Joachim Wattendorff (* 30. Oktober 1928 in Münster; † 7. April 2008 in Freiburg im Üechtland) war ein deutscher Biologe.
Joachim Wattendorff studierte an der Technischen Hochschule Stuttgart, der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Universität Graz. 1957 wurde er an der Universität Münster bei Siegfried Strugger mit der Arbeit Über die Einwirkung von Chromatlösungen auf die Pflanzenzelle promoviert. Er beschäftigte sich anschließend mit dem Gebiet der Geobotanik; ab 1962 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Botanischen Institut der schweizerischen Universität Freiburg. 1965 wurde er Lehrbeauftragter, 1968 habilitierte er in Freiburg im Üechtland. Nach einer Privatdozentur wurde er 1969 Assistenzprofessor an der Universität Freiburg und kurz darauf außerordentlicher Professor am Institut für Botanische Biologie und Phytochemie der Universität. 1996 wurde er emeritiert.
Seine Hauptforschungsgebiete waren die Zellphysiologie und Strahlenbiologie. Er hat zahlreiche wissenschaftliche Aufsätze und Arbeiten veröffentlicht.
Die Pflanzengesellschaften eines kleineren Gebietes des unteren Lippetales unter Berücksichtigung der Grundwasserverhältnisse, 1959
Über Hartholz-Auenwälder im nordwestlichen Münsterland (Kreis Steinfurt/Westfalen), 1964
Feinbau und Entwicklung der verkorkten Calciumoxalat-Kristallzellen
Feinbau und Entwicklung der Calciumoxalat-Kristallzellen
The Formation of Cork Cells in the Periderm of Acacia Senegal
Optischer Turgeszenznachweis bei Allium-Epidermiszellen
Prüfung auf perjodatreaktive Feinstrukturen in den suberinisierten Kristallzell-Wänden der Rinde von Larix und Picea
Optischer Turgeszenznachweis bei Allium-Epidermiszellen
Pflanzliche Calciumoxalatkristalle im Lichtmikroskop
Literatur von und über Joachim Wattendorff im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
„Im memoriam : Prof. Joachim Wattendorff“ (Universität Freiburg)