Besitz der preußischen Krone über. Hierauf wollte Johann Paul Pöhlmann das Land verlassen, konnte jedoch durch Karl August von Hardenberg, der die Eingliederung der Provinz als preußischer Minister leitete, dazu bewegt werden, in Erlangen zu bleiben. 1805 wurde seine Privatschule in eine öffentliche Realschule umgewandelt; er blieb an dieser Schule als erster Direktor mit einem fixen Gehalt.

1800 begann er sich mit der Schriftstellerei zu beschäftigen und veröffentlichte seine ersten Werke.

1818 gab Pöhlmann auf eigenen Wunsch aus gesundheitlichen Gründen die Tätigkeit an der Schule auf. Er ließ sich ordinieren und war bis zu seinem Tod als Pfarrer in Ostheim im Ries tätig.

Er entwickelte die Pöhlmann’sche Lautiermethode, eine Lesemethode, die sich nicht an den Buchstabennamen, sondern den Lauten des gesprochenen Wortes orientiert.

1788 heiratete er, aus dieser Ehe gingen drei Söhne und eine Tochter hervor. Seine Tochter heiratete später den Kirchenrat Heinrich Stephani.

Ein Versuch über Verbesserung der Landschulen. Frankfurt Pech 1791

Die Kosaken oder historische Darstellung ihrer Sitten, Gebraeuche, Kleidung, Waffen und Art Krieg zu fuehren. St. Petersburg 1799

Etwas zur Beherzigung für jeden, der sich dem Schulstande widmen will: für Aeltern und Staatenregierer. Altenburg: Rinck und Schnuphase, 1801

Versuch einer practischen Anweisung für Schullehrer, Hofmeister und Aeltern, welche ihren Zöglingen und Kindern auf eine leichte, angenehme Weise und in kurzer Zeit zur Buchstabenkenntniß, zur Fertigkeit im Buchstabiren und Lesen verhelfen und zugleich ihren Verstand bilden wollen. Erlangen: Palm, 1801

Die ächte Wahrsagerkunst nebst einer kurzen Lebensgeschichte des merkwürdigen Wahrsagers Bartholomäus Leberechts; eine Volksschrift. Erlangen Palm 1802

Praktische Anweisung Kinder auf eine leichte, angenehme, und den Verstand schärfende Weise französisch lesen und sprechen zu lehren : für Aeltern, die ihre Kinder selbst lehren wollen, Sprachmeister und Gouvernantinnen. Erlangen: Palm, 1802

Dem Geiste unsers Zeitalters angemessene Unterhaltungen eines Lehrers mit seinen Schülern über die biblischen Erzählungen. Fürth: Büreau für Literatur, 1803

Die ersten Anfangsgründe der Geometrie als Stoff zu Denk- und Sprechübungen benützt. Fürth: Bureau für Litteratur 1804

Ein Mittel zur Zeitersparniß beym Corrigiren dictirter Aufsätze und zur Ereichung verschiedener anderer Zwecke. Erlangen: Palm 1804

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