Joachim Schmettau (* 5. Februar 1937 in Bad Doberan) ist ein deutscher Bildhauer. Von 1971 bis 2002 wirkte er als Hochschullehrer in Berlin.
Schmettau lebt seit 1945 in West-Berlin bzw. Berlin. Von 1956 bis 1960 erfolgte ein Studium an der damaligen Hochschule der Künste in Berlin mit dem Abschluss als Meisterschüler bei Ludwig G. Schrieber 1961. Zwischen 1964 und 1990 nahm Joachim Schmettau als Mitglied des Deutschen Künstlerbundes an insgesamt 18 großen DKB-Jahresausstellungen teil. Er war 1972 Gründungsmitglied der Gruppe Aspekt der Berliner Kritischen Realisten.
Von 1971 bis 2002 hatte Schmettau eine Professur an der heutigen Universität der Künste in Berlin.
Im Jahr 1966 heiratete er die 1940 als Tochter des Bankiers Willy Deuble geborene Kunstmalerin Catharina Cosin.
1968 Villa-Romana-Preis, Florenz
1970/1971 Villa-Massimo-Preis, Rom
1971 Medaglia d’oro, premio del Fiorino, Florenz
1980 Kunstpreis der Künstler, Düsseldorf
Seine ersten Arbeiten sind in Sandstein sowie Gips und Stuck. In den 1960er Jahren begann er, verschiedene Materialien zu kombinieren (Bronze, Glas) und die Oberfläche extrem zu glätten. Figurative und geometrische Elemente wurden verbunden, so dass insgesamt das Werk zu einer intensiven Stilisierung getrieben erscheint.
Umfangreich ist auch das Werk für den öffentlichen Raum (Fassadenreliefs, Brunnen u. a.). Sein bekanntestes Werk ist der 1984 fertiggestellte „Erdkugelbrunnen“ auf dem Breitscheidplatz in Berlin-Charlottenburg, auch „Weltkugelbrunnen“ oder „Wasserklops“ genannt.
Öffentliche Projekte (Auswahl)
1975 Bronzeskulptur Hand mit Uhr, Berlin-Hansaviertel
1978 Universitätsbibliothek Freiburg, Brückenplastiken
1982 Figurengruppe für den Deutschen Hof in Güglingen
1985 Tanzendes Paar, Berlin-Neukölln, Hermannplatz
1986 Musikbrunnen Düsseldorf (Stadtbrückchen vor dem Wilhelm-Marx-Haus)
1989 Europabrunnen (Dortmund), Brunnenanlage bestehend aus 2 Brunnen (Hellweg)
1996 Skulptur Frau, sich die Maske abnehmend vor der Kreissparkasse Heilbronn