Jo Hanns Rösler (Pseudonyme: Paul Feichten, Jacques Rose Garden, Hans April; * 7. April 1899 als Johannes Oswald Rösler in Königstein/Elbe; † 25. September 1966 in München) war ein deutscher Schriftsteller.
Jo Hanns Rösler war der Sohn eines kleinbürgerlichen Leinwebers. Er besuchte das Gymnasium in Dresden und begann bereits in der Jugend zu schreiben und zu veröffentlichen. Zeitweise wirkte er als Schauspieler in Berlin, Wien und München und seit den 1930er Jahren als Autor für diverse Zeitschriften, u. a. den Simplicissimus und die Jugend. Weil seine Geschichten auch in jüdischen Zeitschriften erschienen waren, erhielt er zu Beginn des „Dritten Reiches“ Schreibverbot. Dieses wurde jedoch später aufgehoben, und Rösler schrieb bis 1945 u. a. Beiträge für das Berliner Kabarett der Komiker und für die Fronttheater. Seit 1935 lebte er mit seiner Familie in einem Haus auf dem Hohenkogl oberhalb von Feilnbach in Bayern. Er war verheiratet mit Kitty und hatte die Töchter Christine, die im Röslerhaus auf dem Kogl eine von ihrer Mutter eingerichtete Frühstückspension fortführt, und Josefine (1930–2011), die von 1978 bis 2005 lang die bekannte Gastwirtschaft Hexenhäusl auf dem Kogl betrieb. Ein Urenkel von Jo Hanns Rösler ist der Snowboarder Konstantin Schad.
Jo Hanns Rösler war ein produktiver und erfolgreicher Unterhaltungsschriftsteller, der mit seinen harmlos-versöhnlichen und humorvollen Geschichten vor allem die Leserschaft einer großen Zahl von Publikumszeitschriften und Illustrierten ansprach. Daneben entstanden Romane, Filmdrehbücher (u. a. für Maske in Blau) und humoristische Szenen.
Adam in Evas Garten. Vergnügliche Geschichten einer Ehe. Heidenheimer VA, Heidenheim/Brenz 1958.
Alles Gute. Herbig, München 1992, ISBN 3-7766-1734-9.
An meine Mutter und viele andere Mütter und Väter. Erzählungen. Goldmann, München 1989, ISBN 3-442-07203-4 (Nachdr. d. Ausg. Mühlacker 1968).
Beste Geschichten. Neuaufl. Herbig München 1988, ISBN 3-7766-0592-8.
Dachbodengeschichten. Heiteres und Besinnliches aus einem alten Haus. Herbig, München 1991, ISBN 3-7766-1664-4.
Die Dame aus der Morgenzeitung. Heitere Geschichten. Knaur, München 1984, ISBN 3-426-01194-8 (NHachdr. d. Ausg. Berlin-Schöneberg 1957).
Eltern zu tauschen gesucht. Kleine Geschichten. Verlag Braun & Schneider, München 1959.
Gänsebraten und andere Geschichten. Klett-Verlag, Stuttgart 1973, ISBN 3-12-555230-3.
Ich, der Krüppel. Persanistische Sinfonie. Poeten-Verlag, Leipzig 1920.
Im Selbstbedienungsladen des Lebens. Kurzgeschichten. St.-Benno-Verlag, Leipzig 1989, ISBN 3-7462-0421-6.
Jo Hanns Röslers beste Kurzgeschichten. Webels-Verlag, Essen-Steele 1949.
Kitty und Johannes. Heitere Erzählungen. Goldmann, München 1984, ISBN 3-442-07227-1 (Nachdr. d. Ausg. Mühlacker 1976).
Lachen Sie mit Jo Hanns Rösler. Goldmann, München 1986, ISBN 3-442-07243-3 (Nachdr. d. Ausg. Mühlacker 1973).
Lachen und Weinen. Neue Geschichten. Herbig, München 1980, ISBN 3-7766-0902-8.
Die lieben Verwandten. Non-Stop-Verlag, München 1983.