Joachim Kirst (* 21. Mai 1947 in Neunhofen, Neustadt an der Orla) ist ein ehemaliger deutscher Leichtathlet und Olympiateilnehmer, der – für die DDR startend – in den 1960er und 1970er Jahren als Zehnkämpfer erfolgreich war. Höhepunkt seiner Laufbahn waren zwei Europameisterschaftssiege, 1969 und 1971.
1970 erhielt er den Vaterländischen Verdienstorden in Bronze und 1971 in Silber.
Einsätze bei internationalen Höhepunkten im Einzelnen
1966, Europäische Juniorenspiele: Platz 3 (6845 Punkte = 6612 Punkte nach der Tabelle von 1985: 11,1 s – 7,01 m – 13,66 m – 1,95 m – 51,5 s – 17,2 s – 38,80 m – 3,70 m – 50,13 m – 5:18,4 min)
1968, Olympische Spiele: Platz 5 (7861 Punkte = 7791 Punkte nach der Tabelle von 1985: 10,5 s – 7,61 m – 16,43 m – 1,98 m – 50,2 s – 15,6 s – 46,89 m – 4,15 m – 57,02 m – 5:20,1 min)
1969, Europameisterschaften: Platz 1 (8041 Punkte = 7910 Punkte nach der Tabelle von 1985: 10,8 s – 7,62 m – 16,28 m – 2,13 m – 47,9 s – 15,9 s – 44,70 m – 4,10 m – 57,60 m – 4:58,7 min)
1971, Europameisterschaften: Platz 1 (8196 Punkte = 8180 Punkte nach der Tabelle von 1985: 11,02 s – 7,68 m – 16,59 m – 2,13 m – 49,0 s – 16,12 s – 47,21 m – 4,20 m – 65,51 m – 4:44,7 min)
1972, Olympische Spiele: Nach der fünften Disziplin noch in Führung liegend, beendete er den 110-Meter-Hürdenlauf nach einem Sturz nach der zweiten Hürde nicht und gab verletzt auf.
Joachim Kirst gehörte dem ASK Potsdam an. In seiner Wettkampfzeit war er 1,90 m groß und wog 93 kg.
Joachim Kirst in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)