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Johann Christian Blasche

Deutscher lutherischer Theologe

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Johann Christian Blasche, auch Johann Christian Blascha, (* 25. Mai 1718 in Gießmannsdorf bei Jauer, Niederschlesien; † 20. Januar 1792 in Jena) war ein deutscher lutherischer Theologe.

Über Blasches Elternhaus und schulischen Werdegang ist nichts bekannt. Er immatrikulierte sich am 24. April 1739 an der Universität Jena, wo er am 20. Januar 1748 den akademischen Grad eines Magisters der Philosophie erwarb. Danach beteiligte er sich am Vorlesebetrieb der Jenaer Universität und habilitierte sich am 16. Januar 1749 mit der Abhandlung De perspicuitatis et pulchritudinis convenientia in stilo philosophico in Jena. Er wurde Mitglied, Sekretär, Ehrenmitglied der Jenaer Teutschen Gesellschaft und Mitglied der Jenaer lateinischen Gesellschaft. Er schrieb Rezensionen in der alten Jenaischen gelehrten Zeitung. 1754 wurde er Rektor der Stadtschule in Jena, 1756 Adjunkt der philosophischen Fakultät der Jenaer Hochschule und 1765 außerordentlicher Professor der Philosophie. 1771 wechselte er als außerordentlicher Professor an die theologische Fakultät, wo er 1782 eine ordentliche Honorarprofessur übernahm. Blasche war einer der letzten Theologen der lutherischen Orthodoxie in Jena, welcher sich unter anderem mit Gotthold Ephraim Lessing auseinandersetze.

Blasche heiratete am 20. Juni 1756 in Jena Clara Catharina Sophie Hamberger (* 20. Juli 1734 in Jena; † 25. Oktober 1814 ebenda), Tochter des Jenaer Mediziners Georg Erhard Hamberger und dessen Frau Sophia Margaretha Wedel. Aus der Ehe gingen vierzehn Kinder hervor, wovon fünf Kinder den Vater überlebten. Seine Söhne, der Pädagoge Bernhard Heinrich Blasche (* 9. April 1766 in Jena; † 26. November 1832 in Waltershausen) und der Mathematiker Georg Adolph Blasche (* 7. Mai 1758 in Jena; † 4. Mai 1832 in Reval), erlangten ebenfalls Bedeutung.

Epistola de auguratu Romano ad reipublicae procuratorem pertinente. Jena 1747

De perspicuitatis et pulchritudinis convenientia in stilo philosophico sive de Pulchritudine stili Philosophici quaestio. Jena 1749 (Resp. Moritz Wilhelm Stern, Online)

Lebenswandel Adam Friedrich Hamberger's Med. D. zu Jena. Jena 1750

Progr. Vitae mortisque rationes Hallbaueri. Jena 1751

Eckhardi Introductio in rein diplomaticaoi, editio altera locupletata et emendata. Jena 1753

Ob man, um ein grosser Mann zu werden, ein ausschweifender Jüngling seyn müsse? Jena 1754

Die Verherrlichung der Ehre des Schöpfers in dem christlich standhaften Tode eines blühenden Jünglings. Jena 1754

Die Zufriedenheit eines guten Gewissens zu glücklicher Vollziehung der Amtspflichten. Jena 1754 (Online)

Ex fine creationis momentum ad res humanas administrandas, programma inaugurale. Jena 1754 (Online)

Diss. de animorum characteribus oratione effiugendis. Jena 1756

Beurtheilung der munteren, scherzhaften und satirischenSchreibart Herrn Gottfried Ephraim Müllers in der historisch-critischen Einleitung zur nöthigen Kenntniß und nützlichen Gebrauch der alten lateinischen Schriftsteller, besonderst in der Lebensbeschreibung des Horaz, nebst einer Einladung zu einer Redeübung. Jena 1757 (Online)

Das Leben des Professors Georg Erhard Hamburgers, nebst einer Nachricht von seinen Schriften und gelehrten Streitigkeiten. Jena 1758 (Online)

De cavendo abusu supremi iuris naturalis principii: Perfice te, dissertatio. Jena 1759, (Resp. Wilhelm Heinrich Bieler, Online)

Sollte der Herr Generalsuper. Jacobi zu Zelle durch seinen Vorschlag von Erziehung der Geistlichen auch wohl verdienen, dass man Hochachtung für ihn habe? Frankfurt & Leipzig 1765

Versuch einer weitern Aufklärung der Schriftstelle Matthäi 5, 33. 34. Jena 1767

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