Joanna Bruzdowicz (* 17. Mai 1943 in Warschau; † 3. November 2021 in Taillet, Frankreich) war eine polnische Komponistin und Musikkritikerin.
Bruzdowicz studierte bis 1966 an der Warschauer Musikhochschule Komposition bei Kazimierz Sikorski und Klavier bei Irena Protasewicz und Wanda Łosakiewicz. Mit einem Stipendium der französischen Regierung setzte sie ihre Ausbildung 1968–70 in Paris bei Nadia Boulanger, Olivier Messiaen und Pierre Schaeffer fort. Sie war aktiv in der Groupe de recherches musicales und verfasste an der Sorbonne die Dissertation Mathematik und Logik in der zeitgenössischen Musik. Danach ließ sie sich als Komponistin in Belgien nieder.
Sie war Gründerin und Präsidentin der Chopin-Szymanowski-Gesellschaft in Belgien und Mitbegründerin der polnischen Sektion der Jeunesses Musicales. Neben Opern, sinfonischen Werken und Kammermusik komponierte Bruzdowicz auch zahlreiche Film- und Fernsehfilmmusiken. 2001 wurde sie mit dem Orden Polonia Restituta ausgezeichnet.
2018 wurde sie in die Academy of Motion Picture Arts and Sciences berufen, die jährlich die Oscars vergibt.
Concertino für zwei Klaviere, 1957–59
Mały Apollo für Sopran und Klavier, 1961
Listy, Klavierminiaturen, 1962
Wariacje für Streichquartett, 1963
Miniatury für Klarinette und Klavier, 1963
Koncert na wibrafon i fortepian, 1963
Epigramy für Violine solo, 1964
Niobe für Sopran, Sprecher und Instrumentalensemble nach Konstanty Ildefons Gałczyński, 1964
Sept miniatures für Flöte solo, 1964
Wizyta für Bariton und Klavier nach Konstantegy Ildefons Galczynski, 1965
Wierszyk o wronach, für Bariton und Klavier nach Konstantegy Ildefons Galczynski, 1965
Wczoraj, für Sopran und Klavier nach Konstantegy Ildefons Galczynski, 1965
Śpij w spokoju, für Sopran und Klavier nach Konstantegy Ildefons Galczynski, 1965
Oto widzisz znowu idzie jesień, für Sopran und Klavier nach Konstantegy Ildefons Galczynski, 1965